15.12.2025
Green Bay personell arg gebeutelt
Das Topspiel zwischen den seit Wochen siegreichen Denver Broncos und den aufbegehrenden Green Bay Packers in dieser Week 15 hatte vieles zu bieten - allen voran eine komfortable Führung der Gäste, viel Verletzungspech und kein gelungenes Comeback.

Nach zwei verwandelten Field Goals von Ex-Broncos-Kicker Brandon McManus und einer zunächst komplett stabilen Packers-Defense hatte Green Bay beim Auftritt in der Mile High City Denver zunächst einmal einen sehr stabilen Start verzeichnet.
Auch Quarterback Jordan Love, der bis zur Pause 17 Completions für 215 Passing Yards an den Mann bringen sollte (jeweils Karrierebestwerte), lieferte ab und fand im zweiten Quarter mit einem feinen Wurf rechts in die Endzone auch noch den durchgebrochenen sowie stark fangenden Running Back Josh Jacobs.
Weil zwischenzeitlich aber auch die heimischen Broncos mit zwei TDs von Spielmacher Bo Nix aufs Scoreboard fanden, lautete die Pausenführung für "The Pack" lediglich 16:14 - weil Kicker McManus kurz vor Ablauf der Uhr im zweiten Viertel noch sicher aus 35 Yards verwandelt hatte. Und als kurz nach Wiederbeginn Packers-Läufer Jacobs auch noch bockstark für 40 (!) Yards bis in die Endzone stürmte, lag Green Bay auf einmal mit einem 23:14 voll auf der Siegerstraße. Die famose Serie der Broncos, die zuletzt zehnmal in Folge gewonnen hatten, drohte zu reißen.
Dann aber ging das Leid Green Bays los. Denn neben dem zuverlässigen Offensive Lineman Zach Tom verletzte sich der zuletzt seit Wochen wieder zurückgekehrte und so wichtige Wide Receiver Christian Watson bei einem versuchten Catch schwerer an der linken Schulter beziehungsweise im Brustbereich. Recht zügig nach diesem Play, bei dem Denvers Star-Cornerback Pat Surtain II auch noch eine überragende Interception eingetütet hatte, verkündeten die Packers auch direkt das Aus für dieses Spiel.
Doch damit nicht genug: Wenig später verdrehte sich der vor dieser Regular Season von den Dallas Cowboys geholte Pass Rusher Micah Parsons ohne Gegnereinwirkung das linke Knie. Nach langem Liegen auf dem Feld - zahlreiche Mit- und Gegenspieler sprachen dem so wichtigen 26-jährigen Unterschiedsspieler direkt gute Besserung aus - schlich Parsons von Betreuern gestützt vom Feld. Obwohl die Diagnose noch offen ist, hat das nicht gut ausgesehen - ein Kreuzbandriss steht im Raum.
Für die Gäste aus Wisconsin offensichtlich zu viel. Sie konnten sich hernach nicht mehr von diesen Rückschlägen erholen - und ließen sich noch weitere zwei Touchdown-Würfe vom überragenden Quarterback Bo Nix einschenken. Der 25-Jährige sollte am Ende des Tages vor heimischer Kulisse auf 302 Yards und eben vier TDs kommen - alles ohne Interception oder Fumble.
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So hatten die Broncos aus dem 14:23 ein 27:23 gemacht, ehe nach einem weiteren Field Goal von Packers-Kicker McManus aus 37 Yards zum 26:27-Anschluss Running Back RJ Harvey nach einem sauberen Drive über neun Plays und 65 Yards aus kurzer Distanz mit einem Lauf in die Endzone das finale 34:26 herstellte. Zwar kam Green Bay kurz vor Ende noch mehrmals ans Ei, konnte aber unter anderem aufgrund eines weiteren Picks von Spielmacher Love (über 300 Total Yards, ein TD, zwei Interceptions) selbst keinen soliden Drive gegen die starke Denver Defense mehr konstruieren.
Und so stürzten die Käsestädter auch aufgrund des vorangegangenen Erfolgs der Chicago Bears (31:3 gegen die Cleveland Browns) von Platz 1 in der NFC North auf Rang 7 innerhalb der gesamten NFC ab. Denver indes feierte somit den bereits elften Sieg in Folge - und sicherte sich zugleich drei Wochen vor Ende der Regular Season das absolut verdiente Playoff-Ticket.
Dieses hatten innerhalb der AFC West zuvor die seit Jahren so dominanten Kansas City Chiefs durch ihr 13:16 gegen die Los Angeles Chargers verspielt - das erste Aus seit 2014 und das erste Aus überhaupt in der Ära Patrick Mahomes.