15.09.2025
NFL, Week 2: Tush Push entscheidet
Die Philadelphia Eagles haben nach dem deutlichen Super-Bowl-Sieg über die Kansas City Chiefs auch die Neuauflage des damaligen Endspiels gewonnen. Die Gründe beim dieses Mal knappen 20:17? Eine entscheidende Interception nach Pass von Patrick Mahomes und Fehler von Travis Kelce sowie der berühmt-berüchtigte Tush Push der Eagles.

Dass die Kansas City Chiefs nach herausragenden Jahren vor kleineren bis größeren Problemen stehen, hatte sich schon vergangene Saison mit zahlreichen glücklichen Siegen angedeutet. Dennoch stand am Ende des Tages der abermalige Super-Bowl-Einzug zu Buche - verbunden allerdings mit einer 40:22-Abreibung der Philadelphia Eagles.
Nun in Week 2 stand die Neuauflage des damaligen Endspiels an - und für die im lauten Arrowhead Stadium heimischen Chiefs direkt viel auf dem Spiel. Nach der 21:27-Auftaktniederlage in Brasilien gegen die Los Angeles Chargers wollte schließlich der 0-2-Fehlstart vermieden werden, während Philly nach dem knappen 24:20 über Dallas nachlegen und sich direkt Richtung anvisierter Titelverteidigung positionieren wollte.
Das gelang dem Favoriten auch mit etwas Anlaufzeit nach einigen Punts zum Beginn: Mit acht Plays und über 52 Yards arbeiteten sich die Eagles vor allem mit dem agilen und damals im Super Bowl weitestgehend abgemeldeten Saquon Barkley mit dem 7:0 an. Barkley selbst rannte dabei am Ende über 13 Yards bis in die Endzone durch.
Kansas City benötigte mit der eigenen Offense derweil Anlaufzeit, auch weil Kicker Harrison Butker aus 58 Yards den Anschluss verpasste. Im zweiten Quarter fing sich K.C. aber, wobei vor allem wie schon gegen die Chargers Star-Quarterback Patrick Mahomes eine halbe One-Man-Show auf den Rasen packte. Der 29-jährige überraschte die Eagles-D bis zur Pause dabei vor allem mit eigenen Läufen für insgesamt 60 Rushing Yards - darunter ein starker Hit gegen Eagles-Rookie-Safety Andrew Mukuba und ein TD-Lauf über 13 Yards samt Hechtsprung in die Endzone.
Nach jeweils einem verwandelten Field Goal stand es so zwischendurch 10:10 - und nach einem insgesamt überschaubaren dritten Viertel mit lediglich einem erfolgreichen Schuss aus 51 Yards von Philadelphias Kicker Jake Elliott zum 13:10 in den finalen Abschnitt.
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Und hier im vierten Quarter wurde es turbulent. Zunächst einmal arbeiteten sich die Chiefs sehenswert über 14 Plays und 74 Yards bis an die gegnerische Endzone heran, ehe Mahomes seinen noch immer aktiven Tight End Travis Kelce fand. Was allerdings im ersten Moment nach einem sicheren Touchdown zum 17:13 ausgesehen hatte, entpuppte sich plötzlich als Interception. Der 35-jährige Kelce nämlich bekam das von Mahomes scharf geworfene Ei nicht zu fassen, sodass Rookie-Safety Mukuba dieses mal glänzen konnte und den Abpraller abfing sowie selbst für 41 Yards in die entgegengesetzte Richtung trug.
Daraus konnten die Eagles auch Kapital schlagen und nach einem langen Drive inklusie 28-Yard-Pass auf Receiver DeVonta Smith (zehn Plays, 59 Yards in über fünf Minuten) auf 20:10 erhöhen. In altbekannter Manier: Nach einem zunächst an der Goal Line gestoppten Tush Push übernahm Quarterback Jalen Hurts direkt nochmals die Verantwortung, wehrte dabei auch einen schnellen Tackle von Top-Verteidiger Chris Jones ab und schob sich unten durch zum wichtigen Touchdown in die Endzone.
Daraufhin kontrollierte Philly erst etwas die Uhr, ehe Kansas City mit nur noch etwas Restzeit nochmals an den Ball kam - und Mahomes hierbei seinen durchgebrochenen Receiver Tyquan Thornton mit einem zu weit geschmissenen Pass nicht fand. Ein möglicher Score zum 17:20-Anschluss war hier verschenkt worden. Doch nach einer starken Abwehraktion von Eagles-Cornerback Quinyon Mitchell, einem bekommenen "Roughing the Passer"-Call, einem Drop von Thornton und einem eingesteckten Sack versprühte Mahomes (am Ende 253 Total Yards, zwei Total TDs und eine Interception) mit einem tiefen TD-Pass auf den dieses Mal fangenden Thornton (Catch & Score für 49 Yards) noch etwas Hoffnung.
Ein gescheiterter Onside Kick mit noch drei Minuten auf der Uhr und keiner Auszeit in der Hinterhand besiegelte die 17:20-Niederlage der Kansas City Chiefs jedoch - genauso wie ein finaler Tush Push mit Hurts (nur 101 Yards Passing und 16 Rushing Yards plus ein Score) auf der anderen Seite. Hier hatten die Mannen aus Missouri sogar noch einen Fumble gefordert, was vom Replay Official jedoch nicht anerkannt wurde. Damit verbesserte sich Philadelphia auf 2-0, während die Chiefs auf 0-2 abrutschten - Fehlstart komplett.