09.08.2026
77 Punkte
Im drittletzten Spiel der AFLE-Saison siegte Rhein Fire im deutschen Duell gegen Berlin Thunder. Mit dem dominanten Erfolg steht Rhein Fire nun sicher in den Playoffs und hat beste Chancen im nächsten Spiel die Krone der Conference North/West festzumachen.

Das Spiel begann für Rhein Fire sofort mit einem Traumstart. Den Kickoff trug Nazir Streater bis kurz vor die gegnerische Endzone und brachte dem Team sofort eine hervorragende Feldposition. Die restlichen Yards zum Touchdown besorgte Running Back Jonathan Scott zur 0:7-Führung.
Berlin hatte Schwierigkeiten im ersten Drive und musste sich schnell wieder vom Ball trennen. Rhein Fire nutzte diese Schwäche sofort aus und arbeitete sich über das Feld, ehe Quarterback Kenji Bahar auf Wide Receiver Kaylon Geiger warf, der einen Gegenspieler stehen ließ und an der Sideline in die Endzone lief - 0:14.
Die Gäste behielten den Fuß auf dem Gaspedal und übten weiter Druck aus. Mit einem weiteren erfolgreichen Drive inklusive einem "Philly-Special"-Spielzug kam Rhein Fire bis in die Redzone der Berliner. Scott sorgte mit seinem zweiten Rushing Touchdown für die 0:21-Führung für den Erstplatzierten der Conference.
Auch im zweiten Quarter machte Rhein Fire einfach weiter und Berlin Thunder fand keine Möglichkeiten, die rollende Offense zu stoppen. Zum zweiten Mal fand Bahar seinen Receiver Geiger kurz vor der Endzone und der 28-Jährige konnte sich über die Linie winden - 0:28.
Doch aus dem Nichts konnten die Berliner ein absolutes Highlight setzen. Ein Screen Pass von Jakeb Sullivan konnte Wide Receiver Jon Cole fangen, ließ einen Gegenspieler aussteigen und lief allen anderen Verteidigern mit seiner unverwechselbaren Geschwindigkeit für einen langen Touchdown davon - 7:28.
Davon unbeeindruckt antworteten die Gäste sofort. Zum dritten Mal schaffte es Scott in die Endzone und brachte Rhein Fire den ursprünglichen Abstand von 28 Punkten - 7:35 zur Halbzeit.
Auch in der zweiten Halbzeit blieb die Fehleranfälligkeit von Berlin Thunder bestehen. Sullivan warf eine Interception, die von Linebacker Felix Födinger zurück getragen wurde. Eine Strafe gegen Berlin beim Tackle verbesserte die Feldposition von Rhein Fire noch zusätzlich.
Diese Ausgangslage ließ sich Rhein Fire nicht entgehen und Running Back T.J. Alexander fing einen Pass von Bahar und brachte ihn in die Endzone - 7:42. Doch im folgenden Drive konnte die Berliner Offense ein zweites Highlight setzen. Running Back Tomiwa Oyewo fing einen kurzen Pass von Sullivan, ließ einige Spieler stehen und schaffte es bis in die Endzone zum Touchdown - 14:42.
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Dann zeigte sich auch die Offense der Gäste einen der wenigen Fehler in der gesamten Saison. Bahar warf einen 50:50-Ball auf seinen Receiver. Cornerback Ja'voni Melidor hatte damit aber gerechnet, wartete auf den Ball, sprang höher als sein Gegenspieler und fing den Ball in der eigenen Endzone ab.
Aber auch die Defense von Rhein Fire konnte einen Ball abfangen. Safety Max Richter konnte einen getippten Ball abfangen und einige Yards zurücktragen. Den folgenden Drive vollendete Running Back Giacomo De Pauli mit einem kurzen Touchdown-Lauf - 14:49.
Obwohl das Spiel längst entschieden schien, ließen sich die Gastgeber nicht unterkriegen und Sullivan warf einen weiteren Touchdown, diesmal zu Wide Receiver Bais Kouanda. Die Two-Point-Conversion war ebenfalls erfolgreich - 22:49.
Die Berliner waren plötzlich auf den Geschmack gekommen. Bei einem eigentlich katastrophalen Play zeigte Cole erneut seine Klasse, lief etwa 10 Yards zurück, umrundete alle Gegenspieler und lief auf der anderen Seite des Feldes bis in die Endzone zum Touchdown. Die Two-Point-Conversion war allerdings nicht erfolgreich - 28:49.
Damit steht Rhein Fire sicher in den Playoffs und wird versuchen, bis ins Finale zu kommen, das im heimischen Stadion in Duisburg stattfinden wird.
Am Samstag (15.8.2026, 13 Uhr) spielt Berlin Thunder bei den Paris Lights. Einen Tag später spielt Rhein Fire bei den Firenze Red Lions.