03.10.2026
German Bowl 2026
Im German Bowl 2026 trafen die beiden besten Teams des Jahres aufeinander. Im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion traten die Dresden Monarchs gegen die Potsdam Royals an. In einem am Ende extrem spannenden Spiel setzten sich die Monarchs durch und machten damit die perfekte Saison ohne eine einzige Niederlage perfekt und krönten sich zum Deutschen Meister.

Am Tag der deutschen Einheit wurde im Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden der deutsche Meister im American Football ausgespielt. In Elbflorenz trafen die beiden besten Teams der GFL-Saison in einem epischen Duell für 25.016 Zuschauern aufeinander. Die ungeschlagenen Dresden Monarchs trafen auf die Potsdam Royals, die im Schnitt nur knapp mehr als sechs Punkte pro Spiel zugelassen haben.
Im ersten Aufeinandertreffen der aktuellen Saison setzten sich die Monarchs bei kuscheligen 40 Grad noch mit 24:22 in Potsdam durch.
Die Royals starteten mit dem Ballbesitz in das große Endspiel. Vor dem Dresdner Publikum und einer ohrenbetäubenden Atmosphäre erzielten die Royals zwar ein First Down, mussten aber trotzdem nach nur sechs Spielzügen punten.
Vor der heimischen Kulisse spielte sich aber auch die Monarchs-Offense fest und musste nach einem 3&Out den Ball per Punt wieder abgeben. Während die Offenses noch etwas schläfrig wirkten, waren die Defensivreihen hellwach und die Monarchs zwangen die Royals erneut zum Punt.
Die Royals-Defense sorgte für viel Druck auf Monarchs-Quarterback Rocky Lombardi und ein Drop sorgte erneut für ein schnelles Ende des Drives vom Heimteam. Der schlechte Punt brachte den Royals aber eine gute Feldposition kurz vor der gegnerischen Hälfte.
Doch trotz dieser guten Position unterlief den Royals der erste Fehler. Ein etwas in den Rücken geworfener Pass von Quarterback Hugh Harvey konnte Wide Receiver Maximilian McLeod nur berühren - den abgefälschten Ball fing stattdessen Monarchs-Verteidiger Logan Mobelini.
Offensiv war aber weiterhin der Wurm drin. Lombardi warf für ein First Down, wurde dann aber gesackt und konnte einen tiefen Ball nicht anbringen. Damit waren die Monarchs erneut zum Punt gezwungen, konnten diesmal aber die Royals kurz vor der eigenen Endzone festnageln - befreien konnten sich die Royals daraus nicht.
Zu Beginn des zweiten Quarters kam die Monarchs-Offense besser in Fahrt und nach einem Big Play, sorgte eine Pass Interference in der Endzone für den ersten Besuch der Redzone in diesem Spiel. Lombardi übernahm selbst die Verantwortung und trug bei einem Quarterback Draw den Ball selbst in die Endzone - 7:0.
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Die Royals fanden weiterhin keine Antwort auf die starke Verteidigung der Dresdner. Im vierten Drive musste das Team zum vierten Mal punten. Dresden tat sich genauso schwer, scheiterte knapp an einem 3rd Down und trennte sich ebenfalls vom Ball.
Das nächste Highlight lieferte - wie in diesem Spiel kaum anders zu erwarten - ein Punt. Punter Francesco Budde schoss den Ball 85 Yards von der eigenen 10-Yard-Line mit einem guten Bounce bis an die gegnerische 5-Yard-Line.
Die Defense-Schlacht nahm ihren Lauf und die Monarchs punteten aus der eigenen Endzone - gute Feldposition für die Royals. Diesmal kam Potsdam auch zum ersten Mal in der Partie in die Redzone. Dort ließ sich Running Back Chrisman Kyei die Chance nicht nehmen und tankte sich bei einem Laufspielzug bis über die Goalline. Der "Philly Special" bei der Two-Point-Conversion wurde aber stark verteidigt - 7:6.
Nach einem Punt tief aus der eigenen Endzone standen die Monarchs kurz vor Ende der ersten Halbzeit in der Hälfte der Potsdamer. Nach einigen angekommenen Pässen war es Running Back Tofunmi Lala, der den Ball in die Endzone tragen konnte - 14:6 zur Halbzeit.
