14.10.2022
NFL, Week 6: Commanders stoppen Pleitenserie
Wenige Wochen, nachdem er bei einem Raubüberfall angeschossen worden ist, hat Brian Robinson die Washington Commanders zum 12:7-Sieg über die Chicago Bears geführt.

Es war wieder kein schönes Football-Spiel, doch im Gegensatz zur Vorwoche und dem "Gähner" zwischen den Denver Broncos und den Indianapolis Colts bot das Thursday Night Game in Woche 6 diesmal immerhin Dramatik und ein paar gute Geschichten.
Das Wichtigste vorweg: Die Washington Commanders bezwangen die Chicago Bears knapp mit 12:7 und stoppten eine Niederlagenserie nach vier erfolglosen Spielen. Ebenso wie die Bears steht das Team aus der Hauptstadt nun bei einer 2:4-Bilanz.
Mann des Abends war der Running Back Brian Robinson jr. Im August war der NFL-Rookie, der im College für Alabama geglänzt hat, bei einem Überfall angeschossen und zweimal ins Bein getroffen worden, kam daher gegen die Bears erst zu seinem zweiten Einsatz in der Profiliga. Und avancierte gleich zum Matchwinner. Mitte des vierten Viertels schaffte es Robinson (17 Versuche für 60 Yards) aus kurzer Distanz in die Endzone und stellte den späteren Endstand her. Dass seinem Team um Quarterback Carson Wentz (12/22, 99 Yards) anschließend die Two-Point-Conversion misslang, spielte am Ende keine große Rolle mehr. Hätte es aber können.
Denn die Bears waren dicht dran, das Spiel spät noch zu drehen. Ein Pass von QB Justin Fields (14/27 für 190, 1 TD, 1 INT - 88 Rushing Yards) in der Schlussminute landete zwar in den Armen von Darnell Mooney, doch der wurde von Benjamin St-Juste noch Zentimeter vor der Endzone ins Seitenaus bugsiert. Das war's dann für die Bears, die ihre dritte Niederlage in Serie kassierten. "Ich hasse das", sagte ein tief frustrierter Fields. "Immer wird uns gesagt, dass wir so dicht dran seien, so kurz davor stünden. Ich bin es leid, ich höre das schon zu lange."
Sein Gegenüber war hingegen erleichtert. "Das war so wichtig", gab Wentz zu Protokoll. "Wir hatten einige sehr harte Spiele." Nun ist wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen, wenngleich die Konkurrenz in der überraschend starken NFC East noch ein gutes Stück von den Commanders entfernt ist.
aho
Equanimeous St. Brown spielte bei den Bears diesmal eine eher untergeordnete Rolle. Der 26-jährige Wide Receiver wurde in der ersten Halbzeit meist als blockender Passempfänger eingesetzt und bekam den Ball nur bei einer Gelegenheit übergeben (ein Yard Raumgewinn). Die Offensivaktionen der Bears fanden in der zweiten Hälfte ohne ihn statt, weil er wegen Kopfschmerzen nicht weiterspielte.