NFL
08.10.2026
Für diese Trainer wird es ungemütlich
Erste Head Coaches in Gefahr: Das große NFL-Hot-Seat-Ranking

Welche Head Coaches müssen schon um ihren Job fürchten?
Vier Spiele sind gespielt - und einige ambitionierte Teams finden sich bereits am Tabellenende wieder. Welche Head Coaches müssen tatsächlich schon um ihren Job fürchten - und wer darf trotz Fehlstart noch entspannt sitzen?
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Todd Bowles (Tampa Bay Buccaneers): Heiß
Tampa Bay steht nach vier Spielen bei 0-4 und erlebt damit seinen schlechtesten Saisonstart seit 2013. Schon 2025 verspielten die Buccaneers nach einem 6-2-Start noch die Playoffs, saisonübergreifend wurden inzwischen elf der vergangenen 13 Partien verloren. Auch der Umbau des Trainerstabs löst die Probleme bislang nicht. Bleibt die Wende aus, dürfte selbst Bowles’ Vertrag bis 2028 seinen Job kaum retten.
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Aaron Glenn (New York Jets): Raumtemperatur
Glenn veränderte die Jets in der Offseason sichtbar, stellte seinen Trainerstab neu auf und lässt das Team bislang wesentlich konkurrenzfähiger als 2025 auftreten. Auch Dan Campbell (Lions) und Ben Johnson (Bears), die in dieser Saison früh auf die Jets getroffen sind, sehen ihren früheren Kollegen grundsätzlich auf einem guten Weg. New York selbst erwartet zudem eher erkennbare Fortschritte als eine sofortige Playoff-Teilnahme. Das 1-3 und besonders der schwache Auftritt gegen Chicago zeigen jedoch, dass sich diese Entwicklung noch festigen muss.
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Jim Harbaugh (L.A. Chargers): Warm
Nach zwei 11-6-Saisons startete Los Angeles diesmal mit 0-4, während selbst Justin Herbert sichtbar zurückfällt und hinter einer löchrigen Offensive Line erneut viel einstecken muss. Die beiden klaren Wildcard-Niederlagen und der misslungene Saisonstart erhöhen den Druck deutlich, zwei Playoff-Teilnahmen in Folge sowie mehr als 30 Millionen Dollar an noch ausstehenden Zahlungen schützen Harbaugh aber vorerst. Bleibt die Wende in den kommenden Wochen aus, wird aus "warm" sehr schnell "heiß".
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Dan Quinn (Washington Commanders): Raumtemperatur
Washington steht bei 1-3, zeigt wie beim 33:31 gegen den amtierenden Champion Seattle aber immer wieder Aufblitzer der erfolgreichen Mannschaft von 2024. Jayden Daniels war letztes Jahr schon oft verletzt und verpasste nun wieder zwei Spiele. Gegen Indianapolis verletzte sich anschließend auch Marcus Mariota, sodass Quinn zeitweise mit seinem dritten Quarterback und zahlreichen weiteren Ausfällen auskommen muss. Nach dem 5-12 der Vorsaison erwartet die Führung zwar Fortschritte, angesichts der Verletzungslage und der öffentlichen Rückendeckung ist Quinns Arbeitsplatz aktuell aber nicht unmittelbar gefährdet.
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Dan Campbell (Detroit Lions): Kalt
Detroit steht nach der Niederlage gegen Carolina nur bei 2-2, vor allem die Defense liefert derzeit berechtigten Anlass zur Sorge. Campbell verantwortet jedoch den nachhaltigen Wandel der Lions vom dauerhaften Verlierer zum Contender und genießt weiterhin großen Rückhalt innerhalb der Organisation und der gesamten Stadt. Der aktuelle Druck betrifft mögliche personelle und schematische Veränderungen - nicht seinen Arbeitsplatz.
