29.09.2025
Lamar Jackson mit Fehlern
Schon vor dem Topspiel zwischen Kansas City und Baltimore ist ein Fehlstart vorprogrammiert gewesen. Diesen verarbeiten müssen nun die Ravens nach einem enttäuschenden Auftritt gegen konstant gute und im Grunde erstmals richtig offensiv überzeugende Chiefs um Patrick Mahomes. 37:20 hieß es am Ende.

Trotz des jüngsten 22:9-Sieges bei den New York Giants vor einer Woche hatten sich die Chiefs den Start in diese Regular Season gänzlich anders vorgestellt. Erst recht, weil die Offense abseits der "One Man Show" Patrick Mahomes noch nicht so recht funktioniert hatte.
Noch nicht.
Denn in dieser Week 4 präsentierte sich Kansas City heiß wie Frittenfett und fand sich beim AFC-Kracher bei den ebenfalls mit 1-2 gestarteten Baltimore Ravens direkt bestens zurecht. So führte Mahomes seine Offense bei den ersten beiden Drives zu zwei Field Goals, ehe bei den darauffolgenden zwei Drives jeweils Touchdowns gelangen - einmal via TD-Pass auf Receiver JuJu Smith-Schuster, einmal via Acht-Yard-Zuspiel auf Running Back Isiah Pacheco.
Der Spielstand zu diesem Zeitpunkt: ein deutliches 20:7 für K.C., auch weil die Gäste aus Baltimore abgesehen von einem ersten starken Drive (neun Plays über 70 Yards samt Touchdown-Pass von Lamar Jackson auf Läufer Justice Hill) zunächst wenig nach vorne zustande brachten.
Apropos Jackson: Der bis dato trotz 1-2-Teambilanz mächtig überzeugende Quarterback der Ravens erwischte an diesem Sonntag sein erstes schwaches Spiel. Nicht nur sollte der Spielmacher am Ende des Tages nur magere 147 Passing Yards bei nur einem Score vorweisen. Zugleich gelangen dem agilen Athleten mit seinen Beinen nur 48 Rushing Yards bei sechs Läufen, darüber hinaus leistete sich Jackson eine Interception und einen Fumble.
Das alles sollte den im Arrowhead Stadium vom gewohnt lautstarken Publikum unterstützten Chiefs nur noch mehr in die Karten spielen. Sogar soweit, dass der Gastgeber zwischenzeitlich auf 37:13 davongezogen war. Erst ein späterer zweiter Touchdown von Hill - dieses Mal erreicht über einen 71-Yard-Sprint 1:33 Minuten vor Ende - sorgte abschließend für Ergebniskosmetik zum 20:37 aus Ravens-Sicht. Abgesehen von Zwei-Touchdown-Mann Hill funktionierte auch abseits wenig bei Baltimore, die Defense ließ zu viel zu, in der Offense kam auch Walzmaschine Derrick Henry nie richtig auf (42 Yards).
mag
Da passte es ins Bild, dass sich Star-Quarterback Jackson auch noch mit einer Oberschenkelverletzung auswechseln ließ, Cooper Rush (52 Yards) brachte die Partie zu Ende. Die Show gehörte demzufolge allein den Chiefs und ihrem Aushängeschild Mahomes, der mit seinen 25 von 37 für 270 Passing Yards angebrachten Pässen alles überstrahlte - vier Touchdown-Würfe inklusive. Hollywood Brown und Tyquan Thornton fand er im Verlauf noch. Obendrein lief auch das Laufspiel endlich mal mit insgesamt 118 erreichten Yards.
Damit gewann Kansas City mit Rekordmann Mahomes (schnellster QB der NFL-Geschichte mit 250 TDs, überholte damit Aaron Rodgers) übrigens das siebte von den jüngsten acht Duellen mit Baltimore. Das Team aus Missouri blieb somit der Angstgegner von Lamar und Co. Das Bittere nun für die auf 1-3 abgerutschten Ravens, die auf ihrer Abwehrseite auf etliche Anker (Nnamdi Madubuike, Roquan Smith, Marlon Humphrey, Nate Wiggins und andere) verzichten mussten: In der Ära mit 14 an den Playoffs teilnehmenden Mannschaften haben es nur fünf Einheiten noch in die Endrunde geschafft nach einem 1-3-Auftakt.