16.09.2025
Entscheidung kurz vor Schluss
Die Tampa Bay Buccaneers gewinnen das erste Monday Night Game der zweiten Woche in Houston mit 20:19. Ein Touchdown in den letzten Sekunden besiegelt die zweite Niederlage für die Texans, während die Bucs zum fünften Mal in Serie mit 2-0 in eine Saison starten.

Houston war von den Experten vor der Saison als Favorit der AFC South angesehen worden, jetzt stehen sie nach zwei Auftaktniederlagen schon unter Zugzwang. Seit 1990 konnten sich nur 31 von 274 Mannschaften nach einem 0-2 Start noch für die Playoffs qualifizieren - gerade einmal gut elf Prozent.
Dabei waren die heimischen Texans gleich mit einem erfolgreichen Drive in die Partie gestartet: Nach knapp drei Minuten brachte ein Pass von Quarterback C.J. Stroud zu Nico Collins erstmals die Führung. Der Catch war nicht unumstritten, da der Receiver mit dem Schienbein über die rechte Außenlinie der Endzone gerutscht war, wurde aber nach Ansicht der Videobilder bestätigt.
Der Ausgleich ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Baker Mayfield blieb geduldig und wählte aus 20 Yards seine dritte Option mit Wide Receiver Ryan Miller. Die positive Entwicklung des ehemaligen First Overall Picks Mayfield zeigte sich einmal mehr an diesem Abend - am Ende kam er auf 215 Yards Passing und zwei Touchdowns.
Im zweiten Viertel fand Mayfield auch Rookie-Receiver Emeka Egbuka für dessen bereits dritten Touchdown in dieser Saison. Der Erstrundenpick der Buccaneers blieb ansonsten aber eher blass und kam nur auf vier Catches für 29 Yards.
Es war das letzte offensive Highlight für lange Zeit: Die Verteidigungsreihen übernahmen, und die beiden Punter Dixon und Townsend wechselten sich ab; insgesamt gab es neun Einsätze der Punter.
Turnover blieben zudem aus - das einzige Fumble des Spiels, erzwungen durch Danielle Hunter bei einem Lauf von Mayfield im letzten Viertel, konnte Running Back Rachaad White für seinen Quarterback sichern. Defensive End Hunter sammelte im Verlauf der Partie immerhin zwei Sacks.
So plätscherte die Partie dahin, ehe Mitte des Schlussviertels doch noch einmal Tempo hineinkam - mit deutscher Beteiligung. Fullback Jakob Johnson war gleich doppelt im Fokus: Zunächst konnte er seinem Running Back Nick Chubb keinen freien Weg über die Goal Line ebnen, die Buccaneers-Defense wehrte mehrfach stark ab. Kurz darauf blockte Johnson einen Punt von Dixon und verschaffte den Texans Ballbesitz an der gegnerischen 35-Yard-Linie.
Das Publikum explodierte förmlich, doch aus der guten Ausgangsposition resultierte nur ein Field Goal von Kicker Fairbairn aus 53 Yards zum 14:13-Anschluss - und die Buhrufe kehrten schnell zurück.
Die Stimmung änderte sich, als Jaylin Noel einen Punt tief in die Hälfte der Buccaneers zurücktrug. Nick Chubb, bis dahin wenig effektiv mit 12 Läufen für 43 Yards, erlief anschließend die 19:14-Führung. Ein Versuch auf zwei Punkte scheiterte jedoch, weil Stroud von Linebacker Deion Jones zu Boden gebracht wurde.
Dennoch blieben Mayfield noch rund zwei Minuten, um die Partie zu drehen - und er nutzte die Chance. Einen kritischen vierten Versuch verwandelte er selbst mit einem 15-Yard-Scramble, obwohl er sichtlich angeschlagen war. Routiniert führte er sein Team über das Feld, ehe Rachaad White neun Sekunden vor Schluss aus zwei Yards zum 20:19-Endstand in die Endzone lief.
Mayfield brachte am Ende 25 von 38 Pässen für 215 Yards und zwei Touchdowns an, musste allerdings auch vier Sacks einstecken. C.J. Stroud kam auf 13 von 24 Pässen für 207 Yards, einen Touchdown und drei Sacks - solide Werte, die jedoch nicht zum erhofften Heimsieg reichten.
Überschattet wurde der Erfolg von Verletzungen: Right Tackle Luke Goedeke und Defensive Tackle Calijah Kancey mussten früh raus.