21.10.2025
Defensive gibt den Ausschlag
Die Detroit Lions kontrollieren vor allem mit ihrer Defensive die Tampa Bay Buccaneers und feiern am Ende einen kaum gefährdeten 24:9-Heimsieg im ersten Monday Night Game. Running Back Jahmyr Gibbs lieferte dabei eine starke Partie ab.

Die Lions setzten gleich im ersten Drive ein Statement: Quarterback Jared Goff fand Amon-Ra St. Brown aus 30 Yards für die frühe 7:0 Führung.
Buccaneers Quarterback Baker Mayfield, der zuletzt sogar in der MVP-Diskussion genannt worden war, tat sich von Beginn an schwer mit seiner Offense. Selten gelang überhaupt Raumgewinn und Punter Riley Dixon musste gleich in den ersten fünf Drives aufs Feld geschickt werden.
Aber auch die Lions Offense brauchte einige Zeit, bevor sie erneut punkten konnte: Mitte des zweiten Viertels war es Running Back Jahmyr Gibbs, der mit einem Lauf über 78 Yards für den zweiten Touchdown sorgte.
Kurz vor der Pause leisteten sich die Gäste zwei Ballverluste in kurzer Folge: Zunächst blieb ein Fumble von Wide Receiver Sterling Shepard noch ohne Konsequenz, weil Detroits Kicker Jake Bates einen Field-Goal-Versuch aus 54 Yards links neben die Stangen setzte.
Gleich im nächsten Snap gewann Nickelback Arthur Maulet ein Luftduell gegen Tampas Tight End Cade Otton, als beide im Kampf um den Ball zu Boden gingen. Nach Ansicht des Replays erhielten die Lions den Ball.
Aber auch hier gab es keine Punkte, weil ein Pass von Quarterback Jared Goff in Richtung St. Brown durch Cornerback Jamel Dean abgefangen werden konnte. Stattdessen verkürzten die Buccaneers bei auslaufender Uhr durch Kicker Chase McLaughlin aus 53 Yards zum 14:3 Pausenstand.
Tampa Bay hatte in der ersten Hälfte nur 58 Yards an Offense generiert - der schlechteste Wert für sie in der laufenden Saison. Während Head Coach Todd Bowles im Pausengespräch mit seiner Defensive zufrieden war, gab er seiner Offense mit auf den Weg: "Wir müssen besser bei den First Downs werden, dann klappt es noch."
Sein Team hatte sich die Worte offensichtlich zu Herzen genommen: Wide Receiver Tez Johnson übersprang einen Gegenspieler und tanzte 22 Yards durch die Abwehr zum 14:9 - die folgende Two Point Conversion zu Tight End Cade Otton misslang allerdings.
Carsten Keller
Die Lions antworteten jedoch schnell - vor allem mit Running Back Jahmyr Gibbs, der den Ball viermal in Folge erhielt und dabei auch die 21:9-Führung aus fünf Yards erlief.
Nach je einem erfolglosen Drive auf beiden Seiten stand zu Beginn des Schlussabschnitts eine kritische Entscheidung für die Buccaneers an: Sie spielten einen 4.&4 per Pass zu Tight End Otton aus, der jedoch fumbelte. Eine Challenge von Lions Head Coach Dan Campbell blieb zunächst erfolglos, wurde aber bei zweiter Ansicht der Bilder doch noch korrigiert. Nach längeren Diskussionen erhielten die Lions den Ball.
Weit kamen sie zwar nicht damit, aber knapp zwei Minuten später doinkte Kicker Bates den Ball aus beachtlichen 58 Yards gerade so zum 24:9 durch die Stangen.
Den Buccaneers blieben noch gut zehn Minuten; Tez Johnson entwickelte sich immer mehr zur ersten Anspielstation für Baker Mayfield, der Glück bei einem Fumble hatte. Er brachte sein Team bis vor die Endzone, aber eben nicht hinein: Insgesamt sieben Passversuche in der Redzone in Folge brachten keinen Touchdown, sodass die Lions nur noch gut vier Minuten überstehen mussten.
Das klappte relativ problemlos und so konnten die heimischen Fans feiern.
Tampa Bay (5-2) bleibt trotz der Niederlage auf Platz 1 der NFC South vor den Carolina Panthers (4-3); Detroit (5-2) belegt Platz 2 der NFC North hinter den Green Bay Packers (4-1-1).
Bei den Lions überzeugte vor allem Running Back Jahmyr Gibbs (136 Yards Rushing, 82 Yards durch Catches, zwei Touchdowns).
Baker Mayfield musste angesichts des Rückstands in der zweiten Hälfte viel passen, was erheblich besser als in der ersten Halbzeit klappte. Trotzdem war seine Leistung allenfalls durchschnittlich (28/50 Attempts für 228 Yards, 1 TD, 1 INT). Das Run Game mit Rachaad White (zehn Läufe für 38 Yards) war kein Faktor.
Beide Seiten hatten bereits im Vorfeld mit einigen Verletzungen zu kämpfen: Bei den Buccaneers gingen die Wide Receiver Mike Evans und der starke Rookie Emeka Egbuka angeschlagen in die Partie, Chris Godwin Jr. musste aussetzen.
Mike Evans verletzte sich im zweiten Viertel beim Versuch eines weiten Catches und musste mit einem gebrochenen Schlüsselbein sowie einer Gehirnerschütterung vom Feld gefahren werden. Er wird lange Zeit ausfallen und damit wird wohl auch seine Serie mit elf Spielzeiten in Folge mit mindestens 1000 Receiving Yards enden müssen.
Auf der anderen Seite fielen Cornerback Terrion Arnold, Safety Kerby Joseph und Defensive Back Avonte Maddox aus, im Schlussviertel musste auch noch Cornerback Rock Ya-Sin ausgewechselt werden. Die Bye Week kommt für die Lions Passverteidigung genau richtig.
Die Lions gehen in ihre Bye Week; die Buccaneers treten kommende Woche bei den New Orleans Saints (1-6) an.