20.10.2024
National Football League - 7. Spieltag
Die Jacksonville Jaguars haben zum zweiten Mal hintereinander in London gespielt - und dieses Mal gewonnen. Nach Rückstand beim Duell mit den New England Patriots sind die Jags zum erst zweiten Saisonsieg marschiert. Die Betonung liegt auf "marschiert".

In seinem erst zweiten NFL-Spiel verschlug es Patriots-Rookie Drake Maye, der vor einer Woche für Routinier Jacoby Brissett (31) übernommen hatte, ins Londoner Wembley Stadium. Und vor gewohnt lautstarker Kulisse voller bunt in sämtlichen NFL-Jerseys gekleideten Fans stellte sich der 22-jährige Third Overall Pick gar nicht schlecht an.
Vielmehr knüpfte Maye an seinen schon ordentlichen ersten Auftritt von vor einer Woche beim 21:41 gegen die Houston Texans (243 Yards, drei Touchdowns, zwei Interceptions) an und erreichte dieses Mal 276 Yards samt zweier TD-Würfe bei dieses Mal keinem Pick.
Vor allem: Mit einem frühen Touchdown-Pass auf Running Back JaMycal Hasty über 16 Yards verbuchte Maye für seine Farben, die auch defensiv zu gefallen wussten, eine 7:0-Führung im ersten Quarter.
Im Anschluss - nachdem Patriots-Kicker Joey Slye noch das 10:0 gemacht hatte - sahen die vielen Tausend Zuschauer in Wembley aber, wie das in dieser Saison insgesamt schwache Team aus New England (1-6) den Faden verlor. Die als Gastgeber geführten Jacksonville Jaguars (2-5) kamen so auf und rissen das bis dato schwach geführte Spiel total an sich.
Der erarbeitete Lohn: 22 Punkte in Folge, alle im zweiten Quarter. Die von Doug Pederson trainierte Mannschaft aus Florida drehte den anfänglichen 0:10-Rückstand demzufolge in eine 22:10-Führung - was auch an Parker Washington lag. Der 22-jährige Jaguars-Receiver nämlich schnappte sich kurz vor der Pause einen Punt der Patriots und trug den Ball über beachtliche 96 (!) Yards bis in die Endzone.
Für den Rest zeichnete an einem insgsamt ruhigen Spieltag für Jacksonvilles Top-Quarterback Trevor Lawrence (193 Yards, ein TD, keine Int.) Running Back Tank Bigsby verantwortlich. Der 23-Jährige machte seinem Namen alle Ehre und tankte sich durch die anfällige Defense aus New England reihenweise durch - am Ende des Tages für bärenstarke 118 Yards samt zweier Touchdowns. Der letzte davon kurz vor Ablauf der Uhr im vierten Viertel über vier Yards zum gefeierten 32:16-Endstand, der auch Head Coach Pederson etwas den Druck nehmen dürfte. Der Cheftrainer der Jags, erst seit 2022 im Amt und zuvor mit Philadelphia Super-Bowl-Sieger, war zuletzt in der Kritik gestanden.
mag