Zu Beginn der zweiten Hälfte bekamen die Dresdner den Ball, konnten daraus aber nur wenig machen und mussten, wie in Halbzeit 1 häufig gesehen, punten. Die Dresdner Defense war jedoch sofort wieder hellwach. Bei einem Passversuch wurde Harvey gesackt und verlor dabei den Ball. Kurz bevor das Spielgerät über die Sideline rollen konnte, sicherten sich die Monarchs den Ball.
Mit dem Ballbesitz innerhalb der 10-Yard-Line fehlten den Dresdnern nur noch wenige Yards, bis in die Endzone. Beim 3rd&Goal stoppte die Royals-Defense aber den Laufspielzug. Die Führenden entschieden sich für die risikoarme Variante, kickten ein sehr kurzes Field Goal und bauten ihre Führung auf 17:6 aus.
Im nächsten Drive zeigten sich die Royals von der Seite, die GFL-Fans aus der Regular Season und aus den bisherigen Playoffs kannten. Harvey führte seine Offense über das Feld bis an die 1-Yard-Line. Dort kam der Drive aber ins Stocken. Beim vierten Versuch vollendete der Quarterback selbst den längsten Drive des Spiels mit einem Lauf mit anschließendem Sprung in die Endzone. Die Two-Point-Conversion war aber erneut nicht erfolgreich - 17:12.
Die Monarchs zeigten sich jetzt in guter Form und die Offense kam über das Feld. Nach einem unglaublichen Catch von Wide Receiver Montigo Moss, der an die starken Catches seines Vaters Randy Moss erinnerte, standen die Dresdner in der Redzone. Diesmal fand Lombardi seinen Tight End Ethan Janto in der Endzone zur neuen 24:12-Führung.
Aber auch die Royals-Offense blieb mit dem Fuß auf dem Gaspedal. Harvey führte sein Team erneut über das Feld und steuerte durch einige Läufe auch ein First Down bei. Kurz nach Beginn des vierten Quarters fand Harvey seinen Wide Receiver Milan Spiller bei einer Out-Route in der Endzone. Diesmal entscheid sich Potsdam für den PAT - 24:19.
Das Momentum wechselte komplett die Seiten. Lombardi nahm ein viel zu großes Risiko in Kauf, warf einen 50:50-Ball, den Royals-Defensive-Back Justis Henley abfing und Potsdam in der Hälfte der Monarchs in Ballbesitz brachte. Harvey lief für First Downs, bediente seine Receiver, aber wurde beim Pass in die Endzone entscheidend getroffen. Den misslungenen Pass fing Sebastian Huber ab und verhinderte das Worst-Case-Szenario für die Monrachs.
Dresden spielte daraufhin taktisch klug und ließ die Uhr laufen. Dabei erzielte das Team immer wieder knapp First Downs und kam mit laufender Uhr bis kurz vor die Endzone der Royals. Nach dem Lauf bis kurz vor die Endzone blieb Lombardi allerdings verletzt liegen und musste behandelt werden, kam aber zwei Spielzüge später wieder aufs Feld. Kurz nach der Two-Minute-Warning erzielten die Monarchs ihr zweites Field Goal zum 27:19.
Während die Zuschauer noch einmal alles gaben, standen die Royals vor der schweren Aufgabe in unter zwei Minuten acht Punkte erzielen zu müssen. Harvey bediente McLeod, der mehrere Tackle brach und die Royals mit einem Big Play in aussichtsreiche Position brachte. Harvey erlief ein neues First Down und Potsdam stand bei nur 20 Sekunden kurz vor der gegnerischen Endzone. Doch zwei schlechte Pässe brachten die Royals in die prekäre Situation eines 4th&Goal an der 2-Yard-Line. Harveys Pass wurde von Carl Eckardt deflectet und dann von Chris Noak abgefangen.
Mit dieser spielentscheidenden Interception sicherten sich die Dresden Monarchs den Sieg, die Revanche für das Finale des letzten Jahres und die deutsche Meisterschaft 2026. Vor über 25.000 Fans feierten Spieler, Trainer und Verantwortliche den großen Erfolg und die perfekte Saison - eine komplette GFL-Spielzeit inklusive Playoffs und German Bowl ohne eine einzige Niederlage.
