vor 1 Tag
Favorit setzt sich durch
Vor heimischer Kulisse wartete auf die Frankfurt Galaxy mit den Munich Ravens direkt eine echte Standortbestimmung. Beide Teams hatten in der Vorwoche noch pausiert und gingen ausgeruht in die Partie. Doch schon früh zeigte sich, dass die Ravens bestens vorbereitet waren und ihre Klasse von Beginn an auf das Feld brachten.

Und die Fans im Stadion mussten nicht lange auf den ersten Touchdown der Partie warten. Kickoff-Returner Bijon Harris, der bereits in Week 1 den Opening Kickoff zum Touchdown zurückgetragen hatte, gelang dieses Kunststück vor den Augen der zahlreichen Zuschauer in Frankfurt erneut und brachte die Gäste sofort mit 7:0 in Führung.
Antworten konnten die Galaxy-Spieler jedoch nicht und mussten ihren ersten Drive mit einem frühen Punt beenden. Dieser misslang zudem, sodass die Ravens rund um Quarterback Russell Tabor den Ball in guter Feldposition nahe der Mittellinie übernahmen. Wenig später standen die Münchener vor einer 4th-&-5-Situation und entschieden sich, den Versuch mit einem Quarterback-Run auszuspielen, mit Erfolg. Direkt danach nahm Tabor die Sache erneut selbst in die Hand, behielt den Ball und lief nach einem Big Play zu Fuß unberührt in die Endzone zur zwischenzeitlichen Zwei-Touchdown-Führung.
Frankfurt antwortete jedoch. Die Offense bewegte den Ball souverän bis kurz vor die Redzone, und wenig später fand sich Running Back Gerald Ameln in der Endzone wieder. Der Touchdown wurde jedoch aufgrund einer Strafe zurückgenommen. Am späteren Ergebnis änderte das nichts, denn nur wenige Spielzüge später trug Ameln den Ball erneut in die Endzone, diesmal zählte der Touchdown - auch wenn der Extrapunkt misslang.
Im anschließenden Drive bewegten die Ravens den Ball gut durch die PSD Bank Arena, doch in der Redzone war Schluss. Kicker Daniel Schweiger sorgte daraufhin mit einem erfolgreichen Field Goal für drei Punkte und die 17:6-Führung.
Anschließend war es erneut Daniel Schweiger, der nach einem vorherigen Punt der Gastgeber zu einem Field-Goal-Versuch für die Ravens antrat. Diesmal wurde der Kick jedoch geblockt, sodass die Galaxy-Defense wichtige Punkte verhinderte und die Münchener ohne Zähler vom Feld schickte.
Doch dann folgte der Schock: Galaxy-Running-Back Ameln verlor die Kontrolle über den Ball. Harris reagierte blitzschnell, nahm das freie Spielgerät auf und trug den Fumble spektakulär, inklusive Rückwärtssalto, zum Touchdown zurück. Für Harris war es bereits der zweite Touchdown des Spiels. Auch die anschließende Two Point Conversion war erfolgreich, als Russell Tabor Justus Seelig fand. Damit bauten die Ravens ihre Führung auf 31:6 aus.
Und der bis dato rabenschwarze Tag für die Frankfurter setzte sich fort. Garbers warf unter Druck spät über die Mitte, wo Ravens-Linebacker Alex Raich den Ball scheinbar abfing und sogar zu einem weiteren Defensiv-Touchdown zurücktrug. Doch diesmal hatten die Gastgeber Glück: Nach Beratung entschieden die Schiedsrichter, dass der Ball vor der vermeintlichen Interception den Boden berührt hatte. Der Pass wurde somit als Incompletion gewertet und der Drive der Galaxy blieb am Leben.
Wenig später nutzten die Frankfurter die zweite Chance. Garbers fand Receiver Paul Kavadia-Lenhardt auf einer Crossing Route, der den Ball völlig frei fing und bis in die Endzone zum 31:13 trug. Mit noch 42 Sekunden auf der Uhr vor der Halbzeitpause bekamen die Frankfurter den Ball sogar noch einmal zurück. Weitere Punkte sollten jedoch nicht mehr fallen, sodass es mit einem Spielstand von 31:13 in die Halbzeit ging.
Die Gäste erwischten zunächst den besseren Start in die zweite Halbzeit. Die ersten Punkte nach der Pause erzielte Running Back Justin Rodney, der sich aus kurzer Distanz per Hechtsprung in die Endzone beförderte. Doch die Gastgeber antworteten prompt. Garbers zögerte nicht lange und suchte seinen Receiver Brevin Easton mit einem tiefen Pass. Dieser setzte sich gegen seinen Verteidiger durch und trug den Ball anschließend bis in die Endzone, wodurch die Frankfurter auf 38:20 verkürzten.
Auch die Defense der Galaxy hielt im darauffolgenden Drive stand, sodass die Offense der Hausherren schnell wieder in Ballbesitz kam und die Chance erhielt, den Rückstand weiter zu verkürzen. Und die Frankfurter nahmen diese Herausforderung an. Gegen den Blitz verschaffte sich Garbers die nötige Zeit und fand trotz des Drucks erneut Easton, der den Ball spektakulär kurz vor dem Boden zum Touchdown sicherte. Damit war die Partie in Frankfurt plötzlich nur noch ein 12-Punkte-Spiel. Wenig später erzwang die Galaxy-Defense den nächsten schnellen Stopp, wodurch Garbers und seine Offense mit noch 13 Minuten auf der Uhr die Chance bekamen, den Rückstand auf ein One-Score-Game zu verkürzen.
Und auch wenn die Offense selbst nur punten konnte, lieferte die Defense erneut. Galaxy-Linebacker Sebastian Gauthier warf sich in die Passing Lane von Tabor und sorgte mit seiner Interception dafür, dass die Galaxy-Offense erneut die Chance erhielt, Punkte aufs Scoreboard zu bringen.
Nach einem Big Play von Nico Strahmann arbeitete sich die Frankfurter Offense wenig später bis in die Redzone der Ravens vor. Dort folgte jedoch der nächste Rückschlag: Aufgrund der Uhr entschieden sich die Gastgeber, einen vierten Versuch auszuspielen, doch dieser blieb erfolglos. Turnover on Downs.
Mit noch knapp sieben Minuten auf der Uhr und einer Führung von zwölf Punkten konzentrierten sich die Ravens zunächst darauf, die Uhr zu kontrollieren und ihren Vorsprung zu verwalten. Für die letzten Punkte der Partie sorgte jedoch noch einmal Running Back Rodney, der mit seinem nächsten Touchdown den 45:26-Endstand herstellte.
