College
19.12.2025
Drei Posten noch offen
Ohio-Rauswurf macht die 30 voll: Das große Trainer-Karussell im College Football

Das Trainer-Karussell im College Football
Die reguläre Saison im College Football ist bereits rum und die Planungen für die neue Saison sind bereits im vollen Gange. Dabei wird es jedoch einige neue Gesichter geben, denn zahlreiche Teams haben bereits ihren Trainer ausgetauscht. football-world blickt auf die Wechsel und die noch offenen Stellen.
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Ohio: noch offen
Für Furore gesorgt hat die Entlassung von Brian Smith (Foto): Ohio hat seinen Head Coach wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit und außerehelichen Affären, unter anderem mit einer Studentin, gefeuert. Smith wehrt sich jedoch mit seinem Anwalt gegen die Entlassung. Derzeit ist Defensive Coordinator Jon Hauser die Interimslösung. Ob er dauerhaft zum Cheftrainer befördert wird, ist ungewiss.
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Costal Carolina: Missouri State
Nach langer Suche hat nun auch Costal Carolina einen neuen Cheftrainer präsentiert. Nachdem sich das College nach einer Saison mit je sechs Siegen und Niederlagen von Tim Beck, getrennt hatte, übernimmt von Ryan Beard. Der 36-Jährige kommt von Missouri State, die er in den vergangenen drei Jahren erfolgreich entwickelt hat. In der abgelaufenen Saison kam er mit dem Team in der ersten FBS-Saison auf einen Record von 7-5.
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Missouri State: noch offen
Derweil wird die Suche für sein Ex-Team keine leichte Aufgabe sein, denn Beard hinterlässt große Fußstapfen. In drei Jahren gelang ihm nicht nur der Sprung aus der FCS in das FBS-Level, sondern dort glänzte er gleich mit einem positiven Record.
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Michigan: noch offen
Die Michigan Wolverines sind überraschenderweise auf der Suche nach einem neuen Head Coach. Sherrone Moore wurde gefeuert, da es Beweise gibt, dass er eine Beziehung mit einem Mitarbeiter aus seinem Stab führt - das ist für die Universität nicht zumutbar. Als Interimslösung hat Biff Poggi vorerst übernommen. Noch ist der Platz offen, aber das Interesse an dem Posten dürfte groß sein, denn Michigan verpasst den Playoff-Einzug nur knapp.
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USF: Brian Hartline
Die Fans von USF haben eine emotionale Achterbahnfahrt hinter sich. Nach dem überraschenden Abschied von Head Coach Alex Golesh haben die Bulls schnell einen neuen starken Mann gefunden. Mit Brian Hartline wurde aber ein spannender Name geholt, denn Hartline war zuletzt Offensive Coordinator bei Ohio State. Für die Experten gilt die Verpflichtung als Coup, denn er gilt als starker Recruiter und soll nun die Top-Talente nach South Florida lenken.
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Auburn: Alex Golesh
Nachdem die Auburn Tigers Ende November Cheftrainer Hugh Freeze nach fünf Niederlagen aus den vergangenen sechs Spielen verloren haben, haben sie in Alex Golesh einen passenden Nachfolger in South Florida gefunden. Der gebürtige Russe machte aus den Bulls wieder ein Powerhouse und führte sie in der abgelaufenen Saison mit einer Bilanz von 9-3 zum besten Record seit acht Jahren.
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LSU: Lane Kiffin
Auch LSU hat sich bei einem Konkurrenten bedient: Nach dem Rauswurf von Brian Kelly lotste die Universität Lane Kiffin von Ole Miss zu den Tigers. Dort soll er nach einer enttäuschenden Saison mit einem Conference-Record von 3-5 den sportlichen Erfolg zu bringen, den er zuletzt den Rebels beschert hat. Ihm gelang in Ole Miss die erste Saison mit elf Siegen.
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Ole Miss: Pete Golding
Als Nachfolger von Kiffin beförderten die Rebels Defensive Coordinator Pete Golding. Der 41-Jährige arbeitete drei Jahre unter Kiffin und trug seinen Teil zum Erfolg bei. Seinen ersten Auftritt hat er noch dieses Jahr, da Ole Miss in den Playoffs steht und die Universität aus Mississippi Kiffin nach dessen Abschied nicht für ein mögliches Playoff-Spiel weiter beschäftigen wollte.
Petre Thomas-USA TODAY Sports
Florida: Jon Sumrall
Nach der frühen Entlassung von Billy Napier, der nach einem 1-3-Start gehen musste, haben die Gators den neuen Mann für diesen Posten gefunden. Jon Sumrall kommt vom kleineren College aus Tulane, stellte dort seine Qualitäten mit 19 Siegen und sieben Niederlagen in den vergangenen zwei Spielzeiten aber unter Beweis. Zudem kann er mit seinem Team noch in die Playoffs einziehen, da er mit seinem Team das Conference Championship Game gegen North Texas mit 34:21 gewonnen hat - er ist also der perfekte Mann für den Neustart in Florida.
