07.12.2025
MVP Allen nicht zu stoppen
Die noch auf einen Playoff-Platz hoffenden Cincinnati Bengals stellten sich in dieser Week 14 in Buffalo vor - und kamen mit dem reichlichen Schneechaos deutlich besser zurecht. Zunächst. Denn nach der Pause drehten die Bills und allen voran Josh Allen auf.

Der Winter ist in der NFL angekommen: Das Duell zwischen Bills und Bengals war das erste Schneespiel dieser Regular Season. Mit dem weißen Niederschlag auf dem Rasen kamen die Gäste zunächst am besten zurecht, obwohl sie vor dem Spiel eine der schlechtesten Run Offense gehabt hatten.
Doch gegen die Bills lief es gut, gepaart mit Joe-Burrow-Pässen über die mittlere Distanz erzielte Chase Brown den ersten Touchdown dieses verschneiten Sonntags von Week 14.
Die Bills kamen im Anschluss nicht zuletzt dank eines starken Catch-and-Runs von Dawson Knox bis kurz vor die gegnerische Endzone, allerdings mussten sie sich mit einem 26-Yard-Field-Goal von Matt Prater begnügen. Die Bengals packten hingegen noch einen drauf: Der erst vergangene Woche zu Thanksgiving zurückgekehrte Burrow, der in der ersten Hälfte bereits 13 seiner 18 Pässe für 130 Yards angebracht hatte, bediente Tee Higgins, der seine Füße stark noch ins Feld kam, um auf 14:3 zu erhöhen.
Dann konterte Josh Allen aber eindrucksvoll, der amtierende MVP lief aus der Pocket raus und warf im Fallen durch mehrere Gegenspieler hindurch in die Hände von Khalil Shakir zum ersten TD der Gastgeber. Die Bills gingen volles Risiko, was sich bezahlt machte, da Knox die Two Point Conversion zum 11:14-Anschluss fing.
Wenig später gab es eine kurze Schrecksekunde für die Bengals, als Higgins nach einem Catch auf dem Boden landete und sein Helm hart aufschlug. Der Wide Receiver, der erst von einer Gehirnerschütterung zurückgekommen war, konnte aber nach dem erfolgreichen Bestehen des Tests wieder aufs Feld zurückkehren. Sein Team marschierte dagegen weiter ohne große Gegenwehr über das Feld, der 1-Yard-Touchdown-Lauf von Brown wurde jedoch erst nach einer Challenge der Bengals anerkannt. Mit 21:11 gingen die Gäste schließlich in die Pause, auch weil Buffalo ein 4th&3 nicht in ein neues First Down verwandeln konnten.
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Doch zu Beginn der zweiten Hälfte meldeten sich die Hausherren zurück - und wie: Allen bediente Tight End Dalton Kincaid zum Touchdown.
Danach hatten die Hausherren sogar die Chance auf die Führung, doch die Bengals zeigten sich nochmals hellwach. Joseph Ossai verhinderte an der 1-Yard-Linie den sicher geglaubten TD von Bills-Running-Back James Cook. Cook bekam einige Plays später aus kurzer Distanz eine zweite Chance, aber D.J. Turner schlug den Ball aus seinen Händen. Oren Burks eroberte für die Bengals die Pille.
Cincy machte es auf der anderen Seite besser: Burrow fand Tight End Mike Gesicki für einen 12-Yard-Touchdown. Mit 8:48 Minuten verbleibender Spielzeit brauchte Buffalo beim Stand von 18:28 also eine gehörige Aufholjagd. Und diese passierte - natürlich orchestriert von Allen, auf den sich die Bills einmal mehr verlassen konnten. Allen gelang in dieser entscheidenden Phase zunächst ein eindrucksvoller 40-Yard-Lauf zum TD, sodass sein Team etwas mehr als eine Minute später wieder in Schlagdistanz war.

Es kam aber noch besser: Cornerback Christian Benford fing einen Lob-Pass von Burrow sehenswert ab und sorgte mit einem Pick Six für die 32:28-Führung für die Bills. Das Momentum kippte endgültig, als sich der Bengals-Quarterback im nächsten Offense-Play die nächste Interception erlaubte. Jordan Phillips blockt einen Pass von Burrow, A.J. Epenesa griff zu und eroberte den Ball - es waren die ersten zwei Interceptions in dieser Saison für Joe Burrow, der am Ende neben vier TD-Würfen auf 284 Yards bei einer Completion Percentage von 69,4 Prozent stand.
Die Bills nahmen auch dieses Geschenk dankbar entgegen, Allen fand mit Jackson Hawes erneut einen Tight End in der gegnerischen Endzone. Somit stellten die Gastgeber innerhalb von rund fünfeinhalb Spielminuten von 18:28 auf 39:28. Was für eine eindrucksvolle und wichtige Wende.
Doch Cincinnati wollte sich nicht einfach so geschlagen geben: Gesicki gelang ein One Handed Catch für 37 Yards - und Higgins, der sechs Pässe für 92 Yards und zwei TDs fing, erzielte wenig später den Touchdown. Die anschließende Two Point Conversion scheiterte jedoch, da Brown, der lediglich auf zwölf Carries für 23 Yards kam, den Ball verlor.
Bei noch etwas mehr als zwei Minuten auf der Uhr entschieden sich die Gäste gegen einen Onside Kick. Das Ende: Buffalo erzielte dank eines 17-Yard-Laufs von Allen, der letztlich auf 78 Rushing Yards sowie 251 Passing Yards plus vier Total Scores (dreimal Pass, einmal Lauf) kam, einen neuen First Down und beendete damit diese heiße Partie im Dauerschnee zugunsten der Hausherren, die somit nächste Woche einen Showdown um den AFC-East-Titel gegen die New England Patriots vor der Brust haben.