22.12.2025
Detroits Playoff-Chancen sinken
In der ersten Halbzeit dominierten die Defensiven die Partie. Erst kurz vor der Pause gelang den Detroit Lions der erste Touchdown, die Pittsburgh Steelers konterten umgehend. Nach der Pause übernahmen die Gäste die Partie und setzten sich ab. Die Lions kämpften sich allerdings zurück und hatten noch die Chance auf den Sieg, allerdings erlaubte sich Amon-Ra St. Brown einen entscheidenden Fehler.

Es war ein Do-or-Die für die Detroit Lions: Sie brauchten einen Sieg, um die minimalen Playoff-Hoffnungen noch aufrechtzuerhalten. Der Start verlief jedoch nicht nach Maß, denn die Offense musste ohne First Down wieder vom Feld, was auch an dem Sack von Keeanu Benton lag.
Auf der anderen Seite gelang auch Aidan Hutchinson ein Sack, allerdings befanden sich die Steelers bereits in der Hälfte der Lions. Nachdem Aaron Rodgers einen Pass auf Kenneth Gainwell nicht angebracht hat, musste Kicker Chris Boswell auf das Feld. Er zeigte sich nervenstark und traf aus 59 Yards Entfernung zur 3:0-Führung der Gäste.
Die heimische Offensive fing jedoch langsam Feuer und steuerte die gegnerische Endzone an. Sie kam bis zur 3-Yard-Linie und gingen volles Risiko, denn sie spielten den Fourth Down aus. Quarterback Jared Goff rannte auf seine rechte Seite und suchte Amon-Ra St. Brown, der allerdings gleich von zwei Gegenspieler gedeckt wurde. So scheiterte der Versuch und Detroit musste ohne Punkte vom Feld.
Nach einem Punt der Steelers konnte die Lions wieder das Feld herunter marschieren, diesmal fand Goff auch St. Brown für einen Raumgewinn von 20 Yards. Zwar erreichten sie erneut nicht die gegnerische Endzone, allerdings traf Jake Bates ein 36-Yard-Field-Goal zum Ausgleich.
Die Defensivreihen bestimmten weiterhin die Partie, sodass die Offenses jeweils ohne First Down wieder vom Feld mussten. Doch Detroit konnte wieder einen guten Drive auflegen. Zwei Minuten vor Schluss warf Goff einen präzisen Pass in die Endzone, den Isaac TeSlaa fing und somit den ersten Touchdown der Partie erzielte.
In der verbleibenden Spielzeit zeigten die Steelers ihren besten Drive der Halbzeit und waren bereits in Field-Goal-Reichweite. Rodgers warf einen langen Pass auf Gainwell, der von Lions-Linebacker Alex Anzalone eigentlich illegalerweise zu Boden gerissen wurde. Allerdings fing der Steelers-Running-Back auf beeindruckende Art und Weise den Ball, der auf seinem Handgelenk landete, und erzielte einen 45-Yard-Touchdown zum 10:10-Halbzeitstand.
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Diesen Schwung nahmen die Steelers mit in das dritte Viertel, denn wieder kamen sie der gegnerischen Endzone gefährlich nah. Allerdings wurde es dann etwas unübersichtlich: Tight End Darnell Washington ging zu Boden und verlor den Ball. Während die Schiedsrichter zunächst entschieden, dass bereits am Boden war, bevor ihr die Pille verlor, warfen die Lions die Challenge-Flagge. Die Gastgeber behielten Recht, denn Washington verlor bereits vorher den Ball.
Kurz vor der eigenen Endzone versuchte sich Detroit aus der gefährlichen Situation zu befreien, allerdings wurde Goff in der eigenen Endzone gesackt - Safety für Pittsburgh. Neben der 12:10-Führung erhielten die Gäste auch den Ballbesitz. Rodgers versuchte einen langen Pass über 60 Yards auf Marquez Valdes-Scantling, allerdings konnte der Receiver ihn nicht ganz erreichen.
