27.06.2026
Machtdemonstration in Biel
Vier Touchdown-Pässe vor der Pause, fünf insgesamt: Angeführt von Quarterback Kenji Bahar hat Rhein Fire die Alpine Rams in der Schweiz deutlich mit 45:13 bezwungen.

Das Team von Head Coach Mark Ridgley erwischte in Biel einen Traumstart. Zwar geriet der erste tiefe Pass von Quarterback Kenji Bahar noch knapp zu lang für Joshua Scott, doch anschließend marschierten die Rheinländer mit einem ausgewogenen Mix aus Lauf- und Passspiel souverän übers Feld. Kurz vor der Endzone schlich sich Running Back Jonathan Scott unbemerkt aus dem Rücken der Defense frei und fing den Ball zum frühen 7:0.
Noch bitterer wurde es für die Gastgeber nur wenig später. Rams-Quarterback Seth Morgan wurde beim Pass auf Tight End Jared Scott von Justin Howell gelesen, der zur Interception abfing und Fire direkt in hervorragende Feldposition brachte. Die Gäste nutzten das eiskalt aus: Bahar fand Tim Sauerland über 26 Yards zum nächsten Touchdown - 14:0 nach nicht einmal acht Minuten.
Während die Fire-Offense so immer mehr ins Rollen kam, fand Biel offensiv überhaupt keinen Rhythmus. Nach einem schnellen Three-and-Out zeigten Bahar & Co. ihr ganzes Selbstvertrauen und spielten einen vierten Versuch an der Mittellinie erfolgreich aus.
Ein vermeintlicher Touchdown von Kaylon Geiger wurde zwar wegen einer Strafe zurückgenommen, doch die Gäste blieben klar tonangebend. Nach dem ersten Viertel sprach die Statistik Bände: Rund 140 Total Yards für Fire, gerade einmal 9 für die Rams.
Immerhin begrenzte die Schweizer Defense den Schaden im nächsten Drive noch auf ein Field Goal zum 0:17, doch danach brach der Damm endgültig. Bahar bediente zunächst Joshua Scott zum nächsten Touchdown, ehe Running Back Marvellous Imade den ersten Rushing-Touchdown des Tages zum 31:0 nachlegte. Bei 36 Grad in Biel hatten die mitgereisten Fire-Fans inzwischen allen Grund zur Freude.
Und auch die Defense wollte dem Offensivfeuerwerk in nichts nachstehen. Safety Nazir Streater meldete sich nach seinem Platzverweis aus der Vorwoche eindrucksvoll zurück und fing zunächst seine erste Interception des Tages. Kurz vor der Halbzeit zeigten die Rams zwar erstmals etwas offensives Leben und arbeiteten sich bis an die Redzone vor, doch erneut war Streater zur Stelle und fing einen tiefen Pass in der Endzone zum Touchback ab - bereits das vierte Turnover der Gastgeber in der ersten Halbzeit.

mhh
Und Fire hatte noch nicht genug. Mit etwas mehr als einer Minute auf der Uhr marschierten die Rheinländer ein letztes Mal über das Feld. Bahar fand erneut Sauerland über 38 Yards zu seinem vierten Touchdown-Pass des Tages und stellte auf den 38:0-Halbzeitstand. Der Quarterback kam bereits zur Pause auf beeindruckende 325 Passing Yards und vier Touchdown-Pässe - eine Machtdemonstration der Rheinländer in der Schweiz.
Die zweite Halbzeit begann mit einem seltenen Highlight der Schweizer. Chad Walrond sorgte mit einem starken 64-Yard-Kickoff-Return endlich für Leben auf den Rängen, wenig später vollendete Lionel Bangala den Drive zum ersten Touchdown der Rams.
Wirklich spannend wurde es aber natürlich nicht mehr. Fire schaltete nach der Pause zwar sichtbar ein paar Gänge herunter, blieb offensiv aber weiter effizient. Bahar warf mit seinem fünften Touchdown-Pass des Tages diesmal auf Leon Hoeltker zum zwischenzeitlichen 45:7. Kurz darauf durfte dann auch Kevin Kaya die Heimfans noch einmal jubeln lassen und fing den zweiten Touchdown der Rams zum 45:13-Endstand.
Unter dem Strich erledigte Rhein Fire die Pflichtaufgabe in der Schweiz souverän und feiert damit den vierten Saisonsieg. Nach dem kleinen Warnschuss gegen Berlin präsentierten sich die Rheinländer vor allem in der ersten Halbzeit in absoluter Topform und untermauerten einmal mehr ihre Ambitionen, bis zum Ende der Saison um den Titel mitzuspielen.