14.09.2026
Quarterback Murray raus - Jefferson liefert Show
Alles, wirklich alles hatte beim NFC-North-Duell zwischen den Vikings und Packers auf einen Sieg der Gäste hingedeutet. Am Ende aber ging am laufenden Band etwas schief.

Mit großen Erwartungen war das Vikings-Debüt von Quarterback Kyler Murray erwartet worden. Mit großen Augen ging es vorübergehend direkt zu Ende. Denn nach einer direkt mit dem ersten Wurf fabrizierten Interception - abgefangen von Packers-Cornerback Keiseon Nixon - und zügig folgenden Punkten der Gäste aus Green Bay erlitt der ehemalige Spielmacher der Arizona Cardinals auch noch eine Gehirnerschütterung.
Die Folge: Murray musste runter, wurde auch zügig vom Team als nicht mehr einsatzfähig deklariert und wurde auf dem Feld von Carson Wentz vertreten. Der 33-jährige Routinier (einst Philadelphia Eagles) war ursprünglich als Third-String Quarterback in die Vorbereitung gegangen, wurde aber nach der Ernennung von Murray zum Starting Quarterback vor J. J. McCarthy auf die zweite Stelle gepackt - und nun eben direkt gebraucht.
Großen Einfluss konnte Wentz aber vorerst nicht nehmen. Vielmehr bestimmten die Packers unter anderem mit einem famosen 81-Yard-Touchdown über Quarterback Jordan Love und Top-Anspielstation Christian Watson das Geschehen und gingen zwischenzeitlich mit 12:3 in Führung. Erst kurz vor der Pause meldete sich der Gastgeber aus Minneapolis mit einem langen Drive über 85 Yards zu Wort und verkürzte nach einem langen 39-Yard-Touchdown-Pass auf Star-Receiver Justin Jefferson auf 10:12.
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Die Antwort aus Green Bay? Ein eigener langer Drive mit Würfen auf den vor Regular-Season-Start erst langzeitverlängerten Tight End Tucker Kraft und wieder Watson, der direkt seinen zweiten Score landete (Catch and score über zwei Yards) - 19:10, der Pausenstand.
Apropos Watson: Der Wide Receiver wurde in den ersten beiden Quartern von seinem Spielmacher Love sechsmal gesucht, fünfmal gefunden und verbuchte damit neben zwei TDs 130 Receiving Yards. Solche Werte in einer Packers-Hälfte waren zuletzt Legende Jordy Nelson 2016 gelungen.
Alles auf Kurs demzufolge. So auch der Eindruck bis wenige Minuten vor Ende des dritten Viertels, als Love erst seinen neuen Tight End Jonnu Smith für 43 Yards fand und Rookie-Kicker Trey Smack aus 26 Yards auf 22:10 stellte. Das Gästeteam um Head Coach Matt LaFleur, der aufgrund des Fehlens von Josh Jacobs auf Läufer MarShawn Lloyd (13 Carries für nur 37 Yards setzen musste) setzen musste, schien total auf die Siegerstraße eingebogen zu sein. Auch weil im Receiving viel klappte, auch bei Zweitjahres-Mann Matthew Golden (95 Yards).
Doch der Schein, er trügte. Und das gewaltig!

Denn urplötzlich wendete sich das Blatt nochmals gehörig. QB Wentz verzeichnete zusammen mit seinem Tight End T. J. Hockensen eine 16-Yard-Touchdown-Connection (17:22), ehe Green Bay den Ball nach Downs hergab und Minnesota vor inzwischen tosenden Fans im lautstarken U.S. Bank Stadium einen Drive über 83 Yards auf die Beine stellte. Zu allem Überfluss rannte hier der frühere Packers-Publikumsliebling Aaron Jones in die Endzone und brachte mit seinem ersten Score gegen die alte Liebe plötzlich seine neuen Farben in Führung. Etwas mehr als sechs Minuten vor Spielende leuchtete auf den Anzeigetafeln nun ein 25:22 pro Gastgeber, auch weil hier noch eine Two-Point Conversion auf den längst heißgelaufenen Jefferson erreicht wurde.
Eine verrückte Wendung, von der sich "The Pack" auch nicht mehr zu erholen wusste. Unglückliche sowie sicherlich diskutable Schiedsrichterentscheidungen taten ihr Übriges, ehe der lange Zeit überzeugende Quarterback Love (am Ende 21/42 für 387 Yards und zwei Touchdowns) den Ball nach einem Sack verlor - Fumble - und daraufhin noch eine Interception nach einem abgelenkten Wurf passierte.
Die Vikings selbst vergoldeten diese Fehler obendrein mit einem kurzen Lauf von Jordan Mason zum 32:22 und mit einem wunderschönen Jefferson-Hechtsprung in die Endzone zum 39:22-Endstand. Aus einem 10:22 hatten das Franchise aus Minneapolis dank eines 22:0-Sprints im finalen Quarter einen klaren Heimsieg geformt - mit Routinier Wentz (12/19 für 133 Yards und drei TDs) sowie Jefferson (82 Yards, zwei TDs) an der Speerspitze.