NFL
vor 2 Stunden
Von Mendoza bis Price
Wer liefert, wer enttäuscht? Alle 32 First-Rounder im Check

Alle 32 First-Rounder im Check
Sechs NFL-Wochen haben erste klare Gewinner, einige Sorgenkinder und mehrere schwierig zu bewertende Rookies hervorgebracht. Wir haben bei sämtlichen Erstrundenpicks des Drafts 2026 eine erste Zwischenbilanz gezogen.
Denny Medley
1. Fernando Mendoza (Las Vegas Raiders): Noch im Wartemodus
Die Einordnung und Bewertung von Fernando Mendoza geht sehr schnell: Er hat noch kaum gespielt. Der erste Pick des Drafts 2026 spielte bisher erst 10 Snaps im Spiel gegen die New England Patriots. Dabei konnte er sechs seiner acht Passversuche anbringen für 48 Yards und erlief weitere drei Yards. Ansonsten muss sich der junge Quarterback hinter dem erfahrenen Kirk Cousins gedulden, denn Cousins führte die Las Vegas Raiders zu einem 3-0-Start und trotz drei Niederlagen in Folge macht das Team einen positiven Eindruck.
David Brytus
2. David Bailey (New York Jets): Sofort im Rennen um den Rookie-Award
Im Gegensatz zum ersten Pick des Draft konnte David Bailey, der an Nummer 2 zu den New York Jets ging, schon viel Spielzeit sammeln. Dabei überzeugte er und konnte bisher schon fünf Sacks erzielen. Besonders beeindruckend war sein Auftritt gegen die Cleveland Browns, als er dreimal den Quarterback zu Boden bringen konnte. Zudem erzielte Bailey sechs Tackles for Loss und acht Quarterback Hits. Als klare Größe in der Jets-Defensive-Line ist Bailey jetzt schon in der NFL angekommen.
IMAGO/Icon Sportswire
3. Jeremiyah Love (Arizona Cardinals): Von Verletzungen ausgebremst
Love kommt bei 67 Läufen auf 245 Yards und einen Touchdown, blieb mit 3,7 Yards pro Versuch aber unter den hohen Erwartungen an den dritten Pick. Eine hartnäckige Knöchelverletzung bremste ihn zusätzlich und kostete ihn das Spiel gegen die Rams.
The Republic / USA TODAY NETWORK via Imagn Images
4. Carnell Tate (Tennessee Titans): Der klare Lichtblick
Tate führt Tennessee mit 29 Receptions und 344 Receiving Yards an. Nach seiner 145-Yard-Gala gegen Baltimore erzielte er beim ersten Saisonsieg über Indianapolis auch seinen ersten NFL-Touchdown - trotz einzelner ruhiger Spiele ist das ein überzeugender Start.
Tommy Gilligan
5. Arvell Reese (New York Giants): Sofortiger Volltreffer
Reese übernahm vom ersten Spieltag an eine tragende Rolle und sammelte bereits 49 Tackles, einen Sack und eine Interception. Seine Vielseitigkeit gegen Lauf und Pass macht ihn früh zu einem der besten Spieler dieser Rookie-Klasse.
IMAGO/Icon Sportswire
6. Mansoor Delane (Kansas City Chiefs): Stark, wenn fit
Eine Schulterverletzung bremste Delane bereits zum Saisonstart und zwang ihn zwischenzeitlich zu Pausen. Wenn der Cornerback auf dem Feld stand, überzeugte er jedoch mit enger Coverage, einer Interception und mehreren abgewehrten Pässen.
IMAGO/Icon Sportswire
7. Sonny Styles (Washington Commanders): Abwehrchef im Schnellverfahren
Styles steht nach sechs Starts bei 46 Tackles, einem Sack, einer Interception und vier verteidigten Pässen. Der siebte Pick erhielt bereits die Auszeichnung zum NFC Defensive Player of the Week und spielt wie ein ernsthafter Kandidat auf den Titel des Defensive Rookie of the Year.
IMAGO/ZUMA Press
8. Jordyn Tyson (New Orleans Saints): Noch ohne NFL-Debüt
Tyson verletzte sich bereits im August am Oberschenkel und hat noch kein Regular-Season-Spiel bestritten. Der Receiver macht zwar Fortschritte, dürfte aber frühestens nach der Bye-Week in Week 9 debütieren - sportlich ist er deshalb noch nicht zu bewerten.
Stephen Lew
9. Spencer Fano (Cleveland Browns): Solider neuer Anker
Fano etablierte sich direkt als Starter und erlaubte in seinen ersten fünf Spielen lediglich einen Sack. Gegen Baltimores Blitz-Pakete geriet der Tackle zuletzt stärker unter Druck, insgesamt deutet aber viel darauf hin, dass Cleveland einen langfristigen Baustein gefunden hat.
