08.12.2025
Bears holen auf und scheitern doch
Die Green Bay Packers haben mit einem hart erarbeiteten 28:21 gegen die Chicago Bears nicht nur Rang 1 in der NFC North übernommen, sondern zugleich auch in dieser ältesten NFL-Rivalität einmal mehr die Oberhand behalten. Trotz ständiger Führung geriet der Heimsieg im lautstarken Lambeau Field nochmals in Gefahr. Dann aber passierte ein entscheidender Fehler ...

Nach inzwischen 211 direkten Schlagern gegen die Chicago Bears stellten die Green Bay Packers in dieser mit Spannung erwarteten Week 14 auf 109-96-6. Doch nicht nur das: Damit baute "The Pack" die jüngste Bilanz dieser legendären Rivalität erfolgreich aus - auf inzwischen neun aus zehn sowie 15 aus 18 gewonnenen Duellen.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass dieses insgesamt sicherlich verdiente 28:21 im heimischen Lambeau Field bis zur letzten Sekunde hart erarbeitet werden musste.
Los ging es zunächst einmal mit einer fatalen Interception von Jordan Love im allerersten Drive - Safety C. J. Gardner-Johnson fing dabei ab. Mit ihren eigenen beiden Drives in diesem ersten Viertel konnten die Bears aber selbst nichts anstellen, so stand es nach den ersten 15 Minuten arg überschaubar 0:0.
Im weiteren Verlauf fing sich allerdings die Packers-Offense - und hier besonders Spielmacher Love und dessen erst vor wenigen Wochen wieder zurückgekehrte Top-Anspielstation Christian Watson. Der Wide Receiver tütete zunächst zur 7:0-Führung einen starken 23-Yard-Touchdown-Catch ein, ehe nach einem weiteren tollen TD-Wurf Loves - dieses Mal auf Bo Melton (45 Yards) - erneut Watson zur Stelle war. In diesem Fall nach einem clever überlegten Spielzug mit anschließendem Catch-and-Run-Score für 41 Yards.
Weil Chicago zwischendurch immerhin ein Field Goal durch Kicker Cairo Santos aus 33 Yards sowie ein Touchdown-Geschoss von Caleb Williams auf Olamide Zaccheaus (ein Yard) gelungen war, stand es hier 21:11 für die heimischen Käsestädter.
Wer nun allerdings die Rechnung ohne die schon seit Wochen auch durch Comebacks oft siegreichen Bears gemacht hatte, der sollte sich getäuscht sehen. Denn wieder begehrten die Mannen aus der "Windy City" mächtig auf.
Nach einem Field-Foal-Drive (41-Yard-Treffer von Santos) folgte zwischen Ende des dritten und Anfang des vierten Quarters ein fast neun (!) Minuten langer Angriff der Gäste. Hier zeigte auch Spielmacher Williams sein ganzes Können - zusammen mit den Running Backs D'Andre Swift und Kyle Monangai (am Ende zusammen über 100 Yards). Der Ertrag hier am Ende: ein kurzer TD-Wurf auf Tight End Colston Loveland zum 21:21-Ausgleich.
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Dieser gefangene Gleichstand stachelte aber "The Pack" nur nochmals an - und zwar so, dass Love (am Ende bei 17/25 für 234 Yards, drei TDs bei einer Interception) mit klugen Pässen und Running Back Josh Jacobs mit souveränen Läufen nach acht Plays über 65 Yards selbst wieder in Führung lagen. Jacobs selbst rammte sich dabei am Ende über zwei Yards in die Endzone. Und das Beste aus Green Bays Sicht: Dieses 28:21 ließ sich der neue Tabellenführer der umkämpften NFC North nicht mehr nehmen.
Zwar begehrten die Bears nochmals auf, auch mit weiteren guten Würfen von Williams, der es am Ende mit 19 aus 35 auf 186 Passing Yards und zwei Touchdowns brachte. Doch kurz vor Ablauf der Uhr, als Chicago tatsächlich am Ausgleich und der Verlängerung schnuppern durften, warf der First Overall Pick im letztjährigen NFL Draft das Ei zu kurz in die Endzone in Richtung von Tight End Cole Kmet. So schwang sich Packers-Cornerback Keisean Nixon zum Retter auf und sicherte sich die Interception zum gefeierten Sieg, womit sein Team die Bilanz mit dem vierten Erfolg in Serie auf 9-3-1 anschraubte.
Bitter: In der unglaublich engen NFC rutschten die Bears derweil von Rang 1 auf Platz 7 (!) ab. Immerhin kommt es schon in zwei Wochen kurz vor Weihnachten (20. Dezember) zur Neuauflage - dann in Chicago.