05.10.2025
Stroud glänzt mit vier Touchdowns
Die Houston Texans haben in Baltimore ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Beim 44:10 gegen die Ravens dominierte das Team von DeMeco Ryans von der ersten Minute an - offensiv präzise, defensiv gnadenlos.

Nach mehreren starken Läufen und einem 24-Yard-Catch von Nico Collins führte C.J. Stroud die Texans mühelos in die Redzone. Wide Receiver Xavier Hutchinson vollendete den Eröffnungsdrive mit einem kurzen Pass aus fünf Yards zum Touchdown - 7:0 nach nicht einmal fünf gespielten Minuten.
Die Ravens antworteten mit einem ordentlichen Drive unter Backup-Quarterback Cooper Rush, der den verletzten Lamar Jackson ersetzte. Ein Big Play von DeAndre Hopkins brachte Baltimore bis an die 10-Yard-Linie, doch mehr als ein Field Goal von Tyler Loop sprang nicht heraus.
Auch im zweiten Viertel blieb Houston das klar bessere Team. Stroud fand die Rookies Woody Marks und Jaylin Noel für mehrere kurze Completions, ehe Kicker Ka'imi Fairbairn aus 50 Yards zum 10:3 traf. Danach übernahm die Defense: ein 16-Yard-Sack von Mario Edwards zwang die Ravens tief in die eigene Hälfte.
Die Texans-Offense machte direkt weiter Druck. Ein spektakulärer 30-Yard-Lauf von Stroud leitete den nächsten Touchdown ein, Nico Collins fing den Pass in der Endzone. Nur wenige Minuten später legte Houston nach: Wieder war es Stroud, der seinen Receiver Hutchinson für dessen zweiten Touchdown des Abends fand.
Kurz vor der Pause vergab Loop für Baltimore ein 55-Yard-Field Goal, der Halbzeitstand blieb 24:3.
Auch nach der Pause änderte sich das Bild nicht. Cooper Rush eröffnete Halbzeit zwei mit einer Interception, Texans-Safety Jalen Pitre reagierte blitzschnell und fing den Ball ab. Houston nutzte den Turnover sofort: Nick Chubb brach durch die Mitte und lief über 27 Yards in die Endzone. Fairbairn erhöhte später noch per 57-Yard-Field Goal auf 34:3.
Erst als das Spiel schon fast vorbei war, gelang den Ravens wieder etwas Zählbares: Eine 54-Yard-Bombe von Rush auf Zay Flowers ebnete den Weg, Derrick Henry verwandelte aus einem Yard seinen 110. Karriere-Touchdown. Doch die Texans konterten sofort: Stroud setzte erneut Collins und Christian Kirk in Szene, ehe Rookie Jaylin Noel mit einem 4-Yard-Touchdown das 41:10 markierte.
mgs
Die völlig überforderte Ravens-Offense produzierte weiter Fehler. Rush warf seine zweite Interception, wieder war Pitre zur Stelle. Der Defensive Back avancierte damit endgültig zum Mann des Spiels. Fairbairn verwandelte das folgende Field Goal zum 44:10-Endstand.
Kurz darauf folgte sogar noch Rushs dritter Fehlwurf, diesmal in die Arme von Cornerback Kamari Lassiter. Danach war der Arbeitstag für Stroud beendet, Davis Mills übernahm und verwaltete die Führung, während die Texans die Uhr herunterlaufen ließen.
Houston zeigte seine bislang reifste Saisonleistung. C.J. Stroud erzielte insgesamt 244 Yards und vier Touchdowns. Jalen Pitre war defensiv der Schlüsselspieler mit zwei Interceptions und vier Tackles. Beide wurden zu den klaren Matchwinnern einer Texans-Mannschaft, die nach zwei Siegen aus fünf Spielen ihren schwachen Saisonstart bereinigen wollen.
Für die Ravens hingegen war es ein weiterer Rückschlag, die Defense bleibt auch nach Week 5 die schwächste Unit der Liga. Drei Interceptions und kaum Offensivproduktion machen zudem deutlich: Baltimore steckt mitten in einer handfesten Krise.