IMAGO/Icon Sportswire
10. Francis Mauigoa (New York Giants): Nach Traumstart abgerutscht
Bei seinem NFL-Debüt erlaubte Mauigoa bei 36 Pass-Block-Snaps keinen einzigen Pressure. Seitdem häufen sich jedoch die Probleme des zum Guard umgeschulten Tackles - auch gegen New Orleans ließ er wieder mehrere Pressures zu.
IMAGO/Newscom World
11. Caleb Downs (Dallas Cowboys): Viel Impact, noch nicht fehlerfrei
Downs sammelte bereits 43 Tackles, einen Sack und zwei erzwungene Fumbles. In der schwachen Cowboys-Defense zeigte er besonders nahe der Line of Scrimmage seine Qualitäten, ließ in Coverage und beim Tackling aber ebenfalls einige kostspielige Aktionen zu.
IMAGO/Icon Sportswire
12. Kadyn Proctor (Miami Dolphins): Aufsteigende Tendenz
Proctor musste von Tackle auf Left Guard wechseln und zahlte dabei zunächst Lehrgeld. Als kraftvoller Run Blocker ist sein Wert inzwischen deutlich zu erkennen, während zehn zugelassene Pressures und drei Strafen zeigen, dass die Umstellung noch nicht abgeschlossen ist.
IMAGO/Icon Sportswire
13. Ty Simpson (L.A. Rams): Geplantes Entwicklungsjahr
Simpson wartet weiterhin auf seinen ersten Regular-Season-Snap und wird meist nur als inaktiver Notfall-Quarterback geführt. Selbst Stetson Bennett steht momentan noch vor ihm - der umstrittene Pick ist damit weder positiv noch negativ seriös zu bewerten.
IMAGO/Icon Sportswire
14. Olaivavega Ioane (Baltimore Ravens): Notlösung wird zum Glücksgriff
Ioane startete als Right Guard und sprang nach mehreren Verletzungen sogar auf Center ein. Vor seinem schwächeren Auftritt gegen Cleveland gehörte er zu den effizientesten Rookie-Passblockern der Liga und überzeugte besonders durch seine überraschende Vielseitigkeit.
Icon Sportswire via Getty Images
15. Rueben Bain Jr. (Tampa Bay Buccaneers): Endlich ein erstes Ausrufezeichen
Schulter- und Leistenprobleme verhinderten einen geregelten Start, über seine ersten Einsätze blieb Bain nahezu unsichtbar. Gegen Pittsburgh gelang ihm nun sein erster NFL-Sack - ausgerechnet gegen Aaron Rodgers.
IMAGO/ZUMA Press
16. Kenyon Sadiq (New York Jets): Ein großer Ausreißer, sonst wenig
Sadiq fing bislang 15 Pässe für 158 Yards und erzielte je einen Touchdown als Receiver und Läufer. Mehr als die Hälfte seiner Receiving Yards stammt allerdings aus dem 105-Yard-Spiel gegen Detroits schwache Defense; danach folgten drei deutlich ruhigere Auftritte und eine Gehirnerschütterung.
IMAGO/Icon Sportswire
17. Blake Miller (Detroit Lions): Direkt verlässlicher Starter
Miller ist bislang genau das, was Detroit haben wollte. Er eroberte sofort den Posten als Right Tackle und startete vier der ersten fünf Lions-Spiele. Nach einer Knieverletzung stabilisierte er sich besonders als Run Blocker, während seine Pass Protection noch leichte Schwankungen zeigt.
Getty Images
18. Caleb Banks (Minnesota Vikings): Bislang zu wenig Einfluss
Banks kam in fünf Spielen auf zehn Tackles, wartet aber noch auf seinen ersten Sack. Der Defensive Tackle blieb in seiner begrenzten Rotation vor allem als Pass Rusher zu unauffällig und konnte den Wert des 18. Picks bislang nicht rechtfertigen.
Matt Krohn
19. Monroe Freeling (Carolina Panthers): Lehrgeld auf der rechten Seite
Der frühere Left Tackle musste in Carolina die Seite wechseln und erlaubte bereits 15 Pressures sowie zwei Sacks. Freeling zeigte zwischendurch stabile Phasen, insgesamt verlief die Anpassung an das NFL-Tempo aber noch ziemlich holprig.
IMAGO/Icon Sportswire
20. Makai Lemon (Philadelphia Eagles): Noch keine echte Waffe
Lemon erhielt wegen mehrerer Ausfälle reichlich Spielzeit, produzierte daraus aber nur 18 Receptions für 127 Yards und keinen Touchdown. Seine Einsatzzeit und Routenzahl steigen, der gewünschte explosive Effekt fehlt der Eagles-Offense bislang jedoch.
IMAGO/Icon Sportswire
21. Max Iheanachor (Pittsburgh Steelers): Zwischen Top und Flop
Iheanachor glänzte bei seinem ersten Start, erlebte danach aber mehrere heftige Rückschläge. Gegen Tampa Bay erlaubte er zuletzt vier Pressures und zwei Sacks - das Potenzial ist erkennbar, die Leistung noch zu wechselhaft.
