NFL
12.05.2026
Zum Karriereende von Eli
Zwei Brüder, vier Ringe: Die Ära Manning in Bilder

22 Jahre Manning
Mit dem Karriereende von Eli Manning geht eine Ära zu Ende: Über mehr als zwei Jahrzehnte zählten Eli und sein Bruder Peyton zu den Quarterback-Stars der Liga. Die Karrieren der beiden Spielmacher verliefen nach ähnlichem Start recht unterschiedlich - um dann doch mit dem gleichen Output zu Ende zu gehen.
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Eine Familie, drei Spielmacher
Die Mannings sind nicht nur das wohl bekannteste Brüderpaar der NFL-Geschichte, sie sind auch Teil der wohl bekanntesten Familie der NFL-Geschichte. Schon Vater Archie ist Star-Quarterback, läuft von 1971 bis 1984 für New Orleans, Houston und Minnesota auf.
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Zweimal die Nummer eins
Dementsprechend stehen auch beide Spieler bereits vor ihrem ersten NFL-Einsatz häufig im Mittelpunkt der Medienberichterstattung - und beide werden in ihrem jeweiligen Draft an erster Stelle ausgewählt: Peyton wird 1998 von den Colts gepickt, Eli 2004 von den Chargers - und direkt danach zu den Giants getradet.
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Peyton, der "Sheriff"
Wer von beiden der insgesamt bessere Spielmacher ist, darüber besteht in der Retrospektive kaum ein Zweifel: Der fünf Jahre ältere Peyton wird insgesamt fünfmal zum MVP der Liga gewählt, bricht reihenweise Rekorde und gilt bis heute als der Quarterback mit der vielleicht höchsten Spielintelligenz aller Zeiten.
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Die erste "Lombardi" lässt auf sich warten
Trotzdem dauert es bis 2007, ehe die Familie Manning ihren ersten Super-Bowl-Ring bekommt. Peyton gewinnt mit den Colts das Endspiel gegen die Chicago Bears mit 29:17 und wird zum Super-Bowl-MVP gewählt.
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Wieder ein Manning auf dem Thron
Und nur ein Jahr später heißt der Super-Bowl-MVP wieder Manning: Eli gelingt 2008 die wohl größte Überraschung der Super-Bowl-Geschichte, schlägt den haushohen Favoriten New England im Finale mit 17:14 und sorgt gemeinsam mit Receiver David Tyree mit dem als "Helmet Catch" berühmt gewordenen Spielzug für den entscheidenden Moment der Partie.
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Trotz zwei Ringen nicht unumstritten
Und das, obwohl Eli rein spielerisch stets im Schatten seines großen Bruders steht. Er ist zwar über Jahre hinweg ein guter Quarterback, aber eben nur selten ein so überragender wie Peyton. Allerdings: Immer wieder ist Eli in den entscheidenden Momenten voll da und wächst über sich hinaus.
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Titel Nummer zwei: Eli geht im Bruderduell "in Führung"
So auch bei seinem zweiten großen Triumph: 2012 gehen die Giants wieder als Außenseiter in die Play-offs - und wieder reckt Eli am Ende die Vince-Lombardi-Trophy in die Höhe. Im Super Bowl gelingt dem Quarterback kurz vor Ende erneut ein Zauberpass, der das 21:17 über New England letztlich sichert. Tom Brady schaut einmal mehr die Röhre.
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Das besondere Verhältnis zum "G.O.A.T."
Überhaupt Brady. Die Aufeinandertreffen mit dem "G.O.A.T." definieren letztlich die Karrieren der Manning-Brüder. Während Peyton seinem Dauerrivalen ein ums andere Mal in den Play-offs unterliegt und dadurch weitere Super Bowls verpasst, wird Eli quasi zu Bradys Kryptonit und bringt ihm zwei seiner drei Endspielniederlagen bei.
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Abtritt auf dem Höhepunkt
Und so dauert es bis 2016, bis Peyton seinen kleinen Bruder nach Super-Bowl-Siegen einholt. Mittlerweile ist er bei den Denver Broncos untergekommen - und führt seine neue Franchise zum 24:10-Erfolg im Endspiel gegen die Carolina Panthers. Für den "Sheriff" ist es das letzte Spiel seiner Karriere, mit seinem zweiten Ring am Finger tritt Peyton ab.
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Zwei Dekaden Manning gehen zu Ende
Elis Karriere hingegen läuft noch vier Jahre weiter, in die Play-offs schafft er es aber nur noch einmal. In dieser Saison wird er schließlich nach 15 Jahren als Quarterback der Giants von Rookie Daniel Jones abgelöst - und beendet im Januar 2020 seine illustre Karriere.
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Der Quarterback-Ruhestand wartet
Nach 22 Jahren wird die NFL-Saison 2020 also wieder ohne einen Manning auskommen müssen. Zusammen kommen die Brüder auf 128.963 Passing Yards, 905 Touchdowns und vier Super-Bowl-Trophäen. Zu einem direkten Duell kommt es übrigens während all der Jahre nur dreimal - alle Aufeinandertreffen gehen an Peyton.
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