12.10.2025
Rush nach zwei Turnover degradiert
Die Los Angeles Rams feiern in Baltimore ihren vierten Saisonsieg. Beim 17:3-Erfolg über die Ravens glänzt vor allem die Defensive.

Baltimore begann das Spiel mit einer klaren Marschrichtung: laufen, laufen, laufen. Gleich die ersten sieben Plays waren Runs - größtenteils über Derrick Henry, der früh Takt und Raumgewinn bestimmte. Auch zwei kurze Completions auf Zay Flowers und Mark Andrews brachten die Ravens bis in die Redzone, doch am Ende blieb nur ein Field Goal von Tyler Loop zum 3:0. Die Rams antworteten mit einem langen Drive über Tyler Higbee, doch Joshua Karty setzte das 26-Yard-Field-Goal an den Pfosten - ein Sinnbild für den zähen Start beider Offensiven.
In einem defensiv geprägten Spiel sorgte zunächst Rams-Safety Quentin Lake für das erste Highlight. Er fing einen schwachen Pass von Cooper Rush ab, doch gleich im Anschluss schlug Baltimores John Jenkins bei Matthew Stafford zu und erzwang seinerseits einen Fumble, die Ravens erhielten den Ball zurück. Dennoch fehlte beiden Teams der offensive Rhythmus. Erst kurz vor der Pause gelang den Rams, die zu diesem Zeitpunkt bereits Wide Receiver Puka Nacua verloren hatten, durch Karty ein 36-Yard-Field-Goal zum 3:3.
Nach der Halbzeit fand Los Angeles endlich den Zugriff. Quarterback Matthew Stafford nutzte seine erfahrenen Targets und setzte zunächst auf Kyren Williams, der einen 30-Yard-Pass fing und anschließend selbst aus drei Yards zum Touchdown lief.
Für die Ravens wurde es kurz darauf noch schlimmer: Flowers verlor den Ball, erneut war Quentin Lake zur Stelle und sicherte den Fumble. Stafford bedankte sich und bediente erst Jordan Whittington für 13 Yards und schließlich Tyler Higbee zum 8-Yard-Touchdown. Mit dem Extrapunkt von Karty stand es 17:3, es war die Vorentscheidung.
Nach einem weiteren Fumble von Cooper Rush war die Geduld der Ravens-Coaches am End: Tyler Huntley übernahm im vierten Viertel, doch auch er brachte keine Wende. Die Rams-Defense dominierte die Line of Scrimmage, sodass vier Sacks und nur 68 Offensiv-Yards für Huntley zu Buche standen - zu wenig, um noch einmal Spannung aufkommen zu lassen.
mgs
Die Rams gewinnen dank einer disziplinierten, aggressiven Defense und klettern auf 4-2. Quentin Lake, dem eine Interception und ein Fumble Recovery gelang, und Byron Young mit zwei Sacks waren die entscheidenden Faktoren in einer Partie, die von Fehlern und Verteidigungsarbeit geprägt war.
Für Baltimore bleibt die Erkenntnis: Derrick Henry war mit 24 Carries für 122 Yards der einzige Lichtblick in einer sonst harmlosen Offense. Nach dem 1-5-Start droht der Ravens-Saison früh die Bedeutungslosigkeit.