17.11.2025
NFL, Week 11: McMillian und Franklin mit Big Plays
Neigt sich die große Chiefs-Ära dem Ende entgegen? Denn Kansas City verliert das Topspiel bei AFC-West-Rivale Denver 19:22 und rückt damit vier Spiele ins Hintertreffen.

Im Vorfeld dieses AFC-West-Krachers gegen den jahrelangen Dominator Kansas City hatte Denver über Verletzungssorgen zu klagen - neben Weltklasse-Cornerback Pat Surtain (Brustmuskulatur) hatte sich etwa auch Running Back J. K. Dobbins (Fuß) abgemeldet. Keine guten Nachrichten also vor dem Duell mit den Chiefs, die zuletzt neunmal (!) in Folge die Division gewonnen hatten.
Angetrieben von der Chance, diese jahrelange Erfolgsserie der Chiefs zu beenden und selbst seit der Super-Bowl-Saison 2015/16 mit Quarterback-Legende Peyton Manning wieder Erfolge zu feiern, biss sich Denver aber vom Start weg in dieses Duell.
Ein Duell, das für die neutralen Beobachter zunächst wenig Schmackhaftes zu bieten hatte. Viel Defense-Football, wenig Passspiel, kein Touchdown in den ersten beiden Vierteln - so die Schnellzusammenfassung über die ersten 30 Minuten, nach denen es durch insgesamt vier verwandelte Field Goals 6:6 stand.
Erst nach der Pause sollte mehr Spektakel Einzug finden - angefangen durch ein Big Play von Ja'Quan McMillian. Der 25-jährige Cornerback der Broncos, der es 2022 als Undrafted Agent in die NFL geschafft hatte, fing einen Pass von Chiefs-Quarterback Patrick Mahomes auf Running Back Elijah Mitchell ab - Interception.
Im weiteren Verlauf erreichte McMillian außerdem noch zwei wichtige Sacks gegen den dreimaligen Super-Bowl-Champion und avancierte so zum entscheidenden Faktor des 22:19-Erfolgs der Hausherren im Empower Field at Mile High.
Bis es allerdings dazu kam, hatte das nach der Interception durch einen kurzen TD-Lauf von Jaleel McLaughlin mit 13:6 führende Denver auch einiges an Widerstand auszuhalten - unter anderem den starken Chiefs-Drive kurz vor Ende des dritten Quarters samt 13:13-Ausgleich durch Kareem Hunt. Und als Oldie-Tight-End Travis Kelce rund zehn Minuten vor Spielende nach Wurf von Mahomes einen bärenstarken 21-Yard-Score (sein 84. Karriere-TD und damit neuer Franchise-Rekord) eintütete, führte Kansas City sogar mit 19:16.
Aus der Ruhe bringen ließen sich die Broncos deswegen aber nicht, sie vertrauten weiterhin auf ihre Defense, ein solides Quarterback-Spiel von Bo Nix und Kicker Will Lutz. Und das sollte sich gemeinsam mit McMillians zweitem Sack des Tages gegen Mahomes absolut auszahlen.

Da brauchte es aus Sicht der nun bei 9-2 stehenden Broncos, die durch diesen Coup vier Siege vor dem Dauer-AFC-West-Sieger K.C. (5-5) stehen, auch gar nicht mehr Touchdowns als die Chiefs (1:2 in dieser Statistik). Vielmehr verwandelte Kicker Lutz nach gutem Drive zunächst zum 19:19 aus 54 Yards, ehe Spielmacher Nix seine Farben auch mit einem starken 32-Yard-Pass auf den ebenso toll fangenden Troy Franklin nahe an die gegnerische Endzone führte.
Dort spielte Denver zunächst clever die Uhr aus, ehe Lutz mit Ablauf der letzten Sekunden aus 35 Yards den 22:19-Endstand herstellte. All seine fünf Field Goals verwandelte der Routinier damit. in Verbindung mit einer fehlerlosen Leistung von Quarterback Nix (24/37, 295 Yards, kein TD, keine Int.) reichte das zum gefeierten Sieg und der untermauerten Tabellenspitze.
Lange Gesichter unterdessen natürlich bei Mahomes (29/45, 276 Yards, ein TD, eine Int.), Kelce (91 Yards, ein TD) und Co., wenngleich das Team von Head Coach Andy Reid (Bye-Week-Statistik nun "nur" noch bei 27-5) natürlich noch lange nicht aus dem Playoff-Rennen raus ist.