28.12.2025
Derrick Henry lief für 216 Yards und vier Touchdowns
Die Baltimore Ravens haben ihre Saison am Leben gehalten und das mit einer der dominantesten Einzelleistungen der NFL-Jahre. Beim 41:24-Auswärtssieg gegen die Green Bay Packers trug Derrick Henry die Ravens mit vier Touchdowns und über 200 Rushing Yards mit historischer Leistung auf dem Rücken und ließ in Lambeau Field keinen Zweifel daran, worauf es an diesem Saturday Night Football ankam.

Mit dem Rücken zur Wand verzichtete Baltimore auf Experimente. Die Baltimore Ravens setzten von Beginn an kompromisslos auf das Laufspiel und Green Bay fand keinerlei Antwort. Derrick Henry erhielt bereits in den ersten beiden Drives jeweils eine zweistellige Anzahl an Carries und krönte beide Serien selbst: erst aus drei, dann aus einem Yard. Noch vor Ende des ersten Viertels war klar, wer den Rhythmus diktierte.
Henry legte kurz vor der Pause mit seinem dritten Touchdown nach, erneut aus kurzer Distanz. Baltimore hatte zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Drives absolviert und alle fünf in Punkte verwandelt. Zur Halbzeit führten die Ravens mit 27:14 gegen eine Packers-Defense, die zu Hause zuvor 14 Spiele in Folge maximal 24 Punkte zugelassen hatte.
Ohne ihre Starting Quarterbacks - Lamar Jackson fehlte Baltimore weiterhin mit Rückenproblemen, Jordan Love saß bei Green Bay im Concussion Protocol - entwickelte sich ein ungewöhnliches Spiel mit hohem Tempo und nur einem einzigen Punt. Packers-Quarterback Malik Willis brachte sein Team im dritten Viertel noch einmal zurück. Nach einem Field Goal und einem eigenen Touchdown-Run verkürzte Green Bay auf 24:27 und weckte Hoffnung im Lambeau Field.
Doch die Antwort der Ravens folgte umgehend und wieder hieß sie Henry. Zwei wuchtige Läufe über neun und 30 Yards legten den Grundstein für den nächsten Drive, den Tyler Huntley schließlich mit einem 10-Yard-Touchdown-Pass auf Zay Flowers abschloss. Der kurze Packers-Lauf war beendet.
Green Bay versuchte es noch einmal über die Luft, doch nach einer Interception von Marlon Humphrey war endgültig Schluss. Derrick Henry setzte wenige Minuten später den Knockout: ein 25-Yard-Touchdown-Run knapp zwei Minuten vor Spielende - sein vierter des Abends.
Henry beendete die Nacht mit 216 Rushing Yards bei 36 Carries und vier Touchdowns. Es war nicht nur sein siebtes Karriere-Spiel mit mindestens 200 Yards, sondern auch der höchste Rushing-Wert eines Auswärtsspielers in der Geschichte des Lambeau Field. Mit dieser Leistung zog er in mehreren historischen Kategorien an Legenden wie Adrian Peterson vorbei.
mgs
Der Sieg verbessert Baltimore auf 8-8 und hält die Playoff-Hoffnungen am Leben. Nun richten sich alle Blicke auf das Ergebnis der Steelers am Sonntag und auf das direkte Duell in Pittsburgh in Week 18. Für die Green Bay Packers hingegen war es ein ernüchternder Abend: die dritte Niederlage in Serie, trotz eines Spiels ohne eigenen Punt und eine defensive Vorstellung, die selbst Packers Linebacker Edgerrin Cooper als "peinlich" bezeichnete.