16.11.2025
Beste Bilanz seit 2018
Die Chicago Bears haben dank eines knappen Division-Erfolgs über die Minnesota Vikings nun ihre beste Bilanz seit 2018. Auf Seiten der Vikings enttäuschte Quarterback J.J. McCarthy über weite Strecken.

Ein heißes Duell zweier Division-Rivalen, die sich in der engen NFC North beide Hoffnungen auf die Playoffs machen: Das Aufeinandertreffen zwischen Bears und Vikings versprach im Vorfeld viel Spannung - hielt zunächst aber nur wenig davon. Beide Offenses taten sich schwer, erst Ende des ersten Viertels sorgte Vikings-Kicker Will Reichard mit einem Field Goal für die ersten Punkte. Auch in der Folge blieb viel Stückwerk, die Defensiv-Reihen dominierten klar. Erst Ende des zweiten Viertels nahm die Partie so richtig Fahrt auf - dann aber kurzzeitig so richtig.
Zunächst schloss Chicagos Running Back Kyle Monangai einen Marathon-Drive über 15 Plays aus der Nahdistanz zum ersten Touchdown der Partie ab, dann erlebte Vikings-Quarterback J.J. McCarthy ein bitteres Ende der Halbzeit: Binnen drei Minuten warf der junge Spielmacher gleich zwei Interceptions. Zunächst zu Bears-Safety Kevin Byard, der die NFL damit mit schon fünf Picks anführt, dann - bereits in Field Goal Range - zu Cornerback Nahshon Wright. Chicago nutzte die beiden Turnover immerhin zu einem Field Goal und ging mit einer 10:3-Führung in die Pause.
Für McCarthy und die Vikings lief es auch in der zweiten Halbzeit nicht wirklich besser, der junge Spielmacher hatte große Probleme, den Ball mit seiner Offense zu bewegen. Die Bears erhöhten mit zwei weiteren Field Goals im dritten Viertel auf 16:3. Ein 42-Yard-Punt-Return von Myles Price gab schließlich den Kickstarter für die eingeschlafene Vikings-Offense, Running Back Jordan Mason nutzte das kurze Feld und verkürzte mit dem ersten Touchdown der Vikings.
Nun wurde das lange Zeit so mühsame Spiel doch noch zum erwarteten Division-Drama. Weil Bears-Kicker Cairo Santos ein Field Goal verschoss, blieb es bei einem One Possession Game - und kurz vor Schluss erwachte dann plötzlich auch McCarthy. Der junge Quarterback glänzte unter Druck als umsichtiger Ballverteiler und fand schließlich 50 Sekunden vor Schluss seinen Wide Receiver Jordan Addison aus 15 Yards für den Touchdown zum 17:16 - Spiel gedreht.
Aber vorbei war es noch nicht. Auftritt Devin Duvernay. Der Return-Spezialist der Bears trug den auf den Addison-Touchdown folgenden Kickoff über das halbe Feld bis in die Vikings-Hälfte. Mit einigen Läufen sorgte Chicago in der sehr knappen Restzeit noch für eine etwas komfortablere Situation für Santos, der aus 48 Yards bei auslaufender Uhr diesmal cool blieb und den entscheidenden Schuss knapp durch die Stangen setzte. Die Bears stehen damit bei 7-3 - zum ersten Mal seit 2018. Minnesota muss sich hingegen ordentlich strecken, um noch ins Playoff-Rennen eingreifen zu können.
mib