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Tulane: Will Hall
Derweil hat das Ex-Team von Sumrall mittlerweile einen Nachfolger gefunden. Passing Game Coordinator Will Hall wird befördert und darf nun das Team anführen. Für den 45-Jährigen ist es eine neue Chancen, nachdem er zuvor bei Southern Miss mit einer Bilanz von 14-30 gefeuert worden war.
Chuck Cook-USA TODAY Sports
James Madison: Billy Napier
Wenige Monate nach seiner Entlassung in Florida hat Billy Napier schon einen neuen Job gefunden. Er geht zu James Madison in die Sun Belt Conference, die mit einem Record von 11-1 noch auf die Playoffs schielen. Napiert folgt auf Bob Chesney und will seinen Ruf wieder aufbessern, nachdem er bei den Gators mit einer Bilanz von 22-23 die schlechteste Siegquote seit 1949 aufwies.
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UCLA: Bob Chesney
Derweil hat Ex-James-Madison-Trainer Bob Chesney einen besseren Job bekommen. UCLA warb ihn ab, nachdem sie bereits Mitte September DeShaun Foster nach drei Pleiten zum Auftakt vor die Tür gesetzt hatten. Damit geht der steile Aufstieg des 48-Jährigen weiter, nachdem er im Vorjahr JMU zum ersten Bowl-Sieg der Schul-Geschichte geführt hatte.
Bob DeChiara-USA TODAY Sports
Michigan State: Pat Fitzgerald
Rund zweieinhalb Jahre nach seinem Rauswurf bei Northwestern ist Pat Fitzgerald wieder Head Coach im College Football. Er übernimmt Michigan State, die sich nach zwei erfolglosen Jahren von Jonathan Smith getrennt haben. Fitzgerald soll die Spartans sportlich wieder in die Spur bringen, wenngleich er aufgrund der Vorfälle in Northwestern, bei denen er sexuellen und psychischen Missbrauch nicht gestoppt hatte, unter besonderer Beobachtung steht.
Jeffrey Becker-USA TODAY Sports
Kentucky: Will Stein
Nach 13 Jahren hat sich Kentucky für einen Trainerwechsel entschieden. Der bisherige Amtsinhaber Mark Stoops musste die Wildcats nach zwei Spielzeiten mit einer negativen Bilanz verlassen. Für ihn übernimmt Will Stein, der zuletzt drei Saisons der Offensive Coordinator in Oregon war. Stein hat bei den Ducks eine der besten Offensiven des Landes geformt und soll dies nun auch in Kentucky wiederholen.
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Arkansas: Ryan Silverfield
Nach fünf Spielzeiten bei Memphis wechselt Ryan Silverfield zu den Arkansas Razorbacks. Der 45-Jährige tritt damit die Nachfolge von Sam Pittman an, der Ende September entlossen worden war. Silverfield kommt mit der Empfehlung von vier Bowl-Siegen nach Arkansas und soll das SEC-Team wieder in Form bringen.
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Memphis: Charles Huff
Die Memphis Tigers haben derweil bereits einen Nachfolger von Silverfield gefunden. Der hoch gehandelte Charles Huff kommt von Southern Miss. Der 42-Jährige hat sich kontinuierlich hochgearbeitet und war von 2021 bis 2024 HC bei Marshall, ehe er einen neuen Vertrag bei Southern Miss. Das Team aus der Sun Belt Confernce führte er umgehend in ein Bowl Game.
Rob Kinnan-USA TODAY Sports
Southern Miss: Blake Anderson
Nach dem Abgang von Huff haben die Golden Eagles einen neuen Mann auf der Kommandobrücke gefunden. Sie beförderten den bisherigen Offensive Coordinator Blake Anderson. Dies war bereits zuvor Head Coach bei Arkansas State und Utah State, ehe er nach seiner Entlassung Ende 2024 bei Southern Miss unterschrieb. Anderson hat schon zwei Titel gewonnen und soll er den Erfolg von Huff fortführen.
David Butler II-USA TODAY Sports
Stanford: Tavita Pritchard
Den bisher einzigen Wechsel aus der NFL ans College hat Tavita Pritchard vollzogen. Der Quarterback-Coach der Washington Commanders kehrt zurück zu der Universität, an dem er einst selbst gespielt und danach jahrelang trainiert hat. Er übernimmt für Ex-NFL-Trainer Frank Reich, der als Interimslösung kein Interesse an einer Weiterbeschäftigung hatte.
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Oregon State: JaMarcus Shephard
Die Beavers haben sich vor dem anstehenden Wechsel in die Pac-12 im kommenden Jahr für einen neuen Head Coach entschieden. Nachdem Trent Bray nach einem 0-7-Start Mitte Oktober gehen musste, übernimmt nun JaMarcus Shephard das Ruder. Der 42-Jährige war zuletzt Assistant Head Coach, Co-Offensive-Coordinator sowie Wide Receiver Coach in Alamba und soll das Team in der neuen Conference in die Spur bringen.
