12.11.2024
NFL, Week 10, Monday Night Game geht an Miami
Die Miami Dolphins sind nach ihrem Katastrophen-Start "back in business". Tua Tagovailoa führte seine Farben zum Sieg bei den Los Angeles Rams - unterstützt von einer starken Defense.

Drei Niederlagen in Serie, zuletzt ein 27:30 gegen den Divisonsrivalen Buffalo Bills, hatten die Miami Dolphins (3-6) vor ihrem Gang nach Los Angeles mächtig unter Druck gesetzt. Doch das Team um Quarterback Tua Tagovailoa sendete im SoFi Stadium ein Lebenszeichen, gewann in einem Start-Ziel-Sieg mit 23:15 gegen die Rams (4-5) und darf wieder etwas Hoffnung schöpfen. Nur noch 1,5 Spiele beträgt nach Week 10 der Rückstand auf die Denver Broncos im Kampf um Position 7 in der AFC und eine von drei Wildcards.
Die Geschichte spricht nicht unbedingt für die Dolphins: Nur drei Teams konnten in der NFL-Historie die Playoffs noch nach einem 2-6-Start erreichen. Gut für Miami, dass nun zwei Heimspiele gegen die schlagbaren Teams der Las Vegas Raiders und New England Patriots vor der Tür stehen, ehe es an Thanksgiving zum möglichen Schlüsselspiel nach Green Bay geht.
Doch das ist Zukunftsmusik, die Gegenwart sah am Montagabend in L.A. so aus: Tagovailoa überstand ein schwaches zweites Viertel inklusive Interception und Fumble, fing sich dann aber und kam insgesamt auf 207 Passing Yards (20/28), einen kurzen TD-Pass auf Tyreek Hill zum zwischenzeitlichen 17:6 sowie drei überstandene Third-Down-Situationen.
Die drei Sacks, die Tua kassierte, führte Head Coach Mike McDaniel anschließend darauf zurück, dass sein Spielmacher zu viel gewollt habe. Unterstützt wurde der QB am Montag von einer starken Dolphins-Defense, die Rams-Quarterback Matthew Stafford das Leben schwer machte, ihn in gleich 13 Situationen unter Druck setzte und vier Mal zu Boden brachte. Am Ende blieb Stafford (32/46, 293 Yards, 0/1) ohne jeglichen Touchdown und musste eine bittere Heimniederlage quittieren.
Bitter vor allem auch deshalb, weil die Kalifornier nach der Rückkehr vierer zuvor verletzter Protagonisten (die Wide Receiver Cooper Kupp und Puka Nacua sowie die Offensive Linemen Steve Avila und Jonah Jackson) hoffnungsvoll in dieses Spiel gegangen waren. Am Ende stand Ernüchterung und ein herber Dämpfer im Kampf um die Playoff-Teilnahme. Doch noch ist alles drin , in der die Rams nur knapp hinter den Arizona Cardinals (6-4) und den San Francisco 49ers (5-4) rangieren, gleichauf mit den Seattle Seahawks (4-5).
aho