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Nick Sirianni (Philadelphia Eagles): Warm
Schon in der vergangenen Saison wirkte Philadelphia über weite Strecken wacklig, und das Wildcard-Aus gegen San Francisco bestätigte diesen Eindruck. Die beiden bisherigen Siege gegen Washington und Tennessee waren mit 24:22 und 24:20 jeweils hauchdünne Pflichtsiege. Danach blieb die Offense sowohl gegen Chicago als auch gegen die Rams nach der Halbzeit komplett ohne Punkte - deshalb wird Siriannis Stuhl spürbar wärmer.
Matt Marton
Jeff Hafley (Miami Dolphins): Kalt
Ein 0-4-Start klingt alarmierend, Hafley befindet sich allerdings erst in seiner ersten Saison eines umfassenden Umbruchs mit neuem General Manager und stark verjüngtem Kader. Hinzu kommt der finanzielle Ballast aus Tua Tagovailoas Entlassung, durch den Miami bewusst nur begrenzt handlungsfähig ist. Solange die Mannschaft nicht vollständig auseinanderfällt, wäre eine Trennung nach wenigen Monaten kaum mit der langfristigen Neuausrichtung vereinbar.
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DeMeco Ryans (Houston Texans): Raumtemperatur
Houston startete bei hohen Erwartungen mit 0-4, obwohl zehn Starter aus der besten Defense der vergangenen Saison zurückkehrten. Dass Ryans Matt Burke das defensive Playcalling abnahm, zeigt die Dringlichkeit der Lage - aber auch, dass der Head Coach selbst Verantwortung übernimmt. Drei Playoff-Siege in seinen ersten drei Jahren verschaffen ihm noch ausreichend Kredit, weitere Niederlagen könnten die Temperatur jedoch schnell erhöhen.
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Zac Taylor (Cincinnati Bengals): Heiß
Cincinnati steht zwar bei 2-2, Taylor geht nach drei verpassten Playoffs in Folge und einer 6-11-Vorsaison aber längst ohne Schonfrist ins Jahr. Auf den 2-0-Start folgten zwei Niederlagen, während die Offense erneut zu abhängig von Joe Burrows Arm bleibt. Verpassen die Bengals wieder die Postseason, dürfte die Erinnerung an den früheren Super-Bowl-Lauf Taylor nicht mehr retten.
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Matt LaFleur (Green Bay Packers): Raumtemperatur
Green Bay korrigierte seinen 1-2-Start nur durch ein knappes 17:14 gegen das weiterhin sieglose Tampa Bay. Die deutlichen Niederlagen gegen Minnesota und Atlanta sowie die jüngsten Playoff-Enttäuschungen halten die Kritik an LaFleur am Leben. Seine erst im Januar unterschriebene mehrjährige Verlängerung verschafft ihm aber genügend Sicherheit für Raumtemperatur.
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Robert Saleh (Tennessee Titans): Kalt
Tennessee steht auch unter seinem neuen Head Coach bei 0-4, weil Turnover, Strafen und weitere vermeidbare Fehler regelmäßig mögliche Siege verhindern. Gleichzeitig zeigt die junge Mannschaft Fortschritte: Cam Ward wird deutlich besser geschützt, die Defense hält das Team häufig im Spiel und Rookie Carnell Tate setzt erste Ausrufezeichen. Saleh befindet sich erst im ersten Jahr eines klaren Neuaufbaus - sein Stuhl bleibt trotz des Fehlstarts kalt.
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Shane Steichen (Indianapolis Colts): Raumtemperatur
Indianapolis wartet auch in Steichens viertem Jahr noch auf die erste Playoff-Teilnahme unter ihm, das Franchise erklärte den Erfolgsdruck vor der Saison öffentlich für größer denn je. Zwei Siege nach dem 0-2-Start beruhigen die Lage vorerst, die Erinnerung an den Absturz von 8-2 auf 8-9 in der Vorsaison bleibt jedoch frisch. Verpassen die Colts erneut die Postseason, dürfte Steichens Zukunft ernsthaft zur Debatte stehen.
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