30.11.2025
Dolphins-Kicker Spieler des Spiels
Die Miami Dolphins gingen früh in Führung, doch in der Folge gab es nur sehr wenige offensive Highlights. Nicht zuletzt dank Kicker Riley Patterson bauten sie ihre Führung kontinuierlich aus. Die New Orleans Saints konnten zwar zu Beginn der zweiten Halbzeit verkürzen, allerdings war es nur ein kurzes Aufbäumen.

Es war ein Start nach Maß für die Dolphins: Bereits nach dreieinhalb Minuten Spielzeit sorgte Running Back De'Von Achane mit einem 29-Yard-Lauf für den ersten Touchdown des Tages. Doch danach war es erstmal vorbei mit der offensiven Herrlichkeit: Die nächsten fünf Drives endeten allesamt mit einem Punt nach drei Offense Plays.
Dann nahm die Partie jedoch mächtig an Fahrt auf. Kicker Riley Patterson erhöhte zu Beginn des zweiten Viertels dank eines 39-Yard-Field-Goals auf 10:0. Wenig später war es Minkah Fitzpatrick, der bei einem Blitz den Ball aus den Händen von Saints-Quarterback Tyler Shough schlug. Direkt im nächsten Play wollte Tua Tagovailoa den Touchdown-Pass auf Jaylen Waddle werfen, allerdings fing Kool-Aid McKinstry den Pass in der eigenen Endzone ab.
Doch während die Saints bereits zum vierten Mal mit einem 3&Out vom Feld mussten, kam Miami der gegnerischen Endzone wieder extrem nah. Die fehlenden Yards konnten Tagovailoa mit seinem Team aber nicht überschreiten, sodass Patterson ein 25-Yard-Field-Goal zum 13:0 versenkte.
Danach bekamen die Saints ihren ersten guten Drive zusammen und fanden sich zum ersten Mal in der gegnerischen Hälfte wieder. Dann unterlief Shough jedoch rund anderthalb Minuten vor der Pause der nächste Fehler, als sein Pass in Richtung Chris Olave, der etwas wegruschte, etwas ungenau war und in den Händen von Rasul Douglas landete. Der Dolphins-Cornerback trug den Ball für 42 Yards zurück und sorgte für eine gute Feldposition für seine Mannschaft. So konnte Patterson mit seinem dritten verwandelten Field Goal, diesmal aus 48 Yards Entfernung, den 16:0-Halbzeitstand herstellen.
Doch trotz der Interception hatte die Saints-Offense nun ihren Flow gefunden. Zu Beginn der zweiten Halbzeit drückten sie wieder auf das Gaspedal, sodass Olave einen 29-Yard-Touchdown fangen konnte. Shough lief bei der anschließenden Two Point Conversion in die Endzone, sodass es nur noch 8:16 stand. Bemerkenswert: Mit ihrem 65-Yard-Drive hatten die Gäste mehr Yards erzielt als in der kompletten ersten Hälfte, in der sie nur auf 63 gekommen waren.
In der Folge gab es jedoch wieder offensive Magerkost, sodass es mit demselben Ergebnis in das Schlussviertel ging. Dort sorgte ein kontroverser Call für Wirbel: Ein Pass von Tagovailoa, der am Ende des Spiels zwölf seiner 23 Pässe für 157 Yards und eine Interception anbrachte, auf Waddle wurde von Quincy Riley kurz vor der Grasnarbe abgefangen. Der Ball bewegte sich etwas, jedoch wirkte es wie eine Interception. Doch trotz einer Challenge von Saints-Cheftrainer Kellen Moore blieben die Schiedsrichter bei ihrer Entscheidung, dass es ein unvollständiger Pass ist.
smu
So konnten die Dolphins noch einige Yards gut machen, ehe Patterson zum vierten Mal ein Field Goal, nun aus 33 Yards, versenkte. New Orleans sendete offensiv auch wieder ein Lebenszeichen, mehr als ein 56-Yard-Field-Goal von Neuzugang Charlie Smyth sprang jedoch nicht heraus. Rund drei Minuten vor Spielende erhielten die Saints jedoch neue Hoffnung: Bei einem 4th&1 versuchte Gordon II nicht durch die Mitte, sondern links an der O-Line vorbeizulaufen, jedoch wurde er von McKinstry für einen Raumverlust gestoppt - ein Turnover on Downs war die Folge.
Shough zeigte sich im Anschluss in Top-Form: Er brachte fünf seiner sieben Pässe für 55 Yards und bediente schließlich mit einem sehenswerten Pass Devaughn Vele zum Touchdown. Bei der anschließenden Two Point Conversion warf der Rookie jedoch etwas in den Rücken von Vele, Fitzpatrick fing ihn daher ab und trug über das ganze Feld in die Saints-Endzone. Mit dem 21:17 schien die Entscheidung gefallen zu sein.
Doch dann hatten sich die Hausherren einen Blackout: Beim Onside Kick von Smyth ließen zwei Dolphins-Spieler den Ball durchgehen, allerdings griff kurz vor der Seitenlinie Vele, der mit neun Catches für 93 Yards der beste Receiver seines Teams war, zu. Der Ball war zwar eigentlich zu kurz, da die Schiedsrichter aber entschieden hatten, dass ein Miami-Spieler ihn berührt hatte, blieben sich nach der Ansicht der Videobilder bei ihrer Entscheidung - eine strittige Entscheidung. Mit noch 1:15 Minuten verbleibender Spielzeit hatten die Gäste als doch noch die Chance auf den Sieg, ein Quarterback-Sneak von Shough, der auf 26/38 für 239 Yards, zwei Touchdowns und eine Interception kam, bei 4th&1 wurde jedoch von den Dolphins gestoppt.