vor 1 Tag
Robinson und London überragen
Die Atlanta Falcons haben bei den Green Bay Packers ein deutliches Statement gesetzt. Trotz eines frühen Rückstands dominierte Atlanta anschließend weite Teile der Partie und feierte einen überzeugenden 35:14-Auswärtssieg.

Dabei entwickelte sich das Spiel nach dem ersten Touchdown zunächst in eine völlig andere Richtung als erwartet. Green Bay eröffnete die Partie mit einem langen Touchdown-Drive, ehe die Falcons das Kommando übernahmen und mit 27 Punkten in Folge für die Entscheidung sorgten.
Green Bay benötigte zunächst etwas Zeit, um offensiv in die Partie zu finden, setzte beim zweiten Drive dann aber direkt ein Ausrufezeichen.
Jordan Love führte seine Offense über 87 Yards über das Feld und fand Christian Watson schließlich aus vier Yards in der Endzone. Nach knapp zehn Minuten lagen die Packers mit 7:0 vorne.
Atlanta ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Michael Penix Jr. antwortete mit einem langen Drive über 85 Yards. Den Abschluss übernahm Bijan Robinson, der sich aus drei Yards in die Endzone arbeitete und noch vor Ende des ersten Viertels auf 7:7 stellte. Es sollte der Beginn eines Falcons-Laufs werden, auf den Green Bay lange keine Antwort fand.
Während die Packers-Offense nach ihrem starken Start ins Stocken geriet, kontrollierte Atlanta zunehmend das Spiel. Nick Folk brachte die Falcons im zweiten Viertel mit einem Field Goal aus 44 Yards erstmals in Führung. Kurz vor der Pause legte Atlanta nach.
Penix führte seine Offense über 63 Yards über das Feld und fand Austin Hooper aus fünf Yards zum Touchdown. Aus dem frühen 0:7 war innerhalb eines Viertels eine 17:7-Führung geworden.
Nach der Pause änderte sich wenig. Atlanta setzte weiterhin auf lange Drives und kontrollierte vor allem am Boden die Partie. Im dritten Viertel nahm die Falcons-Offense mehr als sechs Minuten von der Uhr und marschierte über 92 Yards. Brian Robinson Jr. vollendete den Drive mit einem 7-Yard-Touchdown zum 24:7. Spätestens jetzt hatte Atlanta die Partie fest im Griff.
Der größte Unterschied zwischen beiden Offenses zeigte sich im Laufspiel. Atlanta kam auf insgesamt 242 Rushing Yards. Alleine Bijan Robinson trug den Ball 29-mal für 194 Yards und zwei Touchdowns. Brian Robinson Jr. ergänzte weitere 50 Yards und einen Score.
nkr
Green Bay brachte dagegen über die gesamte Partie gerade einmal 17 Rushing Yards zustande. Kein Packers-Spieler lief für mehr als elf Yards. Dadurch musste Green Bay beinahe ausschließlich über Jordan Love versuchen, zurück in die Partie zu kommen.
Love warf den Ball 53-mal und brachte 28 Pässe für 312 Yards, zwei Touchdowns und eine Interception an. Atlanta musste Penix dagegen nur 25-mal werfen lassen. Der Falcons-Quarterback brachte 18 Pässe für 256 Yards und einen Touchdown an, leistete sich allerdings ebenfalls eine Interception.
Wenn Atlanta durch die Luft attackierte, führte der Weg vor allem über Drake London. Der Wide Receiver fing neun seiner zehn Targets und produzierte unglaubliche 194 Receiving Yards. Dabei kam London auf durchschnittlich 21,6 Yards pro Reception und verbuchte einen 68-Yard-Catch.
Damit hatte Atlanta neben seinem dominanten Laufspiel auch die explosiveren Plays im Passing Game. Bei Green Bay waren Matthew Golden und Christian Watson die gefährlichsten Waffen. Golden fing fünf Pässe für 100 Yards, Watson kam bei sieben Receptions auf 96 Yards.
Doch während Atlanta seine Drives regelmäßig mit Punkten abschloss, blieben die Packers über weite Strecken ohne Ertrag.
Zu Beginn des Schlussviertels erhöhte Folk mit einem Field Goal aus 31 Yards auf 27:7. Atlanta hatte damit seit Green Bays erstem Touchdown 27 Punkte in Folge erzielt.
Erst gut acht Minuten vor Schluss gelang den Packers die nächste Antwort. Love fand Golden aus 15 Yards zum Touchdown und verkürzte noch einmal auf 14:27. Eine echte Aufholjagd entstand daraus allerdings nicht.
Atlanta reagierte genau so, wie es ein Team mit einer komfortablen Führung tun muss: mit einem langen, kontrollierten Drive. Die Falcons marschierten über acht Plays und 67 Yards über das Feld und nahmen dabei 4:45 Minuten von der Uhr. Robinson vollendete den Drive mit seinem zweiten Touchdown des Abends aus zwei Yards. Penix fand anschließend Chris Blair für die erfolgreiche Two-Point Conversion. 35:14 - endgültige Entscheidung.
Green Bay produzierte zwar über 300 Passing Yards, musste dafür aber 53 Passversuche aufbringen. Atlanta diktierte dagegen mit seinem Laufspiel über weite Strecken das Tempo. 242 Rushing Yards der Falcons standen lediglich 17 der Packers gegenüber.
Robinson war dabei der entscheidende Faktor. Mit 194 Rushing Yards kontrollierte er gemeinsam mit Atlantas Offensive Line die Partie, während London Green Bay gleichzeitig durch die Luft vor enorme Probleme stellte.
Die Packers hatten ihre Momente im Passing Game, konnten Atlanta nach ihrem ersten Touchdown aber viel zu lange nicht mehr stoppen.
Aus einer frühen 7:0-Führung wurde so ein deutlicher 14:35-Heimauftritt, bei dem Atlanta nach dem ersten Viertel praktisch durchgehend die Kontrolle hatte.