14.09.2025
Bitteres Wiedersehen für Johnson
Die Detroit Lions haben beim Heimauftakt im Ford Field ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Gegen die Chicago Bears siegte das Team von Dan Campbell mit 52:21 - angeführt von einem nahezu fehlerlosen Jared Goff und Star-Receiver Amon-Ra St. Brown, der gleich dreimal in die Endzone fand.

Detroit begann furios: Schon im zweiten Spielzug bediente Jared Goff seinen Lieblingsreceiver Amon-Ra St. Brown über 34 Yards. Wenig später tankte sich Jahmyr Gibbs zum ersten Touchdown und antwortete damit direkt auf die Kritik nach seinem schwachen Auftritt gegen Green Bay.
Die Bears konterten zwar postwendend mit einem 28-Yard-Pass von Quarterback Caleb Williams auf Rome Odunze, doch die Lions-Offense war weiter im Rhythmus. Nach einem Big Play von St. Brown brachte David Montgomery den Ball über die Linie - 14:7 für Detroit. Kurz darauf erzwang Linebacker Jack Campbell nach einem Fumble von D'Andre Swift den ersten Turnover, den die Lions jedoch ungenutzt ließen.
Im zweiten Viertel schien Chicago zurückzukommen, doch gleich zweimal vergab Williams kurze Fourth-Down-Versuche in der Redzone. Detroit blieb effizienter, auch wenn ein Field Goal von Jake Bates aus 55 Yards knapp vorbeiging.
Wenig später sorgte Safety Kerby Joseph mit einer Interception für das nächste Highlight. Goff führte die Offense daraufhin souverän übers Feld und fand Tight End Brock Wright zum Touchdown. Die Bears hielten mit dem zweiten Touchdown von Odunze zwar dagegen, doch Detroit schlug kurz vor der Pause noch einmal zurück.
Rookie Isaac TeSlaa sorgte nach seinem eindrucksvollen Touchdown in Woche eins erneut mit einem spektakulären One-Handed-Catch für Staunen, ehe Goff sechs Sekunden vor der Halbzeit St. Brown in der Endzone bediente. Ein kurioser Ablauf, der durch eine Referee-Entscheidung überhaupt erst möglich wurde - und die 28:14-Führung einbrachte.

Nach der Pause bauten die Lions ihren Vorsprung weiter aus: Jameson Williams, der im dritten Viertel mit einem 65-Yard-Catch glänzte, vollendete wenig später mit seinem ersten Touchdown des Tages.
Chicago fand auch in der zweiten Hälfte keine Antworten. Caleb Williams wurde im dritten Quarter von Marcus Davenport erstmals zu Boden gebracht und blieb insgesamt blass. Der Spielmacher kam am Ende auf 207 Passing Yards, zwei Touchdowns und eine Interception. Goff dagegen legte weiter nach: Mit einem tiefen Pass bediente er erneut Jameson Williams, der auf 38:14 stellte. Spätestens jetzt war die Partie entschieden.
Das letzte Viertel entwickelte sich zur Show für Amon-Ra St. Brown. Zunächst bereitete Gibbs mit einem 42-Yard-Lauf die Vorentscheidung vor, dann fing St. Brown seinen zweiten Touchdown.
Für Gänsehaut sorgte Aidan Hutchinson: Der Defensive End feierte im Schlussviertel seinen ersten Sack seit der schweren Beinverletzung im Vorjahr, woraufhin die Fans im Ford Field sich erhoben und dem zurückgekehrten Publikumsliebling zujubelten.
Kurz darauf lief D'Andre Swift für Chicago zwar noch einmal zum Touchdown, doch den Schlusspunkt setzte abermals St. Brown: Nach einem Pass von Goff in die Endzone sprang er gemeinsam mit seinem Quarterback jubelnd in die Fankurve - Touchdown Nummer drei für den deutschen Star-Receiver. Das Ford Field verwandelte sich endgültig in eine Party-Zone, bevor Backup Kyle Allen das Feld übernahm und die Starter geschont wurden.
Überschattet wurde der Triumph einzig von der Verletzung von Safety Brian Branch, der nach einer überragenden Leistung vom Feld begleitet werden musste.
Jared Goff spielte nahezu perfekt: 23 von 28 Pässen für 334 Yards und fünf Touchdowns - eine Gala-Vorstellung. Amon-Ra St. Brown fing sieben Bälle für 115 Yards und drei Scores, während Jameson Williams mit nur zwei Receptions auf 108 Yards und einen Touchdown kam. Caleb Williams brachte auf Seiten der Bears 19 von 30 Pässen an, sammelte 207 Yards, zwei Touchdowns und eine Interception.
Für die Lions ist der deutliche Sieg ein Befreiungsschlag nach dem schwachen Auftakt in Green Bay. Offense und Defense präsentierten sich stabilisiert - und mit Goff und St. Brown in Gala-Form setzt Detroit früh ein Ausrufezeichen im Playoff-Rennen.
Die Bears hingegen stehen bereits unter Druck: Nach der Niederlage gegen Minnesota und nun dem Debakel in Detroit droht ein Fehlstart. Vor allem die vielen Strafen und Turnover lassen Zweifel aufkommen, ob Williams unter Ben Johnson in Chicago die erhoffte Wende gelingt.