07.12.2025
Atlanta mit vier Turnover
In der ersten Hälfte schenkten sich beide Teams nur wenig, lediglich die Defenses und Special Teams sorgten für Highlights. Mit einem 100-Yard-Kickoff-Return-Touchdown starteten die Seahawks dann aber ihr Offensiv-Feuerwerk. Dabei profitieren sie auch von den vorweihnachtlichen Geschenken der Falcons.

Die erste Hälfte war geprägt von den Defenses beider Teams. So hatten die Falcons nach einem Punt Return von Jamal Agnew eine gute Feldposition, aber die Seahawks erlaubten nicht mehr als ein 36-Yards-Field-Goal von Zane Gonzalez.
Ihre gute Redzone-Defense konnten auch die Hausherren zeigen. Zwar kam Kenneth Walker III bis an die gegnerisch 4-Yard-Linie, doch auch Seattle musste sich mit einem Field Goal begnügen. Jason Myers traf aus 22 Yards Entfernung. Im nächsten Drive unterlief Sam Darnold ein bitterer Fehler: Bei 3rd&1 suchte der Seahawks-Quarterback Elijah Arroyo, allerdings bekam Xavier Watts die Finger dazwischen, sodass der Ball hoch in die Luft flog. Mike Hughes griff zu und sicherte sich die Interception.
Obwohl die Falcons an der gegnerischen 30-Yard-Linie standen, musste sie umgehend das Field Goal versuchen. Der Versuch aus 50 Yards wurde jedoch von Nick Emmanwori geblockt, der links vom Kicker in die Schussbahn geflogen kam und rechtzeitig seine Hand nach oben riss.
Kurz vor der Pause jubelten die Falcons-Fans über den ersten Touchdown, Quarterback Kirk Cousins bediente Darnell Mooney. Allerdings zählte er nicht, da Mooney zeitweise im Seitenaus war und dabei nicht von seinem Gegenspieler herausgedrückt wurde. Immerhin konnte Gonzalez mit einem 43-Yard-Field-Goal auf 6:3 stellen.
Trotz nur noch 57 Sekunden auf der Uhr zeigten die Seahawks einen starken Drive und kamen in Field-Goal-Reichweite, Myers erzielte schließlich aus 48 Yards Entfernung den Ausgleich. Daran knüpften sie zu Beginn der zweiten Hälfte an: Rashid Shaheed gelang ein 100-Yard-Kickoff-Return-Touchdown - es ist das längste Play der bisherigen Saison!
Es kam aber noch dicker für Atlanta: DeMarcus Lawrence haute den Ball aus den Armen von Bijan Robinson, Seahawks-Verteidiger Devon Witherspoon sicherte seinem Team den Ballbesitz. Dann übernahm Jaxon Smith-Njigba: Erst fing er eine 30-Yard-Bombe von Darndold, zwei Plays später sorgte er für den 28-Yard-Touchdown - bis dato hatte er lediglich 30 Yards erzielt.
Die Falcons standen nun mit Rücken an der Wand. Es kam, was kommen mussten: Sie leisteten sich den nächsten Fehler, Emmanwori fing einen Pass von Cousins auf Kyle Pitts ab. So erhöhte Myers per 37-Yard-Field-Goal auf 23:6 für Seattle. Zwar konnte Gonzalez aus 27 Yards Entfernung per Field Goal verkürzen, doch die Gäste drückten weiter auf das Gaspedal. Darnold, der auf 20/30 für 249 Yards, drei Touchdowns und eine Interception kam, fand Cooper Kupp, der den Touchdown zum 30:9 erzielte.
smu
Mitte des Schlussviertels war der Deckel drauf. David Sills warf den Ball nach einem Pass von Cousins, der lediglich 15 seiner 30 Pässe für 162 Yards und zwei Interceptions anbrachte, wie eine heiße Kartoffel nach oben und Whiterspoon konnte ihn sich sichern. Darnold bediente auf der anderen Seite Smith-Njigba für dessen neunten Touchdown der Saison. Nach einem Turnover on Downs der Falcons brachte Seattle seine Backups und spielte die Partie herunter.