18.09.2026
Lions reicht St.-Brown-Touchdown nicht
Die Buffalo Bills haben die Premiere ihres neuen 2,1-Milliarden-Dollar-Stadions standesgemäß gefeiert. Beim 41:31-Sieg über die Detroit Lions war es einmal mehr Josh Allen, der mit drei Touchdown-Pässen und zwei Läufen in die Endzone das Spiel prägte. Die Lions-Offense um Jared Goff und Amon-Ra St. Brown hielt zwar lange mit, die eigene Defense öffnete Buffalo aber Tür und Tor.

Mit reichlich Vorschusslorbeeren ging Buffalo in die erste reguläre Partie im neuen Highmark Stadium, das seit dem vergangenen Monat offiziell eröffnet ist und direkt gegenüber der alten Spielstätte der Bills errichtet wurde. Bereits eine Woche zuvor hatte Allen beim 36:31-Auswärtssieg gegen die Houston Texans vier Touchdowns beigesteuert - gegen die Lions in Week 2 legte der Quarterback nach und markierte mit fünf Touchdowns bereits den vierten Fünf-Touchdown-Auftritt seiner Karriere.
Nach dem Feuerwerk vor dem Spiel sorgte Allen selbst für die nächste Show. Bereits auf den ersten vier Angriffsserien der Bills stand am Ende jeweils ein Touchdown. Den historisch ersten Touchdown der Regular Season im neuen Stadion erzielte Allen selbst mit einem 1-Yard-Lauf zum 7:0. Kurz darauf fand er einen komplett freistehenden Josh Palmer zum 43 Yard Touchdown, nachdem die Lions-Defense in der Coverage patzte.
Für Detroit begann der Abend dagegen fast wie eine Fortsetzung der vergangenen Woche, als bereits die Saints die Defense durchlöcherten. Auch gegen Bills-Offense fand die Lions-Defense zunächst kein Mittel, während die eigene Offense unter einer angeschlagenen Offensive Line litt, die Jahmyr Gibbs kaum Räume verschaffte und Goff unter Druck setzte. Zur Pause hatte Buffalo bereits 27 Punkte und 299 Yards Raumgewinn gesammelt.
Dennoch fand auch Detroit ins Spiel zurück. Tight End Dawson Knox erzielte zunächst noch für Buffalo die 21:0-Führung, ehe Goff mit einem 11-Yard-Touchdown-Pass auf Gibbs den ersten Lions-Touchdown des Abends markierte. Dalton Kincaid stellte mit einem weiteren 16-Yard-Fang zum 27:7 jedoch den alten Abstand postwendend wieder her, bevor Jake Bates mit einem 31 Yard Field Goal noch vor der Pause auf 27:10 verkürzte.
mgs
Nach der Pause steigerte sich Detroit deutlich. Amon-Ra St. Brown, der in der ersten Hälfte kaum eingebunden war, avancierte zum zentralen Faktor der Offense. Ein 2-Yard-Touchdown-Pass auf St. Brown verkürzte zunächst auf 17:27, ehe Allen mit einem weiteren Lauf-Touchdown, diesmal über zwei Yards, die Führung auf 34:17 ausbaute. Detroit blieb jedoch dran: Sam LaPorta verkürzte per ein Yard Touchdown Catch auf 24:34, während die eigene Defense zwischenzeitlich sogar für einen Stopp sorgte. In diesem Spiel ein seltenes Ereignis.
Statt den Anschluss zu nutzen, ging Detroit im entscheidenden Moment erneut leer aus und musste nach einem Three and out wieder abgeben. Buffalo nutzte die Findlichkeit der Lions-Defense konsequent aus: James Cook zog die folgende Angriffsserie clever über mehr als vier Minuten und vollendete selbst mit einem ein Yard Touchdown zum 41:24. Detroit antwortete zwar noch einmal mit einem 27-Yard-Touchdown-Pass auf St. Brown zum 31:41, mehr als kosmetische Bedeutung hatte der Punktgewinn zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr. Die anschließend gewonnene Onside Kick Recovery der Bills sowie eine Facemask-Strafe gegen die Lions besiegelten den Auftaktsieg im neuen Stadion endgültig.
Allen beendete die Partie mit 248 Passing-Yards bei 20 von 31 Versuchen, drei Touchdown-Pässen sowie 69 Rushing-Yards und zwei weiteren Touchdowns am Boden. Mit seinen zwei Lauf-Touchdowns zog er in der ewigen Bestenliste mit 83 Karriere-Rushing-Touchdowns zu Jim Taylor auf Rang 18 gleich - zudem feierte er bereits seinen 90. Karrieresieg in der Regular Season und zählt damit zu nur vier Quarterbacks, die diese Marke innerhalb ihrer ersten neun Saisons erreichten. James Cook kam auf 135 Rushing-Yards.
Auf Seiten der Lions war Goff mit 327 Passing-Yards bei 26 von 38 Versuchen und vier Touchdown-Pässen durchaus produktiv. St. Brown fing neun Bälle für 142 Yards und zwei Touchdowns, Gibbs kam trotz nur 52 Rushing-Yards zusätzlich zu 61 Receiving Yards und einem Touchdown-Catch. Damit erzielten St. Brown und Gibbs bereits im 22. gemeinsamen Spiel jeweils einen Touchdown - ligahistorisch reiht sich das Duo damit gleichauf auf Rang vier mit dem einstigen Cleveland-Duo Paul Warfield und Leroy Kelly ein.