04.01.2026
Atlanta schlägt New Orleans knapp
Mit einem knappen Heimsieg gegen die New Orleans Saints haben die selbst bereits aus dem Endrundenrennen ausgeschiedenen Atlanta Falcons ihrem NFC-South-Rivalen aus Carolina das Playoff-Ticket beschert. Leer ausgingen somit die ebenfalls noch hoffenden Tampa Bay Buccaneers.

Dass dieses divisionsinterene Duell zweier längst aus der Endrundenverlosung ausgeschiedenen NFC-South-Mannschaften über ein Playoff-Schicksal entscheiden würde, hatte vor kurzem sicher kaum jemand prophezeit. Nun kam es aber tatsächlich an diesem finalen Week-18-Regular-Season-Wochenende dazu, dass die Falcons und Saints mit dem Ausgang ihres direkten Vergleichs über die nahe NFL-Zukunft der Tampa Bay Buccaneers und Carolina Panthers nach deren eigener Regenschlacht vom Vortag (16:14 für Tampa Bay) entschieden.
Für zusätzliche Brisanz sorgten die Umstände, dass etwa Atlantas Aushängeschild - Running Back Bijan Robinson - auf seine grandiosen Werte von bis dato 2255 Total Yards und elf Touchdowns draufsatteln wollte. Und zugleich der 37-jährige Oldie Kirk Cousins wohl sein finales Spiel als Quarterback für die Falcons absolvierte - das Karriereende oder ein weiterer Wechsel zu einem anderen Team sind im Gespräch.
Auf der anderen Seite hatten die Saints mit Rookie-Spielmacher Tyler Shough (Zweitrunden-Pick 2025, 40. Stelle) die vergangenen vier Partien für sich entschieden - und wollten sich sicherlich mit einem Abschlusssieg von den Fans verabschieden sowie zugleich etwas Schwung mit ins neue Jahr nehmen.
Das sollte am Ende allerdings knapp nicht gelingen, denn nach intensiven 60 Minuten Football voller Fehler und zugleich tollen Aktionen stand New Orleans in der Fremde nach einer 17:19-Niederlage da. Das bedeutete auch, dass die siegreichen Falcons die daheim auf der Couch zitternden Bucs (Quarterback Baker Mayfield zeigte sich via Social Media selbst während der Partie hoffend auf dem heimischen Sofa) enttäuschten und stattdessen den erstmals seit 2017 wieder an der NFL-Endrunde teilnehmenden Panthers zum NFC-South-Divisionstitel sowie zur Teilnahme am Wild Card Weekend 2026 in einer Woche verhalfen.
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Das Kuriose hierbei: Diese seit Jahren schon schwache Division gewann Carolina mit einer Bilanz von 8-9, diese Anzahl an Siegen und Niederlagen hatten am Ende auch Tampa Bay und Atlanta. Im direkten Dreiervergleich standen aber eben die Panthers um Quarterback Bryce Young am Ende oben.
Auf den Weg gebracht wurde der Falcons-Sieg dabei auf kuriose Weise, denn Patzer gehörten vom Start weg zur Tagesordnung. So leistete sich New Orleans' Tight End Juwan Johnson direkt beim ersten Play seiner Farben einen Fumble, während es beim folgenden Drive Atlantas eine Interception von Cousins gab - und nach einem geblockten Punt der Saints die Falcons kurz vor Ende des ersten Quarters daraus direkt Kapital schlugen: Cousins fand Receiver Drake London für einen 15-Yard-Touchdown.
Aus dem 7:0 machten die Hausherren im Mercedes-Benz Stadium nach einem vergebenen Field Goal der Gäste (der irische Kicker Charlie Smyth vergab aus 56 Yards) sogar ein 10:0, weil ihr Kicker Zane Gonzalez aus 40 Yards verwandelte. Dann aber - und das wenige Minuten vor der Halbzeitpause - kamen auch die Saints aufs Scoreboard. Einen langen Drive vergoldete dabei Quarterback Shough höchstselbst mit einem Run in die Endzone - 7:10 hieß es somit nach zwei Vierteln.

Weiter ging es neben ein paar Punts mit nur einem Field Goal der Saints und gleich drei der Falcons, die somit bis kurz vor Schluss auf einen Two-Score-Vorsprung (19:10) davonzogen - auch weil New Orleans' Quarterback Shough beim Versuch der Aufholjagd eine bittere Interception in die Arme von Cornerback Dee Alford warf.
Ganz gaben sich die Saints am Ende zwar nicht auf - es gelang nach einem starken finalen Drive über sieben Plays und 65 Yards ein 16-Yard-Touchdown-Pass von Shough (23/35, 293 Total Yards, zwei Total TDs, eine INT) auf den famos mit einer Hand fangenden Ronnie Bell -, doch der finale Onside-Kick-Versuch ging in die Hose.
Somit jubelten eben die Falcons um Routinier Cousins (18/32, 180 Yards, ein TD, eine INT) und den wenig auffälligen Robinson (43 Total Yards) zum Abschluss dieser Regular Season über einen Heimsieg, der eben auch die Carolina Panthers in Ekstase versetzte. Und die in den vergangenen vier Jahren jeweils als NFC-South-Sieger dastehenden Tampa Bay Buccaneers um den auf dem heimischen Sofa leidenden Spielmacher Mayfield aus dem Rennen warf.