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vor 12 Stunden
Schnee, Hitze, Nebel
Schmelzende Schuhe, eiskalte Winde: Die schlimmsten Wetterbedingungen bei NFL-Spielen

Die schlimmsten Wetterbedingungen bei NFL-Spielen
In der NFL sind die 32 Franchises schwierige Wetterbedingungen gewohnt. Egal ob warme Temperaturen in Kalifornien und Florida, eisige Winde in Green Bay oder Chicago bis hin zu dünner Luft im Mile High Stadium. Doch diese Wetterbedingungen bei NFL-Spielen hatten es noch einmal besonders in sich und gingen in die Geschichte ein.
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Das Sneaker-Game
Im NFL Championship Game 1934 trafen die Chicago Bears im alten Polo Grounds in Harlem, New York City, auf die New York Giants. Die Wetterbedingungen waren alles andere als optimal: Der gefrorene Untergrund war spiegelglatt und erschwerte beiden Teams den Halt. Nachdem die Bears die Giants bereits im Vorjahr mit 23:21 im Championship Game besiegt und auch in der Regular Season 1934 beide Duelle für sich entschieden hatten, schien die Partie erneut in ihre Richtung zu laufen. Zur Halbzeit führten die Bears mit 10:3. Doch die Giants suchten nach einer Lösung für die schwierigen Platzverhältnisse. Kurzerhand liehen sie sich Basketball-Sneaker von einem nahegelegenen College. Der zusätzliche Halt auf dem glatten Untergrund machte den Unterschied: Die Giants drehten die Partie und sicherten sich dank vier Touchdowns im vierten Viertel einen 30:13-Sieg.
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Nebel im Spiel
Nicht immer sind Schnee oder eisige Temperaturen dafür verantwortlich, dass ein Spiel bei widrigen Wetterbedingungen in Erinnerung bleibt. Am 31. Dezember 1988 empfingen die Chicago Bears die Philadelphia Eagles im Divisional Playoff - und dichter Nebel wurde zum entscheidenden Faktor. Die Sichtverhältnisse waren derart schlecht, dass die Spieler weder die First-Down-Markierungen noch die Seitenlinien erkennen konnten. Besonders kurios: Der Nebel beschränkte sich auf einen kleinen Teil Chicagos rund um das Soldier Field und zog dort für etwa drei Stunden auf. Hätte das Stadion an einem anderen Ort gestanden oder die Partie zu einer späteren Uhrzeit ausgetragen worden, hätte der Nebel vermutlich keine Rolle gespielt. Das Spiel ging als "Fog Bowl" in die NFL-Geschichte ein.
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Wetterbedingte Fehlentscheidung
Auch dieses Spiel zeigt, wie sehr kaltes Wetter den Ausgang einer Partie beeinflussen kann. Im Januar 1981 trafen die Cleveland Browns in den Playoffs auf die Oakland Raiders. Bei eisigen Temperaturen und starkem Wind lagen die Browns weniger als eine Minute vor Schluss mit 12:14 zurück. Obwohl sie bereits in Field-Goal-Reichweite waren, entschieden sie sich dafür einen Touchdown-Versuch zu starten. Ihr Kicker hatte zuvor mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und war zudem nicht in bester Form. Quarterback Brian Sipe sollte den Ball wegwerfen, sollte er keinen freien Receiver finden. Doch Sipe schätzte die Position des Defensive Backs falsch ein und warf eine Interception, die das Spiel zugunsten der Raiders entschied. Unter besseren Wetterbedingungen hätten sich die Browns möglicherweise für das Field Goal entschieden - stattdessen gingen sie ins Risiko und wurden dafür bestraft.
