NFL
10.04.2026
Große Erwartungen, wenig Ertrag
Wenn Top-Picks zum Problem werden: Die größten Draft-Fehler der letzten 10 Jahre

Die größten Draft-Fehler der letzten 10 Jahre
Wie in jedem Jahr versuchen die Franchises beim Draft der NFL die besten Talente aus den Colleges zu bekommen. Doch nicht immer funktioniert das ganz einwandfrei. Manchmal kommt es auch zu Entscheidungen die nur wenige nachvollziehen können - gelegentlich auch zu recht. Diese Slideshow zeigt die größten Draft-Fehler der Franchises der letzten 10 Jahre.
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Jalen Reagor - 2020
Im Draft 2020 entschieden sich die Philadelphia Eagles an 21. Stelle den Wide Receiver Jalen Reagor zu wählen. Überraschend hierbei war, dass eigentlich jeder damit gerechnet hatte, dass die Eagles Justin Jefferson wählen - sogar er selbst. Reagor galt als deutlich unbeständiger als Jefferson. Die Minnesota Vikings freuten sich an dieser Stelle, denn nun konnten sie Jefferson draften. Reagor blieb auch über seine Rookie-Saison hinaus unter den Erwartungen und wurde nach zwei Jahren für einen Siebtrundenpick an die Vikings getradet.
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Trey Lance - 2021
Im Draft 2021 trafen die 49ers direkt zu Beginn eine äußerst fragwürdige Entscheidung, indem sie an Position drei Quarterback Trey Lance wählten. Im College hatte der Spielmacher nur 17 Starteinsätze in der Football Championship Subdivision, was ihn nicht grade zum Favoriten bei Experten machte. Noch fragwürdiger wird das ganze, wenn man sieht, was die 49ers alles für ihn abgegeben haben. Ganze drei Erstrundenpicks tradeten sie für dieses Pick. Lance konnte den Erwartungen der 49ers nicht nachkommen und war immer wieder verletzt. Nach zwei Jahren wurde er für einen Viertrundenpick abgegeben. Coach Kyle Shanahan gab im Nachhinein zu, dass es eine Fehlentscheidung war, die aus dem Effekt heraus getroffen wurde, unbedingt einen Quarterback holen zu müssen. Ein Jahr später drafteten sie dann Brock Purdy.
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Henry Ruggs III - 2020
Die Raiders kommen nicht nur einmal in dieser Liste vor. 2020 lief es im Draft nicht allzu gut für das Team aus Vegas. An Position zwölf wählten sie den ersten Wide Receiver des Drafts aus - nämlich Henry Ruggs III. Das war zu dem Zeitpunkt bereits verwunderlich, da es noch andere aussichtsreiche Kandidaten gab, wie beispielsweise CeeDee Lamb, die eigentlich auf einer höheren Position eingeschätzt wurden. Ruggs spielte eine mittelmäßige Saison für die Raiders und wurde im November 2021 entlassen, da er im betrunkenen Zustand einer Autounfall baute und dabei eine Frau ums Leben kam. Der ehemalige Wide Receiver wurde folglich zu drei bis zehn Jahren Haft verurteilt. Damit war seine Karriere beendet. Die Raiders räumten später ein, dass der Pick ein Fehler war.
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Damon Arnette - 2020
Doch bei Henry Ruggs hören die Fehler aus dem Draft 2020 nicht auf - die Raiders leisteten sich einen weiteren. An 19. Stelle wählten sie Cornerback Damon Arnette. Bereits vorher gab es Bedenken bezüglich seiner Disziplin - dennoch entschieden sich die Raiders für das Risiko. Eine Entscheidung, die sich schon wenige Tage nach dem Draft als Fehler herausstellte. Kurze Zeit später tauchte ein Video von Arnette auf, wie er eine andere Person mit einer Waffe bedrohte. Daraufhin entließen die Raiders den Cornerback.
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Zach Wilson - 2021
Die New York Jets wählten im Draft 2021 Quarterback Zach Wilson an zweiter Stelle. Dieser überzeugte mit einer herausragenden Leistung beim Pro-Day. Auf der Suche nach einem verlässlichen und starken Quarterback wurden sie aber enttäuscht. Statistisch gesehen gehört Wilson tatsächlich zu den schlechtesten Quarterbacks der NFL. In seinen drei Jahren bei den Jets warf er so mehr Interceptions als Touchdowns und gilt als einer der schlechtesten Passgeber der Liga. 2024 tradeten die Jets ihn an die Broncos und beendeten damit das missglückte Projekt.
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Isaiah Wilson - 2020
2020 schien nicht das Jahr für Draft-Picks zu sein. Ein weiterer, der mittlerweile als Fehlentscheidung gilt, ist Isaiah Wilson. NFL-Teams versuchen im Vorfeld zum Draft so viele Infos über die Prospects zu sammeln, wie es nur geht. Bei Wilson scheint das nicht geklappt zu haben. Die Tennessee Titans wählten den Offensive Tackle mit einem gewissen Risiko in Runde eins aus. Trotzdem sahen viele Experten ihn auch als Projekt an. Im darauffolgenden September wurde Wilson dann wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet. Daraufhin landete er ab Dezember auf der Liste der nicht durch Football verursachten Verletzungen und beendete damit eine Rookie-Saison, in der er nur vier Spielzüge absolvierte. Nach einem öffentlichen Disput mit dem damaligen GM Jon Robinson tradeten sie ihn zu den Miami Dolphins. Danach absolvierte Wilson keine Minute mehr auf enem NFL-Spielfeld.
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Emmanuel Forbes Jr. - 2023
Die Washington Commanders wählten im Draft 2023 überraschenderweise auf Position 16 Tackle Emmanuel Forbes Jr. aus und zogen ihn somit Christian Gonzalez vor. Die Commanders erkannten jedoch schnell, dass Forbes körperlich zu schwach war, um ein zuverlässiger Tackle zu sein. Ab der Mitte seiner Rookie-Saison saß Forbes dann auf der Bank. Gonzalez wiederum wurde bei den Patriots später zum Pro Bowler und spielte eine gute Rookie-Saison. Forbes wurde nach zwei Jahren entlassen und spielt heute bei den Los Angeles Rams.
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Marcus Davenport - 2018
An 14. Stelle wurde Defensive End Marcus Davenport im Draft 2018 von den New Orleans Saints ausgewählt. Er war ein ambivalenter Spieler - galt gleichzeitig als Spieler mit viel Potenzial durch sein Tempo, hatte jedoch auch ein gewisses Risiko. Davenport wurde als ungeschliffener Rohdiamant angesehen. Dass die Saints ihn in der ersten Runden pickten, verwunderte deshalb Viele. Die Saints gingen das besagte Risiko dennoch ein - und wurden nicht belohnt. Davenport spielte eine schwache Saison und war von Anfang an von vielen Verletzungen geplagt - herausstechen konnte er nie. 2023 stellten die Saints ihn frei und er ging zu den Minnesota Vikings.
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