05.01.2026
Williams nach Yards der beste Quarterback in Chicago
Um ein Haar erwiesen sich die Chicago Bears wie schon so oft in dieser Regular Season als späte Comeback-Künstler. Doch das letzte Wort sollten in dieser finalen Week-18-Auseinandersetzung die Gäste aus Detroit haben. Weil aber Schützenhilfe aus Washington kam, blieb das Team aus der "Windy City" auf NFC-Rang 2. Das sorgt für ein Wiedersehen.

Im NFL Draft 2024 hatten sich die Chicago Bears Caleb Williams mit dem First Overall Pick als neuen Franchise-Quarterback ins Haus geholt, in der vergangenen Offseason außerdem in Ben Johnson (2019 bis 2024 Offensive Coordinator bei den Detroit Lions) einen vielversprechenden neuen Head Coach installiert.
Diese Kombination - so viel lässt sich längst sagen - trug in dieser Regular Season erste Früchte. So erwiesen sich die Bears etwa als Comeback-Künstler, die gleich sechs Partien teils auf absurde Weise noch auf den Kopf stellten. Erst kurz vor Weihnachten etwa beim verrückten 22:16 in der Overtime über die Green Bay Packers.
Beim jetzigen finalen Heimspiel der Regular Season, dem direkten NFC-North-Duell mit den längst aus dem Playoff-Rennen ausgeschiedenen Lions (Johnsons Ex-Team), sah es nach langem wie klarem Rückstand nach dem siebten Comeback-Triumph aus.
Der Grund: Nach zunächst gefangenen drei Field Goals von Detroits Kicker Jake Bates (34, 30, 25 Yards) plus Touchdown-Pass von Jared Goff (27/42, 331 Yards, TD, Int.) auf Allzweckwaffe Jahmyr Gibbs (15 Yards) meldeten sich die offensiv lange blassen Mannen aus Chicago nach diesem 0:16-Rückstand eindrucksvoll zurück. Spielmacher Williams fand dabei für 25 Yards den Undrafted Rookie-Receiver Jahdae Walker für den Touchdown, ehe auch der 2025er Erstrunden-Pick Colston Loveland (Tight End) einen Score in der Endzone eintütete.
Weil zudem jeweils die Two-Point Conversion mit einem Lauf von Running Back Kyle Monangai und einem Catch nach Williams-Pass von Tight End Cole Kmet gelungen war, prangte auf der Anzeigentafel plötzlich kurz vor Schluss ein 16:16.
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Auf dem Weg dahin schrammte Quarterback Williams zwar mit seinen am Ende erreichten 212 Passing Yards am Ziel, der erste Bears-Anführer mit 4000 Passing Yards zu werden, vorbei. Mit am Ende 3942 (25 TDs, sechs Interceptions) avancierte der 24-Jährige dennoch zum in dieser Rubrik erfolgreichsten Quarterback in Chicagos bisheriger NFL-Geschichte (bis dato Erik Kramer mit 3838 Passing Yards). Das Team aus der "Windy City" bleibt aber zugleich auch das einzige Franchise der gesamten Liga mit noch keinem 4000er QB.
Sportlich fingen sich die Bären auch aufgrund des starken Lions-Receivers Amon-Ra St. Brown (elf Catches für 139 Yards) außerdem noch mit Ablauf der Uhr das Field Goal von Detroits Kicker Bates (42 Yards) zur 16:19-Niederlage. Dennoch blieb die Truppe von Head Coach Johnson am Ende mit der 11-6-Bilanz auf NFC-Rang 2 hinter den mit dem Number One Seed ausgestatteten Seattle Seahawks (13:3 bei den San Francisco 49ers) stehen. Eben weil parallel der amtierende Super-Bowl-Champion aus Philadelphia mit 17:24 gegen die Washington Commanders verlor und somit selbst mit 11-6 auf Playoff-Rang 3 verharrte.
Der Nebeneffekt dabei: Nach dem dramatischen 21:28 in Green Bay Anfang Dezember und dem bereits erwähnten Overtime-Krimi kurz vor Weihnachten (22:16) werden sich die Chicago Bears und die längst auf Endrundenplatz 7 geführten Packers abermals begegnen. Die seit 1921 laufende und zugleich älteste Rivalität der National Football League geht damit in ihre 213. Auflage (109-97-6 für "The Pack" bislang).