15.12.2025
Stafford schlägt Goff
Die Los Angeles Rams haben das Spitzenspiel gegen die Detroit Lions mit 41:34 gewonnen und damit ihre Ausgangslage im Rennen um die Spitzenplätze in der NFC gefestigt. Detroit verpasste die Chance auf einen wichtigen Road Win im Playoff-Kampf, obwohl die Offense um Jared Goff zunächst gut ins Rollen kam und früh in Führung ging.

Die Lions eröffneten mit einem starken ersten Drive und bewegten den Ball über Amon-Ra St. Brown und Jameson Williams bis tief in die Rams-Hälfte, scheiterten jedoch an einer Holding-Strafe und einem vergebenen 43-Yard-Field-Goal von Jake Bates - ein früher Rückschlag für Detroit.
L.A. antwortete daraufhin sofort und arbeitete sich dank Davante Adams in die Red Zone, ehe Aidan Hutchinson einen Screen-Pass von Matthew Stafford perfekt las, den Ball abfing und tief in die Rams-Hälfte zurücktrug. Goff nutzte die Steilvorlage direkt und fand St. Brown zum 17-Yard-Touchdown zur 7:0-Führung.
Die Rams konterten ihrerseits mit einem langen, aus mehreren ausgespielten vierten Versuchen bestehenden Drive, den Kyren Williams aus vier Yards zum 7:7 abschloss. Detroit reagierte unbeeindruckt und blieb aggressiv, marschierte wieder in die Rams-Hälfte und ging im zweiten Viertel nach mehreren physischen Läufen von David Montgomery durch ein Field Goal von Jake Bates mit 10:7 in Führung.
Danach entwickelte sich das Spiel zum erwarteten Offensivduell. Williams eröffnete den nächsten Rams-Drive mit einem langen Lauf, Stafford bediente Puka Nacua tief an der Seitenlinie, und erneut vollendete Williams an der Goal Line zum 14:10 für Los Angeles. Und auch die Lions antworteten wiederum spektakulär: ein 52-Yard-Pass von Goff auf St. Brown bereitete eine kurze Screen-Variante auf den deutschen Receiver vor, der zum 17:14 durchlief.
Kurz vor der Pause mussten die Rams erstmals punten, woraufhin Detroit vor einer kniffligen 4th-Down-Entscheidung stand: Und wie man sie kennt, spielten die Lions den Versuch aus - und das erfolgreich: Goff fand St. Brown, und die Offense arbeitete sich erneut in die Tiefe des Feldes. Nach weiteren Catches von St. Brown und Williams schloss Goff den Drive mit einem 31-Yard-Touchdown auf Jameson Williams zum 24:14 ab. Die Rams verkürzten jedoch noch vor der Halbzeit mit einem tiefen Pass auf Nacua und einem 37-Yard-Field-Goal von Harrison Mevis auf 24:17.

mhh
Nach der Pause übernahm Los Angeles zunehmend die Kontrolle. Stafford fand Nacua erneut für guten Raumgewinn, doch ein Sack von Roy Lopez zwang die Gastgeber zunächst zu einem 44-Yard-Field-Goal zum 20:24. Die Lions-Offense geriet nun ins Stocken, leistete sich ein schnelles Three-and-out und kam kaum über negative Plays hinaus. Die Rams dagegen blieben konsequent: Dritte Versuche wurden über Tight End Colby Parkinson und später Adams verlängert, und ein tiefer Pass auf Parkinson wurde nach äußerst kontroverser Review als Touchdown gewertet - 27:24 Rams.
Detroit ging im nächsten Drive wieder Three-and-out, während L.A. über einen 39-Yard-Pass auf Nacua und einen 11-Yard-Lauf von Blake Corum zum 34:24 nachlegte. Im Schlussviertel tat sich Detroit weiter schwer und kam erneut ohne First Down vom Feld, bevor die Defense endlich einen Rams-Punt erzwang. Mit gut zwölf Minuten Restzeit meldete sich die Lions-Offense noch einmal zurück, arbeitete sich über Kalif Raymond und einen ausgespielten vierten Versuch auf St. Brown nach vorne, musste sich aber mit einem 48-Yard-Field-Goal von Bates zum 27:34 zufrieden geben.
Die Rams antworteten mit einem weiteren langen Drive über Corum und Nacua, ehe Stafford Parkinson erneut in der Endzone fand und die Führung auf 41:27 ausbaute. Zwar verkürzte Detroit noch durch einen kurzen Touchdown-Lauf von Montgomery nach einer Pass-Interference in der Endzone auf 34:41 und hoffte bei 2:42 Restzeit auf einen letzten Stopp, doch Los Angeles machte mit zwei Laufspielzügen das entscheidende First Down klar. Die Lions-Offense bekam den Ball zwar noch einmal zurück, konnte ohne Timeouts aber nichts mehr verändern.
Jared Goff brachte 25 seiner 41 Pässe für 338 Yards und drei Touchdowns an, musste sich jedoch gegen seinen Trade-Rivalen Stafford geschlagen geben.
Dieser komplettierte 24 von 38 Pässen für 368 Yards und zwei Touchdowns, und leistete sich lediglich bei der Interception im ersten Viertel einen Fehler.
Puka Nacua fing neun Pässe für 181 Yards und prägte mit seinen Big Plays das Passspiel der Rams - auch ohne eigenen Score war er klar der Mann des Spiels.