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Kein Schneepflug, kein Sieg
Rund zwei Jahrzehnte vor dem berühmten Tuck-Rule-Game fand im selben Stadion bereits ein anderes denkwürdiges Schneespiel statt. Diesmal ging es nicht um die Playoffs, sondern um eine kuriose Maschine: Beim Duell zwischen den New England Patriots und den Miami Dolphins herrschten eisige und verschneite Bedingungen. Weil die Yard-Linien kaum noch zu erkennen waren, erließen die Offiziellen kurzerhand eine Sonderregel und erlaubten den Einsatz eines Schneepflugs, um das Spielfeld freizuräumen. Spät im Spiel stand es noch immer 0:0. Die Dolphins hatten die Chance, per Field Goal auszugleichen, lehnten jedoch das Angebot ab, den Bereich für den Kick vom Schnee befreien zu lassen. Stattdessen gingen sie bei einem vierten Versuch ins Risiko - und scheiterten. Zwar erzwangen sie anschließend einen Punt und erhielten noch die Chance auf einen Hail Mary, doch auch dieser Versuch blieb erfolglos. Die Patriots gewannen die Partie mit 3:0.
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Matschige Angelegenheit
Mindestens drei NFL-Spiele sind unter dem Namen "Mud Bowl" bekannt. Das wohl berühmteste fand 1977 im Divisional Playoff zwischen den Minnesota Vikings und den Los Angeles Rams im Los Angeles Memorial Coliseum statt. Ein heftiger Regenschauer verwandelte das Spielfeld in eine Schlammlandschaft und machte vor allem den Offenses das Leben schwer. Die Vikings setzten sich schließlich mit 14:7 durch und warfen in der zweiten Hälfte kaum noch Pässe. Die wenigen Passversuche blieben allesamt unvollständig - dennoch retteten die Vikings den Sieg über die Zeit.
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Rutschen zum Sieg
Zugegeben: Dieses Spiel ist ein Außenseiter in dieser Liste. Es war weder ein Playoff-Spiel noch sportlich besonders denkwürdig - wäre da nicht der heftige Regen gewesen, der beim Duell zwischen den Chicago Bears und den San Francisco 49ers in Woche 1 der Saison 2022 auf das Soldier Field niederprasselte. Die Bears setzten sich mit 19:10 durch. Für einen besonderen Moment sorgten anschließend die Spieler selbst: Quarterback Justin Fields und einige seiner Teamkollegen feierten den Sieg mit spektakulären Slides auf dem völlig durchnässten Spielfeld. Die Rutschpartien sorgten für einige einprägsame Bilder.
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Eiskalte Bengals
Das AFC Championship Game 1981 ging als "Freezer Bowl" in die NFL-Geschichte ein. In Cincinnati wurden Temperaturen von minus 23 Grad Fahrenheit (rund minus 30 Grad Celsius) gemessen, durch den Wind fühlte es sich sogar wie minus 59 Grad Fahrenheit (rund minus 50 Grad Celsius) an. Trotz der extremen Bedingungen kamen mehr als 45.000 Fans ins Stadion, um das Duell zwischen den Cincinnati Bengals und den San Diego Chargers zu verfolgen. Auch die Bengals ließen sich von der Kälte nicht beeindrucken und sicherten sich mit einem 27:7-Sieg den Einzug in den Super Bowl. Cincinnati eröffnete die Partie mit dem Wind im Rücken und hoffte, damit das Passspiel der Chargers zu erschweren - mit Erfolg.
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Schmelzende Temperaturen
In Woche 2 der Saison 2026 trafen in Nashville die Tennessee Titans auf die Philadelphia Eagles. Die große Wärme während des Spiels sorgte nicht nur für großen Durst bei Spielern und Zuschauern, sondern auch für Probleme mit dem Spielfeld. Der Untergrund heizte sich dermaßen auf, dass einem Spieler der Eagles Teile seines Schuhs schmolzen. Cam Juergens mussten deshalb die Schuhe mit kaltem Wasser gekühlt werden. Die Temperatur auf dem Platz lag zwischenzeitlich bei 69 Grad Celsius. Juergens sagte nach dem Spiel, ihm würden die Füße immer noch brennen und wehtun.
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