04.01.2026
Platz fünf in der AFC
Ein Spiel voller Wendungen, Big Plays und umstrittener Entscheidungen fand erst mit dem letzten Kick sein Ende: Die Houston Texans haben die Indianapolis Colts in einem hochdramatischen Division-Duell mit 38:30 geschlagen. Matchwinner war das Special Team der Texans, das kurz vor Schluss ein Game-Winning Field Goal verwandelte.

Houston setzte zu Beginn erste Akzente. Dalton Schultz glänzte mit einem spektakulären One-Hand-Catch, wenig später unterlief C.J. Stroud allerdings ein Intentional Grounding. Die Texans nahmen die sicheren Punkte mit - 3:0 Houston.
Indianapolis antwortete mit einem echten Wirkungstreffer. Riley Leonard traf Alex Pierce, der völlig frei stand, mit einem tiefen Pass. Der Receiver vollendete den Big Play Drive mit einem Touchdown - 7:3 Colts. Houston blieb jedoch dran und verkürzte per Field Goal auf 7:6.
Dann sorgten die Colts für einen der kuriosesten Momente der ersten Hälfte. Von der eigenen 29-Yard-Linie führten sie einen Fake Punt aus, erfolgreich auf Mo Alie-Cox. Noch überraschender: Das Punt-Team blieb im folgenden First Down auf dem Feld und spielte tatsächlich weiter. Die Texans-Defense war sichtbar verwirrt, eine Flagge wegen 12 Men on the Field folgte.
Indianapolis nutzte das Chaos und erhöhte per Field Goal auf 10:6. Kurz darauf legten die Colts nach: Jelani Higgins fing einen Touchdown-Pass - 13:10 Indianapolis.
Das Momentum wechselte abrupt. Riley Leonard verlor den Ball, die Texans sicherten sich den Fumble an der 2-Yard-Linie der Colts. Stroud zögerte nicht und lief selbst zum Touchdown in die Endzone - 20:10 Houston.
Doch die Colts blieben offensiv gefährlich. Alex Pierce erzielte seinen zweiten Touchdown des Spiels nach einem starken Pass in die Endzone. Houston führte nur noch 20:17. Kurz vor der Pause trafen die Texans noch einmal per Field Goal - 23:17 zur Halbzeit.
Nach der Pause übernahm Indianapolis erstmals wieder die Führung. Leonard bediente Pierce tief, brach anschließend selbst einen Tackle und lief zum Touchdown - 24:23 Colts.
Auf Texans-Seite verließ C.J. Stroud das Spiel, Davis Mills übernahm als Quarterback. Die Colts verpassten es, Kapital daraus zu schlagen: Ein tiefer Ball von Leonard wurde von der Defense fallen gelassen. Houston nutzte die Gelegenheit und ging per Field Goal erneut in Führung - 26:24 Texans.
nkr
Die Schlussphase hatte es in sich. Alex Pierce wurde nach einer emotionalen Beschwerde beim Schiedsrichter des Feldes verwiesen, nachdem er diesen leicht berührt hatte - eine äußerst harte Entscheidung. Indianapolis traf dennoch das Field Goal zur 27:26-Führung.
Kurz darauf folgte der nächste Wendepunkt: Bei 3rd & 6 war Leonard beim Wurf unter Druck, wurde getroffen und konnte seinen Follow-through nicht beenden - Interception für Houston. Doch die Colts kamen noch einmal zurück und gingen knapp drei Minuten vor Schluss per Field Goal in der Red Zone mit 30:29 in Führung.
Die letzte Antwort gehörte jedoch den Texans. Houston arbeitete sich in Field-Goal-Reichweite, der Kick saß. Der letzte Spielzug setzte dem ohnehin wilden Abend noch die Krone auf. Beim verzweifelten Versuch den Ball zu pitchen der Colts ging der Ball verloren. Tongia reagierte am schnellsten, nahm den Fumble auf und trug ihn selbst zum Touchdown zurück. Der Touchdown zum 38:30-Endstand machte den Texans-Sieg endgültig wasserdicht
Mit dem Erfolg sicherte sich Houston nicht nur den fünften Playoff-Seed, sondern feierte zugleich den neunten Sieg in Folge. Ein weiterer Beleg für die aktuelle Stabilität der Texans, die selbst in einem chaotischen, engen Spiel die Nerven behielten und am Ende mehrfach die richtigen Antworten fanden.
