13.09.2026
Keine Chance für die Bucs
Die Cincinnati Bengals haben einen von zahlreichen Ballverlusten geprägten Saisonauftakt gegen die Tampa Bay Buccaneers für sich entschieden. Tampa Bay kämpfte sich nach einem zwischenzeitlichen 3:21-Rückstand noch einmal zurück, musste aber vor allem für insgesamt vier verlorene Fumbles teuer bezahlen.

Eigentlich begann die Partie aus Sicht der Buccaneers vielversprechend. Tampa Bay eröffnete das Spiel mit einem kontrollierten Drive über elf Plays und 56 Yards. Chase McLaughlin vollendete den Angriff mit einem Field Goal aus 34 Yards zur 3:0-Führung.
Danach begann jedoch die Turnover-Serie. Mayfield verlor zum ersten Mal den Football - und Cincinnati benötigte nicht einmal seine Offense, um daraus Punkte zu machen. Linebacker Demetrius Knight Jr. schnappte sich den Ball und trug ihn über 27 Yards zum Touchdown zurück. Aus der frühen Führung wurde ein 3:7-Rückstand.
Doch damit waren die Probleme der Buccaneers mit der Ballsicherheit nicht beendet. Mayfield verlor im weiteren Verlauf erneut den Football, zudem erwischte es Irving. Drei verlorene Fumbles verhinderten, dass Tampa Bay offensiv einen Rhythmus entwickeln konnte, und verschafften Cincinnati immer wieder günstige Ausgangspositionen.
Cincinnati ließ sich die Möglichkeiten nicht nehmen. Nach dem defensiven Touchdown legte auch die Offense nach. Joe Burrow bekam den Ball in aussichtsreicher Feldposition und fand Mike Gesicki aus zwei Yards zum Touchdown. Noch im ersten Viertel hatten die Bengals das Spiel damit auf 14:3 gedreht.
Im zweiten Viertel zeigte Cincinnati anschließend, dass die Offense auch ohne kurze Felder funktionieren kann. Die Bengals legten einen langen Drive über zwölf Plays und 80 Yards hin und nahmen dabei mehr als sechs Minuten von der Uhr.
Chase Brown vollendete die Serie mit einem Fünf-Yard-Lauf in die Endzone. Nach den zahlreichen Fehlern der Buccaneers hatte Cincinnati die Führung damit auf 21:3 ausgebaut.
Tampa Bay ließ sich trotz des deutlichen Rückstands nicht abschütteln. Die Buccaneers antworteten mit ihrem bis dahin besten Touchdown-Drive und marschierten in sechs Plays über 75 Yards.
Ausgerechnet Irving, der zuvor selbst einen Fumble verloren hatte, setzte den Schlusspunkt. Der Running Back fand aus zehn Yards die Endzone und verkürzte auf 10:21.
nkr
Cincinnati blieb vor der Pause allerdings noch genügend Zeit für eine Antwort. Burrow übernahm 1:49 Minuten vor Ende des zweiten Viertels erneut und führte seine Offense in zehn Plays über 70 Yards über das Feld. Bis in die Endzone schafften es die Bengals nicht mehr, doch Evan McPherson verwandelte sechs Sekunden vor Ablauf der Uhr aus 20 Yards. Mit dem Field Goal erhöhte Cincinnati auf 24:10 - ehe beide Mannschaften in die Kabinen gingen.
Nach der Pause bekamen zunächst die Bengals den Ball und nahmen beinahe fünf Minuten von der Uhr. Bis in die Red Zone schaffte es Cincinnati zwar nicht, dafür stellte Evan McPherson seine Reichweite unter Beweis. Aus 55 Yards traf der Kicker zum 27:10 und stellte den alten Abstand wieder her.
Tampa Bay antwortete mit einem langen Drive, kam offensiv aber ebenfalls nicht bis in die Endzone. Nach zehn Plays und mehr als sechs Minuten blieb den Buccaneers ein Field Goal aus 51 Yards durch Chase McLaughlin zum 13:27.
Die Probleme mit der Ballsicherheit blieben derweil bestehen. Mayfield verlor im weiteren Verlauf erneut einen Fumble. Damit leistete sich der Quarterback bereits seinen dritten verlorenen Fumble der Partie, nachdem Tampa Bay in der ersten Hälfte schon durch zwei Ballverluste von Mayfield und einen von Irving immer wieder ausgebremst worden war.
Während die eigene Offense weiter nach Konstanz suchte, sorgte die Defense für den nächsten großen Impuls. Josiah Trotter fing einen Pass von Burrow ab und trug die Interception über 38 Yards direkt in die Endzone.
