30.12.2024
Green Bay Packers wachen zu spät auf
Die Minnesota Vikings (14-2) haben den großen NFC-North-Rivalen aus Green Bay (11-5) mit einem verdienten Sieg in die Schranken gewiesen. Nun dürfen sich Sam Darnold und Co. auf ein richtig großes Highlight bei den Detroit Lions freuen.

Die Minnesota Vikings bleiben unter Head Coach Kevin O'Connell (seit 2022 im Amt) die NFL-Könige der engen Kisten. Seither haben die Wikinger nämlich stolze 26 solcher Partien für sich entschieden - an diesem späten Sonntag von Week 17 (Ortszeit) nun eines mit 27:25.
Was allerdings nach einem Arbeitssieg beim Duell mit den Green Bay Packers klingt, war im Grunde lange Zeit eine äußerst einseitige Geschichte. Abgesehen von einer 3:0-Führung für den NFC-North-Rivalen im ersten Quarter, in dem beide Abwehrreihen ihren Job erfüllt hatten, dominierte Minneapolis vor allem über den Pass.
Quarterback Sam Darnold, der weiterhin in seinem ersten Vikes-Jahr eine famose Saison spielt und dessen Zukunft (Verbleib? Sehr teurer Vertrag? Wechsel zu einem anderen Team?), leistete sich am Ende des Tages nur eine Interception bei drei Touchdown-Pässen und satten 377 Yards. Noch nie zuvor hatte der 27-Jährige, der schon seit 2018 Teil der Liga ist (Third Overall Pick der New York Jets damals), für so viele Yards geschmissen.
Die letztlich gegen den Pass sehr harmlose Packers-Defense brachte nur einen Sack zustande und hatte auch die Receiver der lautstark unterstützten Gastgeber im mit 67.031 Zuschauern besuchten U.S. Bank Stadium kaum richtig im Griff. Aushängeschild Justin Jefferson zeigte bärenstarke Catches für 92 Yards, seine Nebenmänner Jalen Nailor (81) und Jordan Addison (69) verbuchten darüber hinaus jeweils einen Touchdown. Davon gelang auch Allrounder Cam Akers einer.
Dem gelernten Running Back war es vorbehalten, kurz vor Ablauf der Uhr am Ende nach einem Lupfer von Darnold den entscheidenden First-Down-Fang zum Sieg zu landen.
Dass überhaupt noch einmal Spannung aufgekommen war, lag an einer spät funktionierenden Schnelllade-Offensive der Gäste aus dem US-Bundesstaat Wisconsin. Der lange Zeit sehr harmlose Spielmacher Jordan Love (19/30, 185 Yards, ein TD, keine Int.) fand hier reihenweise seine Receiver - darunter allen voran Romeo Doubs (58 Yards). Seinen Touchdown-Pass fing Malik Heath.

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In der seit 1961 andauernden Rivalität zwischen diesen beiden NFL-Teams (Stand nun 66-60-3 für "The Pack") hatten sich beide Mannschaften noch nie mit so vielen jeweils erreichten Siegen gegenübergestanden. Und da beide bereits für die Playoffs qualifiziert sind, ist es durchaus möglich, dass sich beide Truppen in der in zwei Wochen startenden Endrunde erneut sehen.
Die Vikings aber werden ihren Blick zunächst einmal auf Week 18 und ein wirklich großes Regular-Season-Finale richten. Denn unabhängig vom Ausgang der Partie der Detroit Lions (Monday Night in San Francisco) stand mit dem Sieg Minnesotas bereits eines fest. Das Duell der Wikinger in einer Woche bei den Löwen wird darüber entscheiden, wer die NFC North gewinnen wird und zugleich den Top Seed der gesamten NFC erobert. Und nur mit dem erhält das siegreiche Team eine Woche frei, um die Wild Card Round überspringen zu können.
Vikes-Trainer O'Connell äußerte sich darüber auch nach Spielschluss: "Das war heute ein harter Kampf, eine große Herausforderung im Norden der NFC. Nun haben wir in unserem Stadion die Saison mit 7-1 abgeschlossen - und nun haben wir auswärts noch eine große Chance, gegen eines der besten Football-Teams zu bestehen." Um eventuell einen großen Ertrag zu erhalten. Doch: "Das wird schwierig, auch weil es dort sehr ungemütlich werden kann. Wir sind aber bereit."