22.12.2024
Humphreys Pick-6 entscheidet
Die Baltimore Ravens haben in der Nacht zum Sonntag (MEZ) durch das 34:17 gegen den Divisionsrivalen aus Pittsburgh das Playoff-Ticket gebucht. Entscheidend waren die Quarterbacks - und ein hierbei auch ein fataler Pick-6.

Die Baltimore Ravens konnten sich beim 34:17 über den AFC-North-Rivalen Pittsburgh Steelers einmal mehr auf ihre Topstars verlassen: Quarterback Lamar Jackson brachte 15 seiner 23 Pässe für 207 Yards und drei Touchdowns an den Mann. Und Running Back Derrick Henry erlief gleich satte 162 Yards, verbuchte bei seinem starken Auftritt aber keinen Touchdown.
Dagegen erwischte Steelers-Spielmacher Russell Wilson trotz guter Momente einen letztendlich doch gebrauchten Tag. Der 36-Jährige leistete sich gleich zwei Ballverluste - einmal ein Fumble, als er nach einem eigentlich guten Lauf kurz vor der gegnerischen Endzone das Ei aus der Hand geschlagen bekam, und im letzten Quarter eine Interception. Diese trug der lauernde Cornerback Marlon Humphrey zum vorentscheidenden Pick-6 in die Endzone der Steelers.
Durch den Sieg buchten die Ravens nicht nur das Ticket für die Playoffs, sondern glichen innerhalb der Division auch mit den Steelers an der Spitze aus (beide jeweils zehn Siege bei fünf Niederlagen und Gleichstand in der Division). Die Frage nun: Wer wird am Ende oben stehen und zum Start der Endrunde ein Heimspiel haben?
Zurück zum Spiel, wo Jackson und Henry die Grundlage für den Sieg lieferten. Der gefeierte Humphrey und eine bärenstarke Defensive machten im vierten Quarter dann den Deckel drauf. "Es ist cool, einen Pick-6 zu erzielen", freute sich der 28-Jährige hinterher, "aber einen Platz in den Playoffs zu ergattern und die Steelers zu schlagen macht mich einfach nur glücklich".
Im Schlussabschnitt stellte die Defense Baltimores unter Beweis, weshalb sie seit Jahren zu den gefürchtetsten in der gesamten NFL zählt: Sie ließ keinen einzigen Punkt der von "Steel City" mehr zu, das bei seinen vier Possessions gerade einmal kümmerliche 34 Yards verbuchen konnte.
Durch den Sieg haben es die Ravens selbst in der Hand, sich Rang eins in der AFC North zu sichern: An Weihnachten muss Baltimore noch bei den ebenfalls bereits qualifizierten Houston Texans ran (25. Dezember - erstmals übertragen von Netflix), am letzten Spieltag der regulären Saison (5. Januar 2025) gastieren die schwächelnden Cleveland Browns im M&T Bank Stadium. Pittsburgh genießt noch zweimal Heimrecht: Am 25. Dezember (ebenfalls auf ) macht Titelverteidiger Kansas City seine Aufwartung im Acrisure Stadium, am 5. Januar kommen die Cincinnati Bengals.