09.10.2022
NFL, Week 5: Rodgers schafft keine "Hail Mary" mehr
Die New York Giants haben im zweiten London Game dieser NFL-Saison für eine faustdicke Überraschung gesorgt und die Green Bay Packers mit 27:22 geschlagen. Dabei drehten die "G-Men" einen 14-Punkte-Rückstand.

Als letztes der 32 NFL-Teams feierten die Packers an diesem Sonntag ihre Premiere in London, das Tottenham Hotspur Stadium war wenig überraschend bei der großen Beliebtheit des Teams aus der NFC North größtenteils in Grün und Gelb gehüllt. Die sich in der Überzahl befindlichen Packers-Fans erlebten dann auch einen soliden Start ihres Teams. Mit einem Field Goal und zwei Touchdown-Pässen des amtierenden MVP Aaron Rodgers auf Allen Lazard und Marcedes Lewis stellte Green Bay recht schnell auf 17:3 - und die Weichen auf Sieg.
Die Giants waren zwar nach einem überraschend starken Saisonstart (3:1) mit breiter Brust über den Atlantik gereist - allerdings auch mit einigen Verletzungsproblemen. Da mehrere Wide Receiver ausgefallen waren und Quarterback Daniel Jones durch eine Knöchelverletzung in seiner Mobilität eingeschränkt war, musste zwangsläufig viel über den fitten Running Back Saquon Barkley laufen. Der Giants-Star erweckte die Giants-Offense mit einem spektakulären "Wild-Cat-Run" schließlich tatsächlich zum Leben, kurz darauf sorgte ein cleveres Trick Play kurz vor der Endzone für den ersten Touchdown der "G-Men" durch Rookie-Tight-End Daniel Bellinger.
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Zwar stellte Green Bay noch vor der Pause mit einem Field Goal erneut auf 20:10, doch die Giants waren nun deutlich besser im Spiel - vor allem, weil die Packers-Offense um Rodgers mehr und mehr Probleme bekam und New Yorks Passspiel um einen konzentrierten Jones plötzlich wie am Schnürchen lief. Während Barkley verletzt behandelt wurde, stellte sein Ersatzmann Gary Brightwell mit einem Touchdown den 20:20-Ausgleich her - und kurze Zeit später legte der zurückgekehrte Barkley sogar noch nach, nachdem er kurz zuvor ein spektakuläres 41-Yard-Play vom Zaun gebrochen hatte. Die Folge: Sechs Minuten vor Schluss hatte New York tatsächlich das Spiel gedreht.
Die Packers brauchten nun einen Touchdown, um die Overtime zu erreichen. Tatsächlich brachte Rodgers seine nach der Pause komplett eingeschlafene Offense bis kurz vor die Endzone - doch dann glänzte die Giants-Defense. Gleich zwei Rodgers-Pässe konnte die D-Line entscheidend abfälschen und damit den ausgleichenden Touchdown verhindern. Die Giants nahmen einen Safety zum 27:22-Endstand in Kauf, Rodgers' wurde beim verzweifelten letzten Hail-Mary-Versuch gesackt - und der überraschende Sieg für New York war perfekt.
Damit verbesserten sich die Mannen aus dem "Big Apple" auf die vor der Saison nicht gerade erwartete Bilanz von 4:1 - der beste Start in eine Regular Season der New Yorker seit 2009 (damals 5:0 mit ). "The Pack" stürzte ab auf 3:2.
mib