05.10.2025
Addison fängt Touchdown zum Sieg
Die Minnesota Vikings gewinnen das London Game im Tottenham Hotspur Stadium mit 21:17 gegen die Cleveland Browns. Rookie-Quarterback Dillon Gabriel zeigte bei seinem ersten NFL-Start eine ordentliche Leistung, blieb ohne Turnover und warf zwei Touchdowns, doch am Ende sorgte Jordan Addison mit einem späten Touchdown für den dritten Saisonsieg der Vikings.

Die Browns begannen das Spiel aggressiv und setzten gleich ein Statement mit ihrer Defense. Nach zwei Läufen von Vikings-Back Jordan Mason schlug Defensive Lineman Alex Wright den Ball frei, und Safety Grant Delpit sicherte den Fumble - der erste Turnover der Partie. Cleveland nutzte die Chance eiskalt: Rookie Running Back Quinshon Judkins brachte sein Team mit Läufen über 32 und neun Yards tief in die gegnerische Hälfte.
Bei 4th&1 zeigte Head Coach Kevin Stefanski Vertrauen in seine Rookies, und sie zahlten es ihm zurück. Zuerst Judkins mit einem Lauf zum neuen First Down und danach erzielte Tight End Harold Fannin Jr. nach einem kurzen Pass von Gabriel seinen ersten NFL-Touchdown. Das war der perfekte Auftakt für die Browns, die 7:0 in Führung gingen.
Minnesota antwortete souverän, Carson Wentz fand Justin Jefferson und T.J. Hockenson mit sicheren Würfen und brachte seine Offense erstmals ins Rollen. Dann folgte das Highlight des Viertels: Ein Trickspielzug, bei dem Running Back Cam Akers, der selbst früher Highschool-Quarterback war, den Ball erhielt und Tight End Josh Oliver mit einem präzisen 32-Yard-Pass in der Endzone fand. Ein mutiger Call, der den Ausgleich zum 7:7 brachte.
Beide Teams lieferten sich danach ein physisches Duell, in dem die Defenses dominierten. Kurz vor der Pause arbeitete sich Cleveland jedoch nochmals nach vorn: Ein 17-Yard-Pass auf Jerome Ford, ein 16-Yard-Catch von David Njoku und Kicker Andre Szmyt sorgten neun Sekunden vor der Halbzeit für das 10:7. Bitter für Minnesota: Carson Wentz verletzte sich an der Schulter und musste in die Kabine, Backup Max Brosmer kniete die Halbzeit ab.
Die zweite Halbzeit begann mit einer Schrecksekunde: Wentz stand zwar wieder auf dem Feld, wirkte aber bei seinen ersten Pässen unsicher und sichtlich angeschlagen. Eine Pass-Interference-Strafe gegen die Browns brachte Minnesota dennoch in Fahrt. Danach lief es wieder rund: Back-to-back Completions auf Jefferson und Addison sowie ein kraftvoller 14-Yard-Run von Jordan Mason brachten die Vikings tief in die Redzone.
Mason machte seinen Fumble aus der ersten Halbzeit wieder gut und erzielte per 3-Yard-Lauf den Touchdown zur 14:10-Führung. Routinier Wentz zeigte trotz Schmerzen große Entschlossenheit und fand in seinen Rhythmus zurück.
mgs
Sein Gegenüber ließ sich davon nicht beeindrucken. Gabriel führte sein Team mit ruhiger Hand über das Feld, verteilte die Bälle an Judkins, Njoku und Jerry Jeudy und hielt Drives auch bei 4th Downs am Leben. Nach mehreren starken Plays in der Redzone fand Gabriel erneut seinen Tight End - diesmal David Njoku - mit einem 9-Yard-Pass in der Endzone.
Sein zweiter Touchdown brachte die Browns mit 17:14 in Führung. Cleveland schien kurz davor, den ersten Start-Sieg eines Quarterbacks seit 1999 zu holen.
Beide Defenses lieferten sich in der Schlussphase ein intensives Duell. Maliek Collins setzte ein Ausrufezeichen mit einem wichtigen Sack gegen Wentz. Will Reichard verschoss wenig später ein Field Goal aus 51 Yards, sodass die Browns vorn blieben.
Doch als Clevelands Offense beim Versuch, die Uhr herunterzuspielen, an der Vikings-Defense scheiterte, bekam Minnesota noch eine letzte Chance. Mit rund drei Minuten auf der Uhr spielte Wentz einen überlegten, präzisen Drive: Mehrere Catches von Hockenson, Jefferson und Addison führten die Vikings bis an die 12-Yard-Linie der Browns. Dann fand Wentz den letztgenannten Receiver aus kurzer Distanz - Touchdown. Der Extra Point saß, Minnesota führte 21:17 bei noch 25 Sekunden Spielzeit.
Die Browns setzten alles auf eine Karte. Gabriel komplettierte zunächst einen 22-Yard-Pass auf Isaiah Bond, dann einen weiteren 22-Yard-Pass zu Jamari Thrash, doch beide Spieler wurden im Feld gestoppt. Die Uhr lief herunter - keine Zeit mehr für die Hail Mary. Minnesota gewann das London Game mit 21:17.
Carson Wentz beendete die Partie mit 236 Yards und einem Touchdown, Justin Jefferson steuerte 123 Yards bei und war erneut der verlässlichste Faktor der Vikings-Offense. Jordan Addison fing fünf Bälle für 51 Yards und den spielentscheidenden Touchdown.
Aufseiten der Browns überzeugte Rookie Dillon Gabriel mit 168 Yards, zwei Touchdowns und einer fehlerlosen Leistung. Quinshon Judkins glänzte zudem mit 128 Scrimmage Yards. Am Ende fehlte Cleveland nur ein Drive, um Geschichte zu schreiben. Die Browns fallen auf 1-4 zurück, während Minnesota nun bei 3-2 steht.