04.11.2025
Monday Night in Arlington
Die Dallas Cowboys erleben beim Monday Night Game gegen Arizona einen bitteren Abend. Die Cardinals kontrollieren über weite Strecken das Geschehen, spielen effizient, körperlich und geduldig - und setzen sich letztlich verdient mit 27:17 durch. Dallas leistet sich zu viele Fehler, während Jacoby Brissett in Abwesenheit von Kyler Murray seine Offense abgeklärt übers Feld führt.

Die Cowboys erhielten den ersten Ballbesitz und kamen zunächst gut ins Spiel. Running Back Javonte Williams erzielte früh mehrere starke Raumgewinne, George Pickens und CeeDee Lamb wurden eingebunden. Doch kurz vor der Endzone stoppte Cardinals-Rookie Walter Nolen Williams beim ersten NFL-Snap seiner Karriere eindrucksvoll. Dallas scheiterte anschließend sowohl bei drittem als auch bei viertem Versuch - Turnover on Downs.
Die Cardinals arbeiteten sich daraufhin in einem langen 15-Play-Drive bis in Field-Goal-Range und gingen durch Chad Ryland aus 48 Yards mit 3:0 in Führung. Dallas verlor danach offensiv den Rhythmus: Eine Strafe gegen Tyler Booker und ein abgefälschter Wurf von Dak Prescott führten zum Punt.
Im zweiten Viertel wurde es bitter für Dallas: Brissett fand Marvin Harrison Jr. am Ende eines zielstrebigen Drives aus vier Yards zum 10:0. Dallas konnte im folgenden Drive zwar einige wichtige Plays verzeichnen, doch eine Holding-Strafe gegen Jake Ferguson zerstörte den Rhythmus abermals - und wenig später verlor Ferguson bei 3rd & Long den Ball. Fumble - Cardinals-Ball.
Arizona marschierte erneut, doch die Cowboys-Defense rettete - und es folgte der unerwartete Momentum-Switch: Punt Block! Marshawn Kneeland nahm den freien Ball in der Endzone auf und plötzlich hieß es nur noch 7:10.
Doch die Cowboys konnten das Momentum nicht halten. Kurz vor der Pause lief Brissett per QB-Sneak zum 17:7 ein. Ein frustrierender Abschluss eines schwachen Cowboys-Auftritts, dafür aber ein verdienter Schlusspunkt einer tollen Cardinals-Hälfte.
Die zweite Hälfte begann katastrophal aus Cowboys-Sicht: Nur drei Spielzüge brauchten die Cardinals, bevor Trey McBride nach 12-Yard-Pass von Brissett zum 24:7 erhöhte. Dallas antwortete zwar mit einem kurzen Drive, der zu einem 26-Yard-Field-Goal von Brandon Aubrey führte, doch Arizona legte durch Ryland postwendend ein weiteres Field Goal aus 34 Yards nach - 27:10.
Dallas aber kämpfte weiter, ein 33-Yard-Pass auf Lamb brachte wieder Hoffnung. Doch der vierte Versuch zu Beginn des Schlussviertels verpuffte - Turnover on Downs.
mhh
Die Cowboys verkürzten durch einen schnellen Drive und einen kurzen Prescott-Pass zu Ryan Flournoy noch einmal auf 17:27. Und die Defense hielt anschließend sogar zweimal stand, doch die Offense von Dallas konnte das Comeback nicht vollenden.
Ein Fumble von Javonte Williams stoppte einen Drive, der letzte brachte die Entscheidung: Prescott warf einen Verzweiflungspass tief in Arizonas Hälfte - abgefangen von Denzel Burke - 80 Sekunden vor Schluss. Danach konnten die Cardinals die Zeit herunterlaufen lassen.

Brissett, der den weiterhin verletzten Kyler Murray ersetzte, lieferte eine abgeklärte Vorstellung: Er brachte 21 von 31 Pässen an, erzielte 261 Passing Yards, warf zwei Touchdown-Pässe und legte zusätzlich einen Rushing-Touchdown nach. Gleichzeitig blieb er ohne Interception - genau die Art von fehlerfreiem, kontrolliertem Football, der den Cardinals an diesem Abend Stabilität gab.
Prescott dagegen kam auf 23 von 39 kompletten Pässen für 250 Yards, warf einen Touchdown und leistete sich kurz vor Schluss eine verzeihbare Interception. Über weite Strecken fehlte der Offense der Cowboys die Durchschlagskraft, Timing und Konstanz.