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Virginia Tech: James Franklin
Knapp einen Monat nach seiner Entlassung bei Penn State hat James Franklin bereits einen neuen Job gefunden. Er wechselt zu Virginia Tech, die sich nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt von Brent Pry getrennt hatten. Für Franklin ist es nach elf Spielzeiten bei Penn State ein Neustart, wenngleich sein Overall Record als Head Coach mit 128-60 klar für ihn spricht.
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Penn State: Matt Campbell
Klar ist mittlerweile auch, wie es beim Ex-Team von Franklin weitergeht. Nach einer Suche mit vielen Absagen und dem erfolglosen Werben der Spieler, das Interimstrainer Terry Smith den Posten übernehmen soll, haben sich die Verantwortlichen für Matt Campbell entschieden. Der neue Head Coach kommt Iowa State, für die er zehn Jahre erfolgreich tätig war. Dort gewann er zweimal die Big-12-Conference.
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Iowa State: Jimmy Rogers
Das Ex-Team von Campbell hat schnell einen Nachfolger präsentiert. Die Wahl fiel auf Jimmy Rogers, der in der abgelaufenen Saison Head Coach bei Washington State war. In der ausgedünnten Pac-12, die nur aus zwei Teams bestand, führte er die Cougars zu einer Bilanz von 6-6.
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Washington State: Kirby Moore
Nach dem Abschied von Rogers hat Washington State nun einen Nachfolger gefunden. Den Posten übernimmt Kirby Moore, der vergangene Saison Offensive Coordinator in Missouri war. Der 35-Jährigen ist dabei zum ersten Mal in seinem Leben Head Coach und steht nun vor der Aufgabe, Washington State auf die neuen Herausforderungen in der Pac-12 vorzubereiten.
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Colorado State: Jim Mora
Einen bekannten Namen hat sich Colorado State geangelt: Jim Mora übernimmt den Cheftrainer-Posten der Rams, die im Laufe der Saison Jay Norvell aufgrund einer 2-5-Bilanz entlassen hatten. Der Sohn vom legendären Jim Mora, der zehn Jahre lang Head Coach der New Orleans Saints war, kommt von den UConn Huskies. Er hat sein Ex-Team als eines der schlechtesten Teams übernommen und in drei von vier Jahren in ein Bowl Game geführt - das soll ihm nun auch bei Colorado State gelingen.
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UConn: Jason Candle
Rund zwei Wochen nach dem Abschied von Mora hat UConn einen geeigneten Nachfolger gefunden. Jason Candle kommt von den Toledo Rockets, für die er seit 2009 gearbeitet hat und ab 2016 der Cheftrainer war. Mit 74 Erfolgen hält er den Schulrekord für die meisten Siege, hinzu kommen zwei MAC-Meisterschaften.
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Toledo: Mike Jacobs
Derweil waren die Rockets, was die Suche nach einem Nachfolger angeht. Bereits nach zwei Tagen hatten sie in Mike Jacobs den passenden Mann gefunden. Der ehemalige O-Liner kommt von Mercer aus der FCS und hatte bei seinen Stationen bisher immer Erfolg. So weist er eine Bilanz von 94-23 auf - daran soll er auch bei Toledo anknüpfen.
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Oklahoma State: Eric Morris
Nach 20 Jahren wird Oklahoma State in der kommenden Saison auf einen neuen Head Coach setzen. Eric Morris übernimmt für Mike Gundy, der 2024 nur drei von zwölf Spielen gewann und nach einem schlechten Saisonstart letztlich entlassen worden war. Morris kommt North Texas, die eine der besten Offenses des Landes hatten und nur knapp den Sprung in die Playoffs verpasst haben.
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North Texas: Neal Brown
Aufgrund der starken Saison war der Trainerposten von North Texas nicht lange frei. Das College lotste Neal Brown von den Texas Longhorns zu den Mean Green. Zuvor war Beal sechs Jahre lang Head Coach bei West Virginia, bei denen er zwei von drei Bowl-Spielen gewann.
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California/Cal: Tosh Lupoi
Nach neun Spielzeiten warfen Cal Head Coach Justin Wilcox raus, als sein Team ein 31:10-Vorsprung gegen Stanford noch hergab. Die Golden Bears haben mit Tosh Lupoi schnell einen starken Mann geholt. Der Coach war zuletzte Defensive Coordinator in Oregon und hat auch schon als Positionstrainer in der NFL gearbeitet. Nun soll er die Golden Bears endlich mal wieder zu einem positiven Conference-Record führen, was unter Wilcox nie gelang.
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UAB: Alex Mortensen
Einen Neustart gibt es auch bei UAB: Nach einer Bilanz von 9-21 wurde Trent Dilfer während der Saison entlassen. Der bisherige Offensive Coordinator Alex Mortensen übernahm dessen Platz und führte das Team noch zu einem 4-8-Record. Dabei überzeugte die Verantwortlichen dermaßen, dass die Blazers ihm dauerhaft zum Cheftrainer machten.
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