Barry Reeger
22. Akheem Mesidor (L.A. Chargers): Produktive Soforthilfe
Mesidor sammelte bereits 24 Tackles, 2,5 Sacks und einen erzwungenen Fumble. Der vielseitige Pass Rusher gehört damit zu den produktivsten Verteidigern dieser ersten Runde, auch wenn er noch nicht konstant jeden Spieltag prägt.
IMAGO/Icon Sportswire
23. Malachi Lawrence (Dallas Cowboys): Viel Spielzeit, noch zu wenig Druck
Lawrence erhält in der angeschlagenen Cowboys-Defense inzwischen eine große Rolle, kommt aber erst auf einen Sack. Sein Einsatz gegen den Lauf ist ordentlich, als Pass Rusher gewinnt er seine Duelle noch nicht regelmäßig genug.
Chris Jones-Imagn Images
24. KC Concepcion (Cleveland Browns): Vertrauen da, Explosivität fehlt
Concepcion fing 22 Pässe für 186 Yards, wartet aber noch auf seinen ersten NFL-Touchdown. Cleveland bindet ihn regelmäßig ein, nutzt ihn bislang jedoch vor allem bei kurzen Pässen - mehr als 8,5 Yards pro Reception kamen deshalb noch nicht zustande.
IMAGO/Newscom World
25. Dillon Thieneman (Chicago Bears): Sofort Stammspieler
Thieneman steht unmittelbar im Zentrum der Bears-Defense und verbuchte bislang 39 Tackles, einen Sack und eine Interception. Nach einem starken Beginn verliefen die vergangenen beiden Wochen zwar unruhiger, seine Spielintelligenz und sein sicherer Platz in der Startformation bleiben aber klare Pluspunkte.
IMAGO/ZUMA Press Wire
26. Keylan Rutledge (Houston Texans): Starter, aber noch Baustelle
Rutledge startete sofort in Houstons Offensive Line, bekam beim Wechsel auf Guard jedoch deutliche Anpassungsprobleme zu spüren. Besonders in der Pass Protection verlor er noch zu viele Duelle und leistete sich zusätzlich mehrere Strafen.
IMAGO/Pro Sports Images
27. Chris Johnson (Miami Dolphins): Vielseitig und auf Kurs
Johnson wird innen wie außen eingesetzt und sammelte bislang 25 Tackles sowie zwei abgewehrte Pässe. Nach einem unruhigen Debüt steigerte sich der Cornerback sichtbar und gehört inzwischen zu den wenigen positiven Entwicklungen bei den Dolphins.
IMAGO/Icon Sportswire
28. Caleb Lomu (New England Patriots): Breakout aus der zweiten Reihe
Lomu begann die Saison als Ersatzmann, nutzte die Verletzungen vor ihm aber eindrucksvoll. Gegen die Jets erlaubte er bei 59 Snaps keinen einzigen Pressure. Auch David Bailey kam in 16 direkten Duellen nicht einmal zum Quarterback durch. Damit drängt er nun auf eine dauerhafte Rolle.
Eric Canha
29. Peter Woods (Kansas City Chiefs): Rotation statt Soforthilfe
Woods arbeitet bislang hauptsächlich als Ergänzungsspieler und erzeugte in den ersten Wochen nur wenig Druck. Gegen die Chargers gelangen ihm vier Tackles und sein erster halber Sack, womit seine Entwicklung zumindest langsam Fahrt aufnimmt.
Denny Medley
30. Omar Cooper Jr. (New York Jets): Comeback mit 103-Yard-Statement
Nach einem 30-Yard-Catch am ersten Spieltag kostete Cooper eine Knöchelverletzung vier Partien. Bei seiner Rückkehr fing er sechs Pässe für 103 Yards und einen Touchdown - seine kleine Sample Size sieht damit plötzlich äußerst vielversprechend aus.
IMAGO/ZUMA Press Wire
31. Keldric Faulk (Tennessee Titans): Die Rolle bleibt klein
Faulk verbuchte zwar bereits seinen ersten Sack, kommt aber weiterhin nur in einer begrenzten Rotation zum Einsatz. Ein einziger Pressure bei 29 Snaps gegen Indianapolis zeigte erneut, warum er sich noch keinen größeren Anteil erarbeitet hat.
IMAGO/Icon Sportswire
32. Jadarian Price (Seattle Seahawks): Guter Beginn, dann ausgebremst
Price erlief in seinen ersten drei Spielen 119 Yards bei ordentlichen 4,3 Yards pro Versuch. Ballverluste kosteten ihn zwischenzeitlich Vertrauen, anschließend landete er wegen einer Brustverletzung auf der Injured Reserve.
IMAGO/Icon Sportswire