17.10.2025
Thursday Night Football
Was für ein Thriller im Paycor Stadium: Die Cincinnati Bengals haben mit einem 33:31-Sieg gegen die Pittsburgh Steelers ihre vier Spiele andauernde Niederlagenserie beendet - und das dank ihres 40-jährigen Quarterbacks Joe Flacco.

Der Abend begann aus Bengals-Sicht alles andere als vielversprechend. Pittsburgh marschierte gleich im ersten Drive 69 Yards übers Feld, ehe Aaron Rodgers Tight End Jonnu Smith für einen 10-Yard-Touchdown fand. Nach einem weiteren langen Drive im zweiten Viertel erhöhte Chris Boswell mit einem 41-Yard-Field-Goal auf 10:0 - die Steelers kontrollierten zunächst das Spiel.
Dann übernahm Joe Flacco. Mitte des zweiten Viertels führte er die Bengals über 72 Yards in zehn Plays nach vorne und fand Ja’Marr Chase aus acht Yards zum 7:10-Anschluss. Nur zwei Minuten später schlug Flacco nach einem Ballgewinn durch Interception von Jordan Battle erneut zu: Nach einem Drive über 76 Yards bediente er Tee Higgins für einen 29-Yard-Touchdown - Cincinnati hatte die Partie gedreht. Kurz vor der Halbzeit setzte Evan McPherson nach einer weiteren Interception von Aaron Rodgers mit einem 49-Yard-Field-Goal noch einen drauf. Die Bengals gingen mit einer 17:10-Führung in die Pause - ein deutliches Signal nach einem Fehlstart.
Nach der Halbzeit blieb Flacco heiß. Cincinnati eröffnete die zweite Hälfte mit einem 14-Play-Drive über 63 Yards, den McPherson mit einem Field Goal zum 20:10 abschloss. Doch Pittsburgh antwortete: Rodgers fand Pat Freiermuth über 19 Yards in der Endzone - 20:17, das Spiel war wieder offen.
Flacco und die Bengals hielten dagegen. Gleich zu Beginn des vierten Viertels fand der Routinier Tight End Noah Fant aus fünf Yards für seinen dritten Touchdown des Abends. Cincinnati führte wieder mit 27:17, doch Rodgers ließ sich nicht abschütteln. Der 41-Jährige bediente Darnell Washington für einen kurzen 2-Yard-Touchdown und verkürzte auf 27:24.
Evan McPherson sorgte mit einem 45-Yard-Field-Goal sieben Minuten vor Schluss für etwas Luft. Dann jedoch der Schock: Auf einem 2nd-and-20 entkam Rodgers dem Druck, fand Freiermuth völlig frei und der Tight End lief über 68 Yards zum Touchdown. Pittsburgh führte plötzlich 31:30, nur noch 2:21 auf der Uhr.
Doch der alte Meister hatte noch eine Antwort. Flacco führte Cincinnati in acht Plays über 52 Yards das Feld hinunter - mit wichtigen Completions zu Ja’Marr Chase und einem tiefen Pass auf Higgins über 28 Yards an die 5-Yard-Linie. Statt den Touchdown zu suchen, rutschte Higgins clever zu Boden, um die Uhr weiterlaufen zu lassen.
mgs
Mit sieben Sekunden Restzeit verwandelte McPherson sein viertes Field Goal des Abends - aus 36 Yards durch die Mitte. 33:31 Bengals. Rodgers’ Hail Mary im letzten Play blieb erfolglos.
Flacco beendete das Spiel mit 31 von 47 Pässen, 342 Yards und drei Touchdowns - ohne Interception. Ja’Marr Chase stellte mit 16 Receptions für 161 Yards und einem Touchdown stellte er nicht nur einen Franchise-Rekord mit 23 Targets auf, sondern reihte sich in historische Gesellschaft ein: Nur Jerry Rice, Randy Moss und nun Chase schafften über 6.000 Yards und 50 Touchdowns in den ersten fünf NFL-Jahren.
Higgins steuerte 96 Yards bei, und Chase Brown lief für 108 Yards. Bei Pittsburgh kam Rodgers auf 244 Yards und vier Touchdowns, Freiermuth fing vier Pässe für 106 Yards, während Jaylen Warren 127 Rushing Yards erzielte.
Mit dem Sieg verbessern sich die Bengals auf 3-4 und holen den so wichtigen Divisionserfolg in der AFC North. Die Steelers rutschen mit der Niederlage auf 4-2. Nächste Woche empfängt Cincinnati die New York Jets und plötzlich ist das Playoff-Rennen wieder offen. Für die Steelers geht es in Week 8 gegen die Green Bay Packers.