Das hinderte die Steelers jedoch nicht daran, einen fast zehnminütigen Drive zu starten. D.K. Metcalf, der im zweiten Viertel einen gegnerischen Fan geschlagen hatte, fing kurz vor Ende des Viertels einen Touchdown. Er wurde jedoch zurückgenommen, da Washington für ein Offensive Pass Interference gegen D.J. Reed bestraft wurde. So gab es mit dem ersten Play des Schlussabschnitts ein 23-Yard-Field-Goal von Boswell.
Da die Lions auch im zweiten Drive in der zweiten Halbzeit keinen First Down erzielten, kamen die Steelers schnell wieder in Ballbesitz. Und diese schlugen eiskalt zu: Rodgers, der letztlich auf 27/41 für 266 Yards und ein Touchdown kam, pitchte den Ball zu Jaylen Warren, der durch die gegnerische Defense lief und einen 45-Yard-Touchdown erzielte. Mit 22:10 war sein Team somit auf der Siegerstraße - und die Lions zu diesem Punkt aus dem Playoff-Rennen.
Die angeknockten Löwen setzten aber zum letzten Angriff an. Endlich gelang der ersehnte First Down und es ging Stück für Stück nach vorne. Zwar blieb St. Brown weiterhin abgemeldet, dafür erzielte Receiver-Kollege Kalif Raymond bei 4th&2 einen 27-Yard-Touchdown. Mit noch etwas mehr als achteinhalb Minuten Spielzeit auf der Uhr war noch alles möglich.
Aber die Laufverteidigung der Lions wurde erneut bloß gestellt, Warren lief aus 45 Yards Entfernung wieder in die gegnerische Endzone - so stand der RB am Ende bei 143 Rushing Yards. Die Antwort der Hausherren ließ allerdings nicht lange auf sich warten, denn die Offense drückte mächtig auf das Gaspedal. Goff bediente letztlich Running Back Jahmyr Gibbs, der nur auf 2 Rushing Yards kam, für einen 4-Yard-Touchdown zum 24:29 - etwas mehr als vier Minuten standen noch auf der Uhr.
Die Gäste schickten sich an, den alten Abstand wiederherzustellen. Diesmal hielt jedoch die Redzone-Defense der Hausherren und Boswell kam wieder auf das Feld. Sein Versuch aus 39 Yards landete jedoch an der rechten Goal-Stange, sodass es mit etwas mehr als zwei Minuten verbleibender Spielzeit der Sieg für Detroit zum Greifen war.
Die Truppe von Head Coach Dan Campbell musste aber dann in den Fourth Down und profitierte von einer Pass-Interference-Strafe gegen Steelers-Safety Kyle Dugger. Es kam noch dicker für die Steelers, denn im nächsten Play wurde Alex Highsmith für ein Bein stellen gegen Goff bestraft. Somit erhielten die Lions 29 Yards Raumgewinn.
Dann schlug die Stunde von St. Brown: Nach einem kurzen Pass von Goff, der 24 seiner 52 Pässe für 363 Yards und drei Touchdowns anbrachte, nutzte der Deutsch-Amerikaner seine Vorblocker und lief für 24 Yards. Zwei Plays später fing St. Brown den vermeintlich gewinnbringenden Touchdown, doch TeSlaa wurde für Offensive Pass Interference bestraft. Eben jener TeSlaa hätte seinen Fehler fast wiedergutgemacht, aber bei einem Sprungball konnte er den Ball nicht sichern.
Im letzten Play wurde es wild: St. Brown wurde vor der Endzone gestoppt, allerdings flogen die gelben Flaggen für eine Strafe. Der Receiver, der am Ende auf vier Catches für 54 Yards kam, warf jedoch den Ball zurück auf Goff, der in die Endzone lief. Nach minutenlanger Diskussion entschieden die Schiedsrichter, dass es zwar ein Touchdown war, allerdings war es auch eine Offensive Pass Interference von St. Brown gegen Jalen Ramsey. Damit war die Partie beendet - und die Playoff-Chancen der Lions sind weiter gesunken.