13.09.2026
Saints verpassen historisches Comeback
Den Saisonstart in Detroit hatten sich viele Lions-Fans sicherlich anders ausgemalt. Denn nach anfangs solider Vorstellung inklusive der Top-Vorstellung von Amon-Ra St. Brown gegen den Außenseiter aus New Orleans machte es das NFC-North-Team richtig spannend.

Die mit reichlich Highscore-Partien vollgepackte Week 1 der neuen NFL-Saison hatte auch aus deutscher Sicht erfreuliche Nachrichten parat. Neben einem ersten Start von Tight End Marlin Klein bei den Houston Texans (31:36 gegen die Buffalo Bills um Josh Allen) allen voran natürlich wegen Amon-Ra St. Brown.
Der Top-Receiver der Detroit Lions sammelte beim Erfolgserlebnis seiner Truppe gegen die New Orleans Saints gleich zwei Touchdowns in Form von Catches nach Pässen von Quarterback Jared Goff ein - für 19 Yards und vier Yards.
Das Kuriose dabei: Beide Scores sollten bis zum Ende dieser verrückten Partie eine große Rolle spielen. Denn als die Zuschauer nach St. Browns erstem TD zum 21:0-Zwischenstand wohl großteils schon einen Heimsieg Detroits gedanklich notiert hatten, stand es nach famoser Aufholjagd der Saints um Quarterback Tyler Shough (zweites NFL-Jahr) plötzlich 24:24. Auch weil der junge Spielmacher neben zwei Interceptions am Ende groß aufspielte mit drei Touchdown-Pässen und stolzen 410 Passing Yards.
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Weil das auch nach Abschluss des vierten Quarters der Spielstand gewesen war, musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen. Und in dieser Overtime schwang sich eben zum zweiten Mal St. Brown zum Punktgaranten auf. Dabei brach der Deutsch-Amerikaner nach einem kurzen Goff-Pass robust ein Tackle, um sich hernach in die Endzone zu tanken.
Den Rest verfolgte der Viertrunden-Pick des Jahres 2021 (112. Stelle) mit seinen Offense-Kollegen von draußen - was es in sich hatte. Denn New Orleans sollte sich selbst nicht vom 24:31-Rückstand inmitten der Verlängerung geschlagen geben. Vielmehr fand Spielmacher Shough noch Noah Fant für acht Yards zum 30:31, ehe kurz vor Ablauf der Uhr die große Frage im Raum stand: Extrapunkt zum 31:31 zu machen, den Lions so nochmals den Ball überreichen und eventuell ein Remis mitzunehmen - oder volles Risiko gehen?
Head Coach Kellen Moore entschied sich für Letzteres und einen weiteren Passversuch seines Quarterbacks via Lob rechts hinten in die Endzone. Der anvisierte Rookie Receiver Bryce Lance konnte das "Ei" aber nicht sichern unter Gegnerdruck, somit kamen die Lions mit diesem knappen 31:30-Erfolg mit einem blauen Auge davon.
Neben St. Brown und seinen zwei Touchdowns überragte auch noch der teuer bezahlte Running Back Jahmyr Gibbs (156 Rushing Yards, zwei Scores) sowie Linebacker Derrick Barnes mit Safety Chuck Clark mit je einer verbuchten Interception. Auf der anderen Seite litt die Seite der Verlierer, denen nur um ein Haar und genauer nur um einen einzigen angekommenen Pass am Ende ein historisches Comeback nach 0:21 gelungen war.