13.10.2024
NFL, Week 6: Jaguars haben nichts zu melden
Die Chicago Bears in voller Fahrt: Das Franchise aus der "Windy City" hat sich beim London-Gastspiel keine Blöße gegeben und das Duell mit den Jacksonville Jaguars klar gewonnen.

Die Suche nach einem Starting Quarterback, der nichts Geringeres als das Profil eines jahrelang erfolgreichen Anführers erfüllt, hat in Chicago eine gefühlte Ewigkeit gedauert. Kein Jay Cutler, kein Mitchell Trubisky, kein Justin Fields haben die hohe Erwartungshaltung bei diesem altehrwürdigen Franchise wirklich komplett erfüllen können.
Und klar: Auch Caleb Williams, der First Overall Pick des diesjährigen Drafts, wird sich erst noch auf Dauer beweisen müssen. Das klare 35:16 gegen die Jacksonville Jaguars an diesem frühen Sonntag war allerdings der nächste Wink - zumal der 22-Jährige schon vergangene Woche beim 36:10 gegen die Carolina Panthers seine beste Leistung dargeboten hatte mit über 300 Yards und zwei Touchdowns.
Nun beim Gastspiel im Londoner Tottenham Hotspur Stadium, wo die Bears als Gastgeber geführt wurden, verbuchte Williams zwar "nur" 226 Yards. Der Rookie brachte dabei allerdings stolze 23 von 29 Pässen an den Mann - darunter gleich vier (!) Touchdown-Würfe auf seine Mitspielern. Die eine Interception - seine bereits fünfte nach dem zunächst persönlich holprigen Start - war so absolut verkraftbar.
Das Beste an dem ganzen Auftritt, der auch 56 Rushing Yards von Williams, 91 Yards plus Score von Running Back D'Andre Swift sowie jeweils zwei Touchdown-Catches für Receiver Keenan Allen und Tight End Cole Kmet beinhaltete: Chicago verbesserte die eigene Bilanz in der heiß umkämpften NFC North - vor dieser Week 6 die einzige Division mit nur positiv stehenden Teams - auf 4-2.
Doch nicht nur das. Zugleich erreichten die Bears auch Geschichtsträchtiges. Denn zwei Partien in Folge mit mindestens 35 erreichten Offensivpunkten - das hatte es bei dieser stolzen Franchise schon seit 2013 nicht mehr gegeben. Ein weiteres Indiz für eine vielversprechende Ära, die mit Spielmacher Williams gerade erst ihren Anfang erlebt.
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Obendrein hielt die Defense der Bären den jeweiligen Gegner - dieses Mal die auf 1-5 abgerutschten Jaguars um Spielmacher Trevor Lawrence (234 Yards, zwei TDs, eine Int.) - bereits zum zwölften Mal in Folge bei unter 22 Punkten. Das ist und bleibt saisonübergreifend die längste Serie unter allen 32 Mannschaften aktuell. Das alles wurde von der Einheit von Head Coach Matt Eberflus (seit 2021 im Amt) gebührend gefeiert, mit einer - passend zu England - "tea party celebration".