04.01.2026
Green Bay schonen Stars
Die Green Bay Packers haben zum Abschluss der Regular Season das sportlich bedeutungslose NFC-North-Duell bei den Minnesota Vikings mit einer offensiv akut harmlosen B-Mannschaft 3:16 verloren und die Bühne ganz den Hausherren überlassen.

Da die Packers im Vorfeld nicht nur längst für die diesjährigen Playoffs qualifiziert waren, sondern zugleich auch schon zum dritten Mal in Folge den 7th Overall Seed der NFC fix gemacht hatten, kam dem eigentlich stets hart wie spannend geführten Vergleich mit NFC-North-Rivale Minneapolis nicht mehr die ganz große Bedeutung bei.
Wenig verwunderlich verlief die ganze Angelegenheit dann auch entsprechend. Während Green Bays Head Coach Matt LaFleur durchaus verständlich zahlreiche Stammspieler schonte (darunter die Quarterbacks Jordan Love und Malik Willis sowie Receiver wie Christian Watson oder Running Back Josh Jacobs), tat sich die Vikings-Offensive um Spielmacher J. J. McCarthy über die gesamten ersten beiden Viertel extrem schwer.
Für Schlagzeilen neben zwei Field-Goal-Drives (Kicker Will Reichard verwandelte aus 43 und 25 Yards) sorgten so eigentlich nur individuelle Herrschaften. Darunter natürlich Minnesotas Star-Receiver Justin Jefferson, der trotz zwischenzeitlicher Unzufriedenheiten in dieser endrundenlosen Regular Season einmal mehr die Schallmauer von 1000 Receiving Yards durchbrach - zum sechsten Mal in Folge in seiner sechsjährigen NFL-Karriere. Dieses Kunststück war in der Ligageschichte bis dato nur den Legenden Randy Moss (ebenfalls Vikings, später u. a. Patriots) und Mike Evans (noch immer aktiv bei den Tampa Bay Buccaneers) geglückt.
Außerdem wurde kurz vor der Pause noch Fullback C. J. Ham, der ein Karriereende in Betracht zieht, gefeiert. Der im Jahr 2016 als Undrafted Free Agent zu den Vikes gestoßene Kraftwürfel war diesem Franchise seither stets treu geblieben - und drückte sich spät im zweiten Viertel eben in die Endzone zum 13:0-Zwischenstand. Schnell eilten sämtliche Teamkollegen herbei, um den auch lauthals vom heimischem Publikum gefeierten Profi zu bejubeln.
Und nur der Vollständigkeit halber: Von der Packers-Offense war in den ersten beiden Quartern quasi nichts gekommen. Ersatz-Ersatz-Quarterback Clayton Tune (2023er Pick der Arizona Cardinals, seit 2025 im Team in Wisconsin) brachte drei von sechs Pässen für magere 18 Yards an, während Läufer Chris Brooks neunmal für überschaubare 36 Yards lief. Als "Top-Receiver" gelangen dem Undrafted Rookie Jakobie Keeney-James zwei Catches für 15 Yards.
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Minneapolis verlor derweil mitten in diesem NFC-North-Klassiker Quarterback McCarthy, der schon mit einer Handverletzung und starken Schmerzen ins Spiel gegangen war. Für ihn kam der etatmäßige Backup Max Brosmer rein, was dem Spiel der sichtlich motivierten Vikings keinen Abbruch tat. Sie zogen ihr Ding gegen einen akut harmloses Packers-Team gnadenlos durch, sodass etwa Aushängeschild Jefferson am Ende auf über 100 Receiving Yards kam.
An Total Offense erreichte der Gastgeber am Ende fast 400 Yards, "The Pack" mit Spielmacher Tune (6/11, 34 Yards) dagegen dank der Running Backs Brooks und Emmanuel Wilson (zusammen über 100) fast gar nichts.
Und so beendeten die Vikings (9-8) ihr abschließendes Regular-Season-Spiel mit einem Touchdown, drei Field Goals und einem 16:3-Blowout-Erfolg über das mit Ablauf der Uhr noch zu einem Field Goal kommende Green Bay (24-Yard-Schuss von Kicker Brandon McManus). Darüber hinaus schlossen die schon längst aus dem Playoff-Rennen ausgeschiedenen Vikes ihre Spielzeit mit einem Lauf von fünf Siegen am Stück ab.
Die Packers (9-7-1) sind bekanntlich als 7th Seed der NFC in der Endrunde am Start. Um dort zum Start in der Wild Card Round - Gegner entweder die Chicago Bears oder die Philadelphia Eagles als amtierender Super-Bowl-Champion und letztjähriger Gegner - aber ein ernsthaftes Wörtchen nach personellen Rückschlägen (Kreuzbandriss unter anderem von Micah Parsons) sowie einem Negativlauf von vier Pleiten in Serie mitreden zu können, ist mit dem A-Kader um Quarterback Love eine große Steigerung vonnöten.