McLaughlin verwandelte den Extrapunkt und plötzlich stand es nur noch 27:20. Trotz vier verlorener Fumbles hatten sich die Buccaneers bis auf einen Touchdown herangearbeitet - ausgerechnet die Defense brachte Tampa Bay wieder mitten ins Spiel.
Cincinnati reagierte jedoch noch vor dem Ende des dritten Viertels. Wieder reichte es nicht für einen Touchdown, doch erneut konnte sich das Team auf McPherson verlassen. Der Kicker traf diesmal aus 58 Yards und erhöhte 56 Sekunden nach Beginn des Schlussviertels auf 30:20.
Für Tampa Bay wurde die Aufgabe anschließend zunehmend schwieriger. Cincinnati bekam Mitte des vierten Viertels erneut den Ball und setzte zu einem Drive an, der weniger durch explosive Plays als durch seinen Effekt auf die Uhr wertvoll wurde.
Acht Plays brachten lediglich 31 Yards, kosteten die Buccaneers aber mehr als fünf Minuten Spielzeit. McPherson vollendete den Angriff mit seinem vierten Field Goal des Abends, diesmal aus 32 Yards.
Mayfield und die Buccaneers waren aber noch nicht geschlagen. Mit nur noch 5:19 Minuten auf der Uhr brauchte Tampa Bay eine schnelle Antwort - und bekam sie.
In sieben Plays überbrückten die Buccaneers 51 Yards und benötigten dafür lediglich zwei Minuten. Dieses Mal übernahm Mayfield selbst den Abschluss. Der Quarterback lief aus neun Yards in die Endzone und verkürzte mit seinem Touchdown auf 27:33.
Plötzlich war Tampa Bay trotz des zwischenzeitlichen 18-Punkte-Rückstands und der vier verlorenen Fumbles wieder bis auf sechs Punkte herangekommen. 3:19 Minuten blieben den Buccaneers noch für die Hoffnung auf ein komplettes Comeback.
Cincinnati ließ die Partie anschließend jedoch nicht mehr aus der Hand gleiten. Die Bengals kontrollierten nach dem späten Touchdown der Buccaneers den Ball und nahmen Tampa Bay damit die Möglichkeit zu einem weiteren Comeback-Drive.
So blieb Mayfields später Touchdown lediglich der letzte Versuch einer Aufholjagd, die nach den zahlreichen Fehlern zuvor nicht mehr vollendet werden konnte.
Am Ende waren vor allem die Ballverluste eine zu große Belastung für Tampa Bay. Vier verlorene Fumbles - drei davon von Mayfield - begleiteten die Buccaneers durch die gesamte Partie. Cincinnati musste offensiv nicht durchgehend glänzen, nutzte die Fehler des Gegners aber früh aus und konnte sich später auf einen starken McPherson verlassen, der vier Field Goals verwandelte.
Die Buccaneers machten aus einem zwischenzeitlich deutlich erscheinenden Rückstand noch einmal ein enges Spiel. Doch nachdem sie sich selbst immer wieder Steine in den Weg gelegt hatten, brachten die Bengals ihren Vorsprung in der Schlussphase über die Zeit.
Ein Blick auf die Statistiken unterstreicht, wie Cincinnati die Partie trotz einiger eigener Fehler kontrollierte. Joe Burrow brachte 25 von 35 Pässen für 254 Yards an, warf einen Touchdown auf Mike Gesicki, leistete sich allerdings auch eine Interception. Gesicki war mit fünf Receptions für 78 Yards und einem Touchdown der produktivste Passempfänger der Bengals, gefolgt von Tee Higgins mit 59 Yards. Ja'Marr Chase blieb mit zwei Catches für zwölf Yards dagegen weitgehend aus dem Spiel. Am Boden sammelte Cincinnati insgesamt 106 Yards, Chase Brown führte das Backfield mit 56 Yards und einem Touchdown an.
Baker Mayfield brachte auf der Gegenseite starke 23 seiner 28 Pässe für 216 Yards an, blieb dabei ohne Passing-Touchdown und ohne Interception. Dazu erlief er 30 Yards und Tampas späten Touchdown. Seine drei Fumbles waren jedoch ein entscheidender Faktor in der Partie. Bucky Irving steuerte 45 Rushing- und 48 Receiving-Yards bei und erzielte ebenfalls einen Touchdown. Emeka Egbuka führte die Buccaneers mit fünf Receptions für 63 Yards an. Insgesamt blieb Tampa Bays Offense trotz 305 Yards aus Pass- und Laufspiel vor allem aufgrund der Ballverluste hinter Cincinnati zurück.
