NFL
vor 18 Stunden
Rekorde, Picks und Backup-Helden
Plötzlich im Rampenlicht: Die Overperformer von Week 5

Die Overperformer von Week 5
Nicht nur die üblichen Superstars bestimmten Week 5: Ein Ersatz-Quarterback wurde zum Overtime-Helden, ein Lions-Corner stellte einen Franchise-Rekord ein - und selbst ein Punter spielte sich ins Rampenlicht. Diese zehn Profis übertrafen die Erwartungen.
IMAGO/Icon Sportswire
Jaylen Warren (Pittsburgh Steelers): 188 Scrimmage Yards, 2 TDs
Warren erzielte einen 50-Yard-Touchdown am Boden und einen 80-Yard-Touchdown als Passempfänger. Damit gelang ihm als erstem Steelers-Spieler überhaupt im selben Spiel ein Rushing- und Receiving-Touchdown über jeweils mindestens 50 Yards. Aus einem ohnehin starken Saisonstart wurde eine historische Leistung.
Barry Reeger
Roger McCreary (Detroit Lions): 6 Tackles, 6 abgewehrte Pässe
McCreary stellte gegen Arizona mit sechs abgewehrten Pässen den Lions-Franchiserekord für ein Spiel ein. Perfekt war seine Vorstellung laut Dan Campbell zwar nicht, doch der Cornerback blieb permanent eng an seinen Gegenspielern und machte nahezu jeden Catch zum Kampf. Für einen Spieler, der in Detroits bis dahin desolater Defense selten im Mittelpunkt stand, war das ein echtes Statement.
Mark J. Rebilas
Elijah Ponder (New England Patriots): 6 Tackles, 2 Sacks, 1 Forced Fumble
Der undrafted Pass Rusher entwickelte sich gegen Las Vegas zum größten Störfaktor der Patriots-Defense. Ponder verdoppelte seine bisherige Saisonbestmarke bei den Sacks und erzwang zusätzlich einen Fumble. Aus einem Rotationsspieler wurde für einen Nachmittag ein echter Difference Maker.
IMAGO/Icon Sportswire
Tyler Huntley (Baltimore Ravens): 201 Yards, 3 Total TDs
Als Ersatz für Lamar Jackson führte Huntley Baltimore zum 30:23 nach Overtime gegen Atlanta. Auf dem ausgleichenden Drive und dem entscheidenden Ballbesitz in der Verlängerung brachte er alle elf Pässe an - und erzielte den Winning-Touchdown anschließend selbst. Viel mehr kann ein Backup in dieser Situation kaum liefern.
IMAGO/Icon Sportswire
Renardo Green (San Francisco 49ers): 2 INTs, 3 abgewehrte Pässe
Green fing jeweils beim ersten Seahawks-Ballbesitz beider Halbzeiten einen Pass von Sam Darnold ab. Seine erste Interception bescherte San Francisco den Ball an Seattles 18-Yard-Linie und bereitete unmittelbar einen Touchdown vor. Mit seinem ersten NFL-Spiel mit zwei Picks lieferte der Cornerback seine bisher auffälligste Vorstellung.
Kirby Lee
Bucky Irving (Tampa Bay Buccaneers): 175 Scrimmage Yards, 2 TDs
Irving lief gegen Dallas für eine persönliche Bestleistung von 165 Yards und erzielte je einen Touchdown am Boden und als Passempfänger. Nach seinem bereits starken Auftritt in Week 4 legte er noch einmal zu und trug Tampa fast im Alleingang zum ersten Saisonsieg.
Jerome Miron
Jordan Battle (Cincinnati Bengals): 7 Tackles, 2 INTs, 2 abgewehrte Pässe
Battle fing gleich zwei Pässe von Malik Willis ab - ausgerechnet nachdem er vor dem Spiel auf eine wiederkehrende Bewegung im Wurfablauf des Quarterbacks hingewiesen hatte. Der Safety übertraf damit nicht nur statistisch die Erwartungen, sondern schlug den Gegner auch mit akribischem Filmstudium.
The Enquirer / USA TODAY NETWORK via Imagn Images
Jameis Winston (New York Giants): 326 Yards, 3 TDs
Winston führte die Giants nach einem Rückstand von 14 Punkten im Schlussviertel noch zum 27:27 gegen Washington. Bemerkenswert war vor allem, dass er bei 54 Passversuchen keine Interception warf - gerade angesichts seines Rufes als risikofreudiger Quarterback. Nur der verlorene Fumble verhindert eine nahezu makellose Bewertung.
Amber Searls
Corliss Waitman (San Francisco 49ers): 5 Punts, alle innerhalb der gegnerischen 20
Drei seiner fünf Punts landeten sogar innerhalb der Zehn-Yard-Linie, einer innerhalb der Fünf. Waitman verschaffte der 49ers-Defense damit wiederholt hervorragende Feldposition und wurde folgerichtig zum NFC Special Teams Player of the Week gewählt.
Kirby Lee
Ed Ingram (Houston Texans): Kein zugelassener Pressure bei 35 Pass-Block-Snaps
Ingram ließ laut PFF gegen Tennessee weder einen Sack noch einen Hit oder Hurry zu. Nach zehn zugelassenen Pressures in seinen ersten beiden Einsätzen war das eine bemerkenswerte Kehrtwende. Der Guard wurde von PFF zudem als bester Spieler auf seiner Position in Week 5 bewertet.
IMAGO/Icon Sportswire