20.10.2025
420 Yards und doch kein Sieg
Im SoFi Stadium trafen die Los Angeles Chargers und die Indianapolis Colts aufeinander - zwei der besten Teams der bisherigen Saison. Indy setzte dabei auf das dominante Laufspiel rund um Jonathan Taylor, während L.A. mit Quarterback Justin Herbert vornehmlich aufs Passspiel vertrauten.

Die Colts starteten furios in die Partie: Nach einem dominanten Eröffnungs-Drive krönte Jonathan Taylor, der aktuell die Liga in Rushing Yards und Touchdowns anführt, den Angriff mit einem 23-Yard-Touchdown-Lauf.
Der Extrapunkt ging zwar daneben, doch Indianapolis führte 6:0. Die Chargers antworteten mit einem langen Drive, mussten sich aber mit einem Field Goal begnügen.
Colts-Trainer Shane Steichen blieb mutig: Im folgenden 17-Play-Drive spielte Indy gleich dreimal einen vierten Versuch aus - und das noch dazu jedes Mal erfolgreich! Beim dritten Mal fand Quarterback Daniel Jones nach Play-Action Michael Pittman Jr. zum Touchdown - das 13:3.
Danach zeigten sich erstmals die Defenses: Khalil Mack meldete sich mit einem Sack zurück, kurz darauf schlug Jones wieder zu - ein tiefer Pass auf Alec Pierce über 48 Yards leitete den nächsten Score ein. Rookie-Tight-End Tyler Warren fing anschließend den Ball über die Mitte zum 20:3.
Die Chargers wirkten offensiv ideenlos, und Justin Herbert warf in der Red Zone eine kuriose Interception: Sein Pass prallte von Grover Stewart ab und landete direkt in dessen Händen - Interception des Defensive-Line-Spielers. Auch der nächste Drive der Chargers endete mit einem Turnover - Nick Cross fing einen Pass von Herbert in der Endzone ab. Ein äußerst unglücklicher Verlauf für den QB.
Die Colts nutzten die Gelegenheit derweil und erzielten kurz vor der Halbzeit durch ein Field Goal das 23:3. Statt eines knappen Spiels ging es so für L.A. mit einem 20-Punkte-Rückstand in die Kabine.
Nach der Pause meldeten sich die Chargers mit einem Big Play von Rookie Oronde Gadsden II zurück - 53 Yards Raumgewinn, wenig später ein Touchdown-Pass auf Quentin Johnston. Doch die Colts schlugen direkt zurück: Returner Ameer Abdullah trug den Kickoff bis tief in die Red Zone, und Taylor vollendete den kurzen Drive mit seinem zweiten Touchdown. Nach erfolgreicher "Two-Point Conversion" stand es plötzlich 31:10.
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Los Angeles verkürzte erneut durch einen Keenan-Allen-Touchdown auf 31:17, doch wieder war Taylor anschließend nicht zu stoppen - sein dritter Lauf in die Endzone stellte den alten Abstand wieder her. Rookie Oronde Gadsden II erzielte im weiteren Verlauf noch einen Touchdown, doch die Colts-Defense um DeForest Buckner beendete die letzten Comeback-Hoffnungen mit einem Sack. Den Raumverlust konnten Herbert und Co. anschließend nicht mehr gutmachen - Turnover on Downs. Die Colts liefen die Uhr herunter, Spielende.
Der unglaublich formstarke Ex-Giant-Spielmacher Jones zeigte somit ein weiteres starkes Spiel im Colts-Trikot: 288 Passing Yards, zwei Touchdowns, keine Interception. Jonathan Taylor lief derweil für 94 Yards und drei Touchdowns bei nur 16 Carries.
Chargers-Quarterback Herbert stellte seinerseits zwar mit 420 Passing Yards einen Karrierebestwert auf. Neben drei Touchdowns leistete er sich jedoch auch zwei Int. Gadsden sammelte 164 Yards und einen Score, Allen kam auf 119 Yards und ebenfalls einen TD.