26.10.2025
Texans dezimieren San Francisco weiter
Die Houston Texans konnten ihre bisherige Offensivschwäche ablegen und dominierten mit ihrer Defense beim 26:15 Heimsieg über weite Strecken der Partie den Angriff der 49ers. San Francisco verlor das Spiel und erneut eine ganze Reihe Spieler.

Die offensiv in dieser Saison bislang enttäuschenden Texans legten erstaunlich gut los und kamen mit vielen kurzen Pässen von Quarterback C.J. Stroud in die Redzone. Am Ende eines zehnminütigen Drives reichte es aber nur für ein Field Goal.
Das nächste Highlight setzten erneut die Hausherrn mit einem horizontalen Pass zu Running Back Jo'Quavious "Woody" Marks, der den Ball über 50 Yards in die Hälfte der Gäste tragen konnte. Aber ein Makel auch hier: Am Ende gab es erneut nur drei Punkte von Kicker Ka'imi Fairbairn gleich zu Beginn des zweiten Viertels.
Das reichte jedoch zunächst, weil die starke Defense der Texans die 49ers Offense in Schach hielt und nach zwei kurzen Drives jeweils wieder schnell vom Feld schicken konnte.
Houstons Quarterback Stroud zeigte, dass er für weiten Raumgewinn nicht nur die Beine seines Running Backs nach einem kurzen Pass benötigte: Ein weiter Pass fand nach 45 Yards die Hände von Wide Receiver Jaylin Noel. Jayden Higgins' zweiter Touchdown diese Saison erhöhte auf 13:0, was so wohl kaum jemand erwartet hatte.
Kurz vor der Pause gab es beim Stand von 16:0 ein erstes wirkliches Lebenszeichen der 49ers Offense, die bis dahin nur 30 Yards an Offense generiert hatte. Ein weiter Return bereitete den Touchdown von Tight End George Kittle am "Tight End Day" zum 16:7 Pausenstand vor. Eine Interception bei auslaufender Uhr von Cornerback Deommodore Lenoir gegen Stroud war nur für die Statistik von Relevanz.
Ein Fehler beim Kickoff bescherte den 49ers zu Beginn der zweiten Hälfte gleich eine hervorragende Ausgangssituation, allerdings nutzten sie diese nicht. Es wäre eine gute Gelegenheit für den viel zitierten Momentum Change gewesen, die von San Francisco liegengelassen wurde.
Stattdessen lief es weiter bei den Texans, die Mitte des dritten Viertels mit einem perfekt platzierten Pass von Stroud auf seinen Wide Receiver Xavier Hutchinson sogar auf 23:7 erhöhen konnten.
Die erst zweite gute Angriffsserie der Gäste brachte sie durch Läufe des bis dahin blassen Running Backs Christian McCaffrey und zwei weite Pässen zu Kittle und Jauan Jennings direkt vor die texanische Endzone. Tight End Jake Tonges fing den kurzen Pass zum 23:15 Anschluss, weil auch die Two Point Conversion gelang.
Carsten Keller
Die Texans, bis dahin mit dreimal soviel Offensiv-Yards wie die Gäste, verschafften sich mit einem Field Goal zu Beginn des Schlussviertels wieder etwas Luft. Da die Defense auch weiterhin stark agierte, kam kaum das Gefühl auf, dass San Francisco die Partie noch einmal drehen könnte.
Ein letztes Aufbäumen der 49ers in den letzten fünf Minuten endete mit einem weiten Pass in die Endzone in Richtung Jennings, den aber der besser postierte Cornerback Kamari Lassiter für eine Interception abfangen konnte.
Drei Läufe später blieb den Gästen noch eine knappe Minute bei elf Punkten Rückstand; statt einem letzten Score beendete passenderweise die texanische Defense mit einem geteilten Sack der Defensive Ends Danielle Hunter und Will Anderson alle Ambitionen der Gäste.
49ers Running Back Christian McCaffrey konnte weder durch Läufe (8 für 25 Yards) noch durch Catches (3 für 43 Yards) wirklichen Raumgewinn schaffen.
Sowohl Woody Marks (11 für 61 Yards, 4 Catches für 49 Yards) als auch Nick Chubb (17 für 56 Yards, 2 Catches für 13 Yards) hatten im Vergleich mehr Einfluss für Houston.
Abgesehen von der Interception zur Pause lieferte Quarterback Stroud eine starke Partie ab (318 Yards, 2 TD, 1 INT, 30/39 Attempts).
San Franciscos Head Coach Kyle Shanahan konnte seine Enttäuschung in seiner Pressekonferenz nicht verbergen: "Es war nicht gut genug in allen drei Phasen, die Special Teams haben noch am besten gespielt. Wir hatten Probleme zu tacklen, einen Pass Rush zu generieren und hatten zu viele Fehler in der Secondary."
Texans Head Coach DeMeco Ryans war natürlich bei seinem Auftritt wesentlich gelöster: "Ich bin so stolz, wie unsere Jungs heute gespielt haben. Ein wirklich komplettes Game - angefangen mit der Offense. C.J. hatte ein herausragendes Spiel."
Die 49ers hatten erneut gleich mehrere Verletzte zu verkraften: Rookie-Defensive-Tackle Alfred Collins im zweiten Viertel, Linebacker Dee Winters im dritten Viertel, Defensive Tackle Jordan Elliott und Defensive End Sam Okuayinonu im Schlussviertel mussten allesamt aus der Partie genommen werden. Head Coach Shanahan hofft jedoch, dass keiner länger ausfallen muss.
Bei den Texans musste nur Wide Receiver Braxton Berrios im dritten Viertel kurzzeitig behandelt werden, konnte aber noch zu Ende spielen.
Kommende Woche spielen die Houston Texans (nun bei 3-4) erneut zu Hause; diesmal reisen die Denver Broncos an. Die 49ers (5-3) spielen parallel bei den New York Giants.