30.09.2025
Cincinnati im freien Fall
Die Denver Broncos haben zum Abschluss von Week 4 ein Ausrufezeichen gesetzt: Beim 28:3 gegen die Cincinnati Bengals feierten sie nicht nur ihren zweiten Saisonsieg, sondern auch die überzeugendste Vorstellung seit langem.

Cincinnati begann noch ordentlich: Jake Browning führte sein Team bis in die Red Zone, Evan McPherson traf zum 3:0. Danach kam jedoch fast nichts mehr.
Denver antwortete mit einem 64-Yard-Drive, den Bo Nix per Scramble zum Touchdown abschloss. Kurz darauf erhöhte Marvin Mims mit einem 16-Yard-Jet-Sweep auf 14:3. Vor der Pause fand Nix seinen Top-Receiver Courtland Sutton mit einem präzisen 20-Yard-Pass in der Endzone - 21:3 zur Halbzeit.
Die zweite Hälfte war ein Festival der Punts: Über 20 Minuten Spielzeit kam kein Team mehr über die Mittellinie, Cincinnati beendete sieben Drives in Serie mit einem Punt.
Erst spät setzte Denver wieder ein Highlight: Rookie RJ Harvey fing einen kurzen Pass von Nix, lief unbedrängt in die Endzone und sorgte für den 28:3-Endstand.
Cincinnati wirkte überfordert: Browning brachte nur 125 Yards zustande, Chase und Higgins kombinierten auf gerade einmal 55 Yards.
Insgesamt elf Penalties für 65 Yards und die ideenlose Offensive offenbarten die ganze Abhängigkeit der Bengals vom verletzten Joe Burrow. Seit dessen Ausfall sind sie in zwei Spielen auf ganze 13 Punkte gekommen.
Denver dagegen zeigte die gewünschte Balance: 326 Passing Yards durch Nix, dazu 186 Rushing Yards. Dobbins lief für 101 Yards - der erste 100-Yard-Läufer der Broncos seit 38 Spielen - und wurde im Schlussviertel zum "Closer". Nik Bonitto setzte mit 1,5 Sacks seine Jagd auf den Franchise-Rekord fort.
Die Broncos gewannen ihr siebtes Heimspiel in Serie und stehen nun bei 2-2. Die Offense wirkte erstmals unter Sean Payton rund, auch wenn Nix bei tiefen Würfen Schwächen zeigte. Für Cincinnati bleibt dagegen die ernüchternde Erkenntnis: Ohne Burrow fehlt es an Identität, Durchschlagskraft und Disziplin - die zweite klare Pleite in